+
Präsent und Blumen für Irmgard Fahnenschmidt, die seit nunmehr 20 Jahren das Seniorenturnen im BRK–Haus organisiert. Umrahmt wird sie von BRK-Kreisgeschäftsführer Hans Eberl (li.) und Kreisbereitschaftsleiter Otto Bauer. 

Jubiläum im BRK-Haus in Schongau

Seniorenturnen: Das wichtigste Utensil ist ein Stuhl

Schongau – Feiern, wie die Feste fallen: So soll es sein. Der Grund zu diesem Fest kann sich wahrlich sehen lassen: Das Seniorenturnen im BRK–Haus in Schongau wird nun schon seit 20 Jahren sehr erfolgreich durchgeführt. Dieses Qualitätssiegel ist Irmgard Fahnenschmidt zu verdanken, die seit dem 17. September 1997 die beiden Gruppen leitet.

BRK-Kreisbereitschaftsleiter Otto Bauer erinnerte sich in seiner Rede an die Anfänge vor 20 Jahren. Das BRK–Haus in Schongau war gerade fertig gestellt worden. Der damalige Geschäftsführer Johann Fischer machte Irmgard Fahnenschmidt den Vorschlag, wie in Weilheim praktiziert eine Senioren Gymnastikgruppe für Schongau zu gründen.

Während Fahnenschmidt noch überlegte, hatte sie Fischer schon zum Grundlehrgang angemeldet. Gegenwehr zwecklos. Fahnenschmidt musste ran.

Eine Anzeige in den Schongauer Nachrichten machte auf die neue Senioren-Gruppe aufmerksam. „Ich war überwältigt, wie viele Anmeldungen wir bekamen“, erzählte Irmgard Fahnenschmidt. Aus allen Gemeinden rund um Schongau meldeten sich über 30 Männlein und Weiblein zu der speziellen Gymnastik an. Was zur Folge hatte, dass von Anfang an zwei Gruppen gebildet wurden.

Jeden Mittwoch kommen seitdem die Teilnehmer entweder um 9 Uhr oder eine Stunde später ins BRK-Haus. „Die Apfeldorfer wollten nur mal kurze Zeit bei uns hineinschnuppern, jetzt sind sie immer noch dabei. Und das nach 20 Jahren“, erwähnte die Leiterin in ihrem Rückblick. Dazu betonte sie auch, dass ihre Gymnastik nicht im Liegen durchgeführt wird. „Das wichtigste Utensil ist ein Stuhl, mit dem wir unsere Übungen machen“, so Fahnenschmidt.

Wie gut die Übungen bei den Senioren ankommen, erfährt man von diesen persönlich. „Darum bin ich auch so fit“, warf lachend etwa Josef Rösch in die Runde. Mit seinen 80 Jahren ist er jede Woche dabei. Und das seit 15 Jahren. Etwas mehr auf dem sportlichen Kerbholz hat Christa Werner. Sie ist seit Anfang an im Turnerkreis. Und fühlt sich pudelwohl.

Für die ehrenamtliche Arbeit bekam Irmgard Fahnenschmidt, die ihr Ehemann Edi in allen turnerischen Belangen unterstützt, von Kreisgeschäftsführer Hans Eberl einen gravierten Zinnteller in Kombination mit einem großen Strauß Blumen.
Hans-Helmut Herold 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nach Verkehrschaos: Schongauer Feuerwehr sauer auf Bauamt
Seit Beginn der Schongauer Kanalbrücken-Baustelle stellen sich alle die Frage, was bei einem Unfall auf der Umgehungsstraße passiert. Am Samstag ist der Fall …
Nach Verkehrschaos: Schongauer Feuerwehr sauer auf Bauamt
„Die richtigen Leute zur richtigen Zeit“
Aus Altersgründen ziehen sich die Initiatoren der Rumänienhilfe Altenstadt-Denklingen, Helga und Rudolf Lang, nach 28 Jahren aus der Organisation zurück. In dieser Zeit …
„Die richtigen Leute zur richtigen Zeit“
480 Jahre Dorfschul-Geschichte
„Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss“, heißt es schon bei Wilhelm Busch. Und: „Dass dies mit Verstand geschah, war der Lehrer Lämpel da“. Der …
480 Jahre Dorfschul-Geschichte
Zwischen Schongau und Peiting: Schwerer Unfall an Lechtalbrücke löst Verkehrschaos aus
Ein schwerer Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen hat sich am Samstagmorgen an der Lechtalbrücke zwischen Schongau und Peiting ereignet. Die Brücke musste komplett …
Zwischen Schongau und Peiting: Schwerer Unfall an Lechtalbrücke löst Verkehrschaos aus

Kommentare