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Bedankte sich für die vielen warmen Worte: Karl Höldrich mit Ehefrau Gertrud (l.) und seinen Nachfolgern Kristina Kuzminskaite und Marcus Graf (r.).

Emotionaler Abend

Karl Höldrich musikalisch verabschiedet: „Mein Herz bleibt in Schongau“

Höchst emotional ging es beim Abschiedskonzert für den langjährigen Leiter der Musikschule Pfaffenwinkel, Karl Höldrich, zu. Das Motto „Danke Karl“ war an diesem Abend oft zu hören.

Schongau Ganz zum Schluss, als alle herzlichen Reden vorgetragen, als alle hervorragenden Musikbeiträge verklungen waren, als sich alle Anwesenden im vollbesetzten Saal des Schongauer Sparkassenforums erhoben und minutenlang applaudierten, als sämtliche mitwirkenden Musiklehrer der Musikschule Pfaffenwinkel noch einmal auf die Bühne kamen und man gemeinsam das irische Lied mit dem Refrain „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“ sang – da stand Karl Höldrich einfach nur da und kämpfte mit den Tränen.

Wiedersehen wird man ihn nicht so schnell, denn der ehemalige Leiter der Musikschule Pfaffenwinkel ist nach 13-jähriger Amtszeit bekanntlich im September zur Musikschule nach Augsburg gewechselt. Zum Abschied veranstalteten die Schongauer Musikschullehrer am Freitagabend ein Benefizkonzert bei freiem Eintritt. Die Spenden aus diesem Konzert kommen dem Förderkreis „Freunde der Musikschule“ zu Gute. Eine vollkommen runde Sache also.

Betitelt hatte man die Veranstaltung ganz schlicht mit „Danke Karl“. Aber ganz und gar nicht schlicht war das zweistündige Programm. Höldrich zu Ehren wurde ein aus tiefstem Herzen kommendes gemeinsames Dankespaket präsentiert, bestehend aus Worten, aus Musik, aus Gesten, das nicht nur den ehemaligen Musikschulleiter zu tiefst berührte. Auch sämtliche Anwesende, und in diesem Zusammenhang kann man auch die Vertreter der Presse mit einschließen, waren ergriffen von der Herzlichkeit, die sich an diesem Abend zeigte.

„Danke Karl“, das hörte man oft an diesem Abend. Sparkassen-Vorstand Alexander Schmitz, der mit seinem Team das Konzert finanziell unterstützte, den Saal zur Verfügung stellte und auch für eine kleine Verpflegung im Anschluss gesorgt hatte, bedankte sich für das große vernetzte Spektrum der Musikschule Pfaffenwinkel, das Höldrich zusammen mit seinem Team in all den Jahren aufgebaut hatte.

Auch der erste Vorsitzende des Förderkreises „Freunde der Musikschule“, Erwin Krauthauf, war in seinem Grußwort voll des Lobes. Er blickte zurück auf die Amtszeit des ehemaligen Musikschulleiters. „Sie waren ein wichtiger Mann für die Aufbauarbeit der Musikschule. Sie haben mit Gott und der Welt kommuniziert“, sagte Krauthauf. Höldrich habe in seiner Amtszeit immer wieder die gute Arbeit von Kristina Kuzminskaite gelobt und so habe man sich für sie als neue Leiterin der Musikschule entschieden, so Krauthauf.

Kuzminskaite brachte ihre Dankbarkeit mit einem kurzen Satz zum Ausdruck: „Die Musikschule ist ein sehr schönes Erbe.“ Und ihr anschließender musikalischer Beitrag, eine Eigenvertonung des Gedichts „Ich lebe mein Leben“ von Rainer Maria Rilke, ging tief unter die Haut.

So wie alle Beiträge der Musiklehrer. Mal ging es lustig zu, mal wehmütig, mal leise und sanft, mal swingig und rasant, wie ein musikalischer Blumenstrauß nun einmal sein sollte. Denn so einen wollte man Höldrich überreichen. Aber jeder Musiklehrer hatte vor seiner musikalischen Darbietung ein paar Worte des Dankes, eine kleine Anekdote parat. Und das war der passende Duft des Blumenstraußes.

Marcus Graf als stellvertretender Musikschulleiter hielt die Laudatio und verwendete eine passende Metapher. Höldrichs Arbeit verglich er mit einer Partitur. „Nichts darf in einer Partitur fehlen. Bei Dir war jeder wichtig“, sagte Graf. Schließlich kam Höldrich noch auf die Bühne. Auch er bedankte sich bei allen, die ihn während seiner Amtszeit begleitet hatten. Sein letzter Satz: „Mein Herz bleibt in Schongau“.

Regina Wahl-Geiger

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