Verlässt Schongau: Juze-Leiterin Nicole Heller-Chmiel wechselt ins Jugendamt nach Landsberg.
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Verlässt Schongau: Juze-Leiterin Nicole Heller-Chmiel wechselt ins Jugendamt nach Landsberg.

Stelle neu ausgeschrieben

Neuer Job im Jugendamt: Juze-Leiterin verlässt Schongau

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Juze-Leiterin Nicole Heller-Chmiel hat gekündigt. Die 38-Jährige will sich beruflich verändern und wechselt ins Landsberger Jugendamt. Aus Schongau wegzugehen, bedauert sie jedoch sehr, „am liebsten würde ich die Stadt mitnehmen“. Eine Anzeige für einen Nachfolger zum 1. Dezember ist bereits geschaltet.

Schongau – Nach etwas mehr als drei Jahren neigt sich die Zeit von Nicole Heller-Chmiel in Schongau dem Ende zu. Die 38-Jährige hat sich aus familiären und privaten Gründen dazu entschieden, zu kündigen. „Das hat nichts mit der Stadt zu tun“, beteuert die Noch-Leiterin des Schongauer Jugendzentrums. „Ich würde das Juze-Team, die ganze Stadt gerne mitnehmen“, so Heller-Chmiel. Auch um mehr Zeit für die Familie zu haben, habe sie etwas gesucht, um nicht mehr täglich so weit fahren zu müssen. Zuhause ist die gebürtige Thüringerin nämlich in Buchloe, was täglich 40 Kilometer einfache Fahrt bedeutet.

Juze hat nach längerer Schließung wieder einen guten Anlauf unternommen

„Aber ich kann nun auch guten Gewissens gehen“, findet Heller-Chmiel. Das Juze Schongau habe nach einer längeren Schließungszeit wieder einen guten Anlauf genommen, Teamkollege Sebastian Kosler mache seine Arbeit wirklich gut, und sie könne sich nun durch einen Wechsel auch beruflich weiterentwickeln. Dabei bleibt sie nicht in der offenen Jugendarbeit, sondern hat eine Stelle im Jugendamt Landsberg angenommen. „Meine Erfahrungen kann ich dort mit einbringen und als Fundament nutzen“, hofft Heller-Chmiel.

Abschied fällt nicht leicht

Die neue Stelle in der Nachbarlechstadt tritt sie zum 1. Dezember an. Überrascht werden die Jugendlichen, die regelmäßig die Schongauer Einrichtung im Köhlerstadel besuchen, von der Nachricht aber nicht. „Die meisten wissen es schon, ich wollte niemanden vor vollendete Tatsachen stellen und habe schon persönliche Gespräche gesucht“, berichtet die studierte Sozialpädagogin. Ihr sei wichtig gewesen, dass niemand die Nachricht ihrer Kündigung von außen erfährt oder sich gar alleingelassen fühlt. „Ich bedauere es ja selbst. Und die Jugendlichen bedauern mich.“

Jugendzentrum wird überall wieder positiv wahrgenommen

Die offene Jugendarbeit sei ihr schon während des Dualen Studiums wichtig gewesen, teils habe sie aber auch in der Geschäftsführung des Kreisjugendrings in Dillingen an der Donau mitgearbeitet. „Das, was ich dort gelernt habe, konnte ich hier in meinem Stil fortführen und hatte viel Spielraum, Neues zu entwickeln“, blickt sie zurück. Und ihre Arbeit hat offensichtlich gefruchtet. Es sei toll, welche festen Gruppen sich gebildet hätten und dass das Jugendzentrum wieder überall positiv wahrgenommen werde. „Wir haben einen Raum geschaffen, wo Jugendliche sich entfalten und wohlfühlen können.“

Sehr guter Draht ins Rathaus

Die Buchloerin geht also mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn auch die Zusammenarbeit mit der Stadt sei hervorragend gewesen, der Draht ins Rathaus sehr gut. Hilfreich dabei, Dinge direkt und geradeheraus anzugehen, aber mit Vernunft. „Probleme werden direkt angesprochen, um sie dann konstruktiv zu bearbeiten“, so die Richtung von Heller-Chmiel. „Aber Probleme gab es in Schongau eigentlich gar keine“, schiebt sich rasch hinterher.

Bewerbungen für Nachfolge noch bis 31. Oktober möglich

„Auch wenn es voll nachvollziehbar ist, die Stadt Schongau bedauert total, dass sich Nicole Heller-Chmiel zu diesem Schritt entschieden hat“, betont Geschäftsleiterin Bettina Schade. Sie habe eine gute Arbeit gemacht, auch die Besucherzahlen im Juze seien wieder angestiegen. Ein neuer pädagogischer Leiter oder eine Leiterin für das Jugendzentrum in Schongau wird zwangsläufig bereits gesucht, bewerben kann man sich noch bis zum 31. Oktober.

Was die Juze-Leiterin den Jugendlichen versprochen hat: „Ich werde mich öfter mal blicken lassen und das Juze immer wieder besuchen kommen.“ Sie ist zuversichtlich, dass dies ihr neuer Zeitplan auch zulässt. „So bin ich zwar aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn.“

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