Die bunten Kaffeepackungen wurden von Alessandro Casetti, Frederic Paul und Katja Lührs gestaltet.
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Die bunten Kaffeepackungen wurden von Alessandro Casetti, Frederic Paul und Katja Lührs gestaltet.

Verpackungen sollen positive Stimmung verbreiten

„Gastrokind“: Kaffee-Edition als Hilfe für Kulturbranche

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Knallbunt leuchten einige Kaffeepackungen des Schongauer Unternehmens „Gastrokind“ aus dem Regal. Sie sollen eine positive Stimmung verbreiten, erklärt Dominique Genna, die mit zwei Geschäftspartnern hinter dem Betrieb steckt. Doch hinter den Sondereditionen steckt ein ernster Hintergrund.

Schongau – Kaffee mit Hintergedanken: Die Schongauer Kaffeemacher von „Gastrokind“ haben sich mit Künstlern in der Region zusammengetan, um auf die aktuellen Schwierigkeiten der Kulturbranche aufmerksam zu machen.

Jetzt, da Ausstellungen und Veranstaltungen ausfallen und sich die Künstler dort nicht präsentieren können, sollen sie zumindest auf der Kaffeepackung eine Fläche bekommen, um sich zu zeigen, erklärt Genna.

Künstler waren sofort Feuer und Flamme

„Dass Veranstaltungen ausfallen müssen, verstehen wir“, sagt sie. Aber man wolle dazu beitragen, dass die Künstler nicht vergessen werden.

In Zusammenarbeit mit dem Landsberger „Artspace FineArtCrash“ sind drei bunte Designs entstanden. Alessandro Casetti, Frederic Paul und Katja Lührs haben Etikette designt, die „Farbe ins Leben bringen sollen“, so Genna. „Wir wollen positiv bleiben und freuen uns schon auf die Zeit, wenn es wieder besser wird.“

Die „Gastrokinder“: Dominik Bliemel (li.), Dominique Genna und Roman Myz wollen Künstler in Schongau und Umgebung unterstützen. 

Allen drei Künstlern gehe es, verglichen mit anderen, noch relativ gut. „Sie waren sofort Feuer und Flamme und hatten richtig Lust, aktiv etwas anzupacken“, so Dominique Genna.

Eine weitere Künstlerin steht schon in den Startlöchern, falls es, wie bislang angedacht, zu einer weiteren Auflage mit neuen Kunstwerken kommt, erzählt Genna. Und zwar ihre Schwester, die ebenfalls Künstlerin ist.

Ein Euro pro Verpackung wird gespendet

Auch viele Freunde von Dominique Genna und ihren Kollegen Dominik Bliemel sowie Roman Myz arbeiten in der Kulturbranche, mit der die drei tief verbunden seien. Auch, weil sie in den vergangenen Jahren etwa Caterings bei Events gestemmt haben.

Seit rund einem Jahr fällt das weg – Gastrokind hat sich auf die Weiterentwicklung seiner Marke fokussiert. Doch die Kulturbranche habe man nicht vergessen. Ein Euro pro verkaufter Packung soll an die Initiative „Ohne Kunst und Kultur wird’s still“ gehen, die die Gesellschaft auf die aktuelle Situation der Kunst- und Kulturszene aufmerksam machen will.

Auch Franco Buratti und Ralf Laßmann mit im Boot

Die aktuelle Art-Edition ist auf je 333 Packungen pro Kunstwerk limitiert. Der Kaffee aus Brasilien, der sich in den bunten Packungen versteckt, wird in Schongau von Franco Buratti geröstet. Er führte ehemals das Eiscafé in der Schongauer Weinstraße.

Und auch der Inhaber der kooperierenden Kunstagentur dürfte einigen bekannt sein: Ralf Laßmann betrieb vorher das Café Central in Peiting.

Zu kaufen gibt es die limitierte „Art-Edition“ des Gastrokind-Kaffees online unter www.gastrokind.de/shop oder bei „Küche & Keller“ in Schongau.

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