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Viktoria mit Blumen: Noch heute liebt die Jubilarin die Pflanzen und erfreut sich an ihren Blumenbeeten.

Jubilarin Viktoria Becke

Die „Königin der Kuchen“ wird heute 90 Jahre alt

Ihren 90. Geburtstag feiert am heutigen 11. August die Schongauerin Viktoria Becke.

SchongauGeboren in Kinsau, besuchte sie mit Blick auf den elterlichen Betrieb – die Bäckerei Wiedemann in Kinsau – ab 1942 eine private Handelsschule in München, danach die Haushaltungsschule im Kloster Polling. Daheim in Kinsau spielte sie gerne Theater – „am liebsten Blödel-Rollen à la Erni Singerl“, wie Sohn Ossi Becke erzählt. Nach der Schule arbeitete Viktoria zunächst im Laden der Eltern mit, erledigte unter anderem die Buchführung der Bäckerei.

1949 sollte sie ihren Zukünftigen treffen – beim Tanzen in Apfeldorf beim Kölbl-Wirt lernte sie Oswald Becke kennen. Die Begegnung währte allerdings erst einmal nur kurz, denn er war im Begriff, für längere Zeit nach Frankreich zum Arbeiten zu gehen. 15 Monate haben sich die Verlobten dann nicht gesehen, aber währenddessen ging ein Mal pro Woche ein Brief hin und her, der die Verbindung hielt. Am 11. September 1950 kam Oswald aus Frankreich zurück, um seine Dori zu heiraten – sie folgte ihm nach Aiguebelle, wo sie bis 1954 lebten.

In diesem Jahr ging es nach Kinsau zurück, 1955 zog das Paar in die Amselstraße im Forchet, wo 1957 dann Sohn Ossi zur Welt kommt. Ihr heutiges Heim haben die Beckes in der Feichtmairstraße gebaut und 1964 bezogen.

Viktoria mit Flora in Kinsau vor der Bäckerei: Zwischen dem Mädchen und dem Hund bestand eine innige Beziehung.

Mal abgesehen von der Familie, für die natürlich immer Zeit ist – Enkelin Melanie wohnt mit ihren Kindern Hannah, Noah und Adam und Mann Tobias im Haus – hatte die für ihre 90 Jahre noch relativ rüstige Seniorin jede Menge Hobbys. Noch heute liebt sie Blumen über alles. Auch wenn sie mal Hilfe braucht beim Jäten, erfreut sie sich doch noch immer an den zwei großen Beeten vor der Terrasse. Eine andere Leidenschaft ist das Singen – von der ersten Besetzung an war sie Mitglied im Kirchenchor Verklärung Christi und insgesamt 41 Jahre dabei. „Sie hört sich noch immer gerne Klassik an“, erzählt Sohn Ossi, der sich an seine Mutter vor allem an die „Königin der Kuchen“ erinnert: „Bei uns gab es sonntags immer selbstgebackenen Kuchen – und ganz gleich, wer spontan zu Gast war, es gab selbstverständlich einen extra Teller am Tisch.“ Gerne hat das Ehepaar Becke gekegelt oder war auf Reisen – ob nun nach Frankreich, Italien oder nach Norwegen. Aus der Ferne – den USA – grüßen zum Geburtstag auch Sohn Ossi mit Enkelin Zarah, Frau Lauren und Addison. 

Elke Robert

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