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Amelie Wirth und Regina Schmid programmierten das beliebte Strategiespiel Tic-Tac-Toe.

Jugend forscht

Mit TicTacToe und Fahrradzelt zum Erfolg

Es wird wieder getüftelt im Schongauer Land. Ab dem morgigen Mittwoch richtet Hoerbiger den Regionalwettbewerb von Jugend forscht und Schüler experimentieren aus. Insgesamt 105 Teilnehmer, davon 17 aus dem Schongauer Land, präsentieren ihre Arbeiten in der Schongauer Lechsporthalle.

Schongau– „Tic-Tac-Toe kennt eigentlich jeder“, meinen Amelie Wirth und Regina Schmid vom Welfen-Gymnasium Schongau. Bei dem Strategiespiel setzen zwei Personen abwechselnd Markierungen auf einem quadratischen, 3x3 Felder großen Spielfeld. Wer zuerst drei Felder in einer Reihe markiert gewinnt. Regina Schmid und Amelie Wirth haben dieses Spiel als Grundlage genommen, es am Computer programmiert und mit LEDs verbunden. Das Programm erkennt selbstständig, welches Feld schon besetzt ist, welcher Spieler dran ist und wer gewonnen hat. Mit dem Projekt treten sie im Fachbereich Technik an.

„Unser Ziel war es jetzt erst mal, das Spiel zu programmieren“, erzählt die 15-jährige Regina, die die 9. Klasse besucht. Sie können sich aber durchaus vorstellen, das Spiel auch nach Jugend forscht noch weiterzuentwickeln. Zum Beispiel seien sie auf einen Artikel gestoßen, bei dem der Computer als künstliche Intelligenz eigenständig gegen einen Menschen Tic-Tac-Toe spielt. Das würde ihre Rechnerkapazitäten aber übersteigen, meinen Regina und Amelie.

Entwickelt haben sie ihr Projekt im Rahmen der Erfinderwerkstatt, einem Wahlkurs am Welfen-Gymnasium, in dem Schüler an eigenen Ideen tüfteln und sich bei Fragen zur Umsetzung an die betreuenden Lehrer oder ihre Mitschüler wenden können.

Daheim arbeiten sie jetzt noch an den letzten Details. Auch eine Verschönerung soll her. „Wir machen einen Kasten außenrum, damit man die vielen Kabel nicht mehr sieht“, sagt die 17-jährige Amelie.

Einen ausgefallenen, aber dennoch praktischen Einfall für den Alltag hatten Kilian und Quirin Grieser aus Schongau. Bei längeren Fahrradtouren wäre ein Fahrradzelt doch sehr praktisch, finden die beiden. „Das Fahrrad kann nicht gestohlen werden, es wird nicht nass und selbst hat man auch einen schönen Schlafplatz“, weiß Quirin. Außerdem ist es schnell aufgebaut, sagt Kilian und führt das Ganze gleich mal vor. Kurz den Sattel abnehmen, stattdessen die Zeltstange hinein und die Plane darüber werfen. Mit Schlaufen wird das Fahrradzelt dann gespannt und befestigt.

Kilian und Quirin Grieser haben bei Fahrradtouren zukünftig ihr selbst entworfenes und genähtes Fahrradzelt dabei.

Außerdem kann das Fahrradzelt leicht transportiert werden. Das war den Brüdern wichtig. Schließlich soll man noch bequem Fahrrad fahren können. Die Plane wird in einer passenden Tasche auf dem Gepäckträger verstaut, die Stange einfach an den Fahrradrahmen gebunden.

Die Realschüler haben sich im Rahmen des Wahlfachs Jugend forscht auf den Wettbewerb vorbereitet. Ideen hatten sie viele, nur umsetzbar waren nicht alle. Weil sie sich gerne Erfindungen überlegen und Sachen ausprobieren, ist Quirin sogar in einer Forscherklasse, die die Pfaffenwinkel-Realschule heuer zum ersten Mal anbietet.

Bereits zum zweiten Mal bei Jugend forscht dabei ist Tobias Thiele. Der 18-jährige Schongauer hat sein Projekt vom Vorjahr noch einmal optimiert. Und zwar eine Feldmühle, mit der Gewitter vorhergesagt werden kann. „Im vergangenen Jahr gab es noch einige Problemstellen bei der Elektrotechnik“, erzählt Thiele. Deswegen habe er die Feldmühle noch einmal neu aufgebaut und optimiert. Zum Beispiel habe er die Schaltung vereinfacht.

Im Physikunterricht hörte Thiele erstmals von der Feldmühle und kam dadurch auf die Idee, sie daheim nachzubauen. Die Feldmühle misst das elektrische Feld der Erde, die Daten werden am Computer gesammelt und ausgewertet. Aus den Messungen kann dann abgeleitet werden, ob es zu einem Gewitter kommt. „Allerdings nicht genau wann und wo“, erklärt Thiele. Beim Projekt ist neben Physik auch Informatik gefragt.

Meist am Nachmittag, wenn er gerade Zeit hatte, habe er an seinem Projekt für Jugend forscht gearbeitet. Schließlich sei er auch noch in der Theatergruppe des Welfen-Gymnasiums, beim Rock’n’Roll und bei der Feuerwehr aktiv.

von Elena Siegl

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