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Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU, l.) fühlte sich auch im Festzelt wohl. An seinem Tisch saßen auch MdL Harald Kühn (2.v.l.), Bezirkstagskandidatin Alexandra Bertl (3.v.r.), Alexander Dobrindt und Andrea Jochner-Weiß (r.). 

Landtagswahl 2018

Prominente Schützenhilfe im Wahlkampf

Jens Spahn trat beim Schongauer Volksfest im Bierzelt auf. Die lokalen CSU-Kandidaten nutzten natürlich auch die Gelegenheit, um für sich zu werben.

Schongau – Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, nahm sich am Sonntagvormittag bei seinem Besuch in Schongau viel Zeit. Vor dem Festzelt beantwortete er bereits etliche Fragen von Leuten zum Thema Pflegedienst. Etwa 300 Besucher wollten hören, was der Gesundheitsminister zu sagen hat.

Spahn wurde von CSU- Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, MdL Harald Kühn, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und etlichen weiteren Lokalpolitikern begleitet. Dr. Oliver Kellermann, CSU-Ortsvorsitzender, sprach das Grußwort. In Richtung Bürgermeister Falk Sluyterman meinte er, er freue sich, dass die Schwesterpartei auch Flagge zeige.

Rede von Jens Spahn beim Volksfest

Jens Spahn (38) scherzte, er habe „für die Einreise nach Bayern sofort eine Einreisgenehmigung bekommen“. Gleich eingangs seiner rund einstündigen Rede versicherte er, „CDU und CSU sind nur zusammen eine Institution“. Spahn sagte auch, es treibe ihn um, dass man derzeit in Berlin die Mehrheit verloren habe. „Wir müssen das Vertrauen zurück gewinnen.“ Dazu gehöre vor allem, Debatten besser zu führen. Nicht maßlos und demoralisierend.

Spahn sprach über Chemnitz und über die Pflicht eines Rechtsstaates und darüber, dass es Grenzen gebe, was eine Gesellschaft noch leisten könne. Es dürfe nicht sein, dass Schlepper bestimmen, wer ins Land kommen dürfe. Man müsse jeden Tag kämpfen, dass die EU so handlungsfähig werde, dass die Grenzen geschützt werden könnten.

Zu mangelnden Pflegekräften meinte der Minister: „Wir wollen Menschen ermuntern, ein paar Stunden mehr zu machen.“ Beim Thema flächendeckende medizinische Versorgung auf dem Land versprach der Minister, man werde ein gutes Netz sicherstellen, meinte aber auch, nicht jedes Krankenhaus müsse alles machen. Spahn sprach aber auch über die Wirtschaft und über die duale Ausbildung, über Grenzschutz und Sicherheitspolitik, Wachstum und Wohlstand. Sein letzter Punkt: Heimat, Zusammengehörigkeit und Zusammenhalt, Werte und Tugenden. Dies alles gelinge in Bayern gut. Passend dazu überreichte Alexander Dobrindt dem Gesundheitsminister als Dankeschön eine kleine Lederhosenhülle für dessen Laptop.

CSU-Kandidaten werben für sich

Die lokalen CSU-Kandidaten nutzten natürlich auch die Gelegenheit, um für sich zu werben. Der Landtagsabgeordnete Harald Kühn stellte klar, dass eine Schließung des Schongauer Krankenhauses nicht zur Diskussion stehe. Bezirksrätin Alexandra Bertl pflichtete ihm bei und meinte, im ländlichen Raum seien die Krankenhäuser das Rückgrat der ärztlichen Versorgung. Deren Erreichbarkeit sei ein Qualitätsmerkmal. 

Walter Kindlmann

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