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Die Wahl läuft per Briefwahl ab. Alternativ könnten in den Kirchen aber auch Wahlurnen aufgestellt werden. 

Katholische Kirche

Kandidatensuche für Pfarrgemeinderäte

Alle vier Jahre wird der Pfarrgemeinderat neu gewählt. Im Februar 2018 ist es bayernweit wieder so weit. Die Kandidatensuche ist bei den Pfarreien im Schongauer Land bereits im vollen Gange.

Weilheim-Schongau– Probleme, ausreichend Kandidaten für die Neuwahl des Pfarrgemeinderats zu finden, scheint es im Landkreis Weilheim-Schongau bislang nicht zu geben. In den Pfarrbüros und Kirchen haben viele Pfarreien Boxen aufgestellt, in die Bewerbungen eingeschmissen werden können. Zwar wurden die Boxen mittlerweile in einigen Pfarreien wieder eingesammelt, trotzdem können sich Pfarreimitglieder ab 16 Jahren noch für die Wahlen aufstellen lassen, verrät der Wahlausschussvorsitzende der Schongauer Pfarrei Mariae Himmelfahrt, Otto Bauer. Die endgültige Kandidatenliste für den Wahlzettel werde schließlich erst am 28. Januar erstellt. Mögliche Kandidaten können sich bis dahin im jeweiligen Pfarrbüro melden.

Bei Mariae Himmelfahrt gibt es bereits 16 Bewerbungen für das Ehrenamt, so Bauer, in den Pfarrgemeinderat gewählt werden allerdings nur neun Personen. Die von der Kirche empfohlene Anzahl der Pfarrgemeinderatsmitglieder hängt von der Größe der Pfarrgemeinde ab, erläutert er. Zusätzlich werden Mitglieder aus den, an die Pfarrei angeschlossenen Vereinen in den Pfarrgemeinderat berufen. Darunter etwa Personen aus der Kolpingfamilie oder der Pfarrjugend.

Auch wenn die beiden Pfarreien Mariae Himmelfahrt und Verklärung Christi zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengeschlossen wurden, wählt jede Gemeinde weiterhin ihr eigenes Gremium. Die Kandidatensuche der Pfarrei Verklärung Christi in Schongau verläuft bisher ebenfalls problemlos, sagt Wahlausschussvorsitzender Gerhard Kleinhentz. Neben neuen Kandidaten lassen sich auch aus dem bestehenden Pfarrgemeinderat wieder einige Personen aufstellen. Wer aber tatsächlich in den Pfarrgemeinderat kommt, hängt letztendlich natürlich von der Wahl ab, so Kleinhentz.

Bernbeuren ist zur Zeit auch noch auf Kandidatensuche, erzählt Margret Natzeder, erste Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, „bisher schaut es aber schon recht gut aus“. Vom bestehenden Pfarrgemeinderat hören einige Mitglieder aus persönlichen Gründen auf. Darunter auch Natzeder selbst, die aus Altersgründen beschlossen hat nicht mehr neu zu kandidieren, wie sie sagt. Insgesamt 22 Jahre lang war Natzeder im Pfarrgemeinderat tätig, wobei sie die letzen zwölf Jahre den Vorsitz innehatte.

Der Bernbeurer Pfarrgemeinderat besteht aus zehn gewählten Mitgliedern. Zwei weitere Personen werden zusätzlich in den Rat berufen. Natzeder fände jedoch auch einen größeren Pfarrgemeinderat schön, bei dem die Aufgaben auf mehrere Personen verteilt werden.

So sieht das auch Marianne Anderle, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Altenstadt. Darüber hinaus betont sie, dass es sich um ein Ehrenamt handelt, bei dem sich jeder nach seinen Möglichkeiten einbringen kann. Neuen Mitgliedern versichert sie, dass sie den Rückhalt vom bestehenden Pfarrgemeinderat haben, sie bräuchten also keine Bedenken haben, es nicht zu schaffen. „Man wächst mit der Zeit in die Aufgaben hinein. Eine Überforderung müssen neue Kandidaten nicht befürchten“, so Anderle.

Sie hat vor 16 Jahren das erste Mal für den Pfarrgemeinderat kandidiert. Gereizt hat sie damals, „die Interessen und Aufgaben der Pfarrei kennenzulernen und zu vertreten“. Außerdem „wollte ich als praktizierende Christin auch mal Verantwortung für eine bestimmte Zeit übernehmen“. Die Wahl findet bayernweit am 25. Februar statt. Anderle hofft auf eine rege Wahlbeteiligung, als Wertschätzung und Motivation für den neuen Pfarrgemeinderat.

Abstimmen können Mitglieder der jeweiligen Pfarrgemeinde bereits ab 14 Jahren. Die Wahl läuft in Schongau per Briefwahl ab, wer wählen darf, bekommt die Wahlunterlagen vorher zugestellt. Alternativ wäre die Möglichkeit, Wahlurnen in der Kirche aufzustellen.

Elena Siegl

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