Hoffen auf mehr Unterstützung beim Kampf für ein sauberes Schongau: (v.l.) Gabi Dippl, Bauhofchef Guido Schneider, Daniela Puzzovio, Sergius und Andrea Hadenfeldt.
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Hoffen auf mehr Unterstützung beim Kampf für ein sauberes Schongau: (v.l.) Gabi Dippl, Bauhofchef Guido Schneider, Daniela Puzzovio, Sergius und Andrea Hadenfeldt.

Neuer Anlauf gestartet

Kaum Zuspruch: Initiative für ein „Sauberes Schongau“ sucht nun Straßenpaten

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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Die Ärmel hochkrempeln in Sachen „Sauberes Schongau“ – das ist das Anliegen von Andrea Hadenfeldt, ihrem Mann Sergius und Gabi Dippl. Sie hatten im Frühjahr eine Initiative gegen die Vermüllung der Stadt gegründet. Weil der Zuspruch sehr gering ist, wollen sie nun Straßenpaten suchen.

Schongau – Andrea Hadenfeldt ist ein klein wenig enttäuscht. Voller Elan war sie im April gemeinsam mit ihrem Ehemann und der Schongauerin Gabi Dippl an die Problematik herangegangen und hatte eine große Kampagne angekurbelt. Nach dem Motto „Die Schongauer Erde atmet auf“ wollte man das Schongauer Stadtgebiet gemeinsam von Unrat und Abfall befreien und hatte damit auch gleich einen Namen gefunden für die Initiative gegen die Vermüllung der Stadt. Nicht nur das: Auch die Stadt ist mit im Boot. Vizebürgermeisterin Daniela Puzzovio hatte sich sofort um die Vermittlung bemüht, Bauhofchef Guido Schneider war ebenfalls sofort dabei. Gemeinsam überlegte man, wie man die freiwilligen Helfer ausstatten kann und unterstützten muss. Rasch war geklärt: Die Stadt stellt Hilfsmittel wie Mülltüten, Greifer oder Handschuhe, Mitarbeiter des Bauhofs weisen die Bürger ein, und auch die Entsorgung des Unrates läuft natürlich über die Stadt.

Team steht immer noch allein da

So weit, so gut. Trotz dieser guten Vorbereitung steht das Team noch immer mehr oder weniger alleine da und braucht dringend Unterstützung. „Wir können nicht die einzigen Müllbeauftragten sein für das gesamte Stadtgebiet, das reicht von vorne bis hinten nicht“, so Hadenfeldt. Es sei zwar immer wieder mal ein Angebot eines Bürgers gekommen, „aber nichts Ernstzunehmendes“, beschreibt sie es. Allein für die Heisenbergstraße brauche sie pro Woche eine Dreiviertelstunde, und dann hätte sie noch gerne mehr Zeit für den Brahmsgarten. „Aber das geht momentan kaum“, berichtet sie noch von weiteren Initiativen, die Zeit in Anspruch nähmen.

„Jetzt wollen wir nachlegen“, hat sich Hadenfeldt überlegt. Ihre Idee: In ganz Schongau für jede Straße einen Straßenpaten zu finden, der dann verantwortlich ist. „Schongau ist keine Großstadt, da kommt man vielleicht noch weiter mit so einer Aktion.“ Ihr größter Wunsch wäre, dass jeder im wahrsten Sinne des Wortes vor seiner eigene Haustüre kehrt und noch ein klein wenig die Nachbarschaft mit im Blick hat, auch mal nach dem nächsten Häuserblock schaut. Bisher ist dies erst eine Idee, ein Konzept ist noch nicht erarbeitet, aber Bauhofchef Schneider habe bereits Unterstützung signalisiert. Und auch die stellvertretende Bürgermeisterin möchte Hadenfeldt sehr gerne wieder ansprechen. „Ich finde es gut, wenn sich Bürger einsetzen“, lobt Puzzovio das Team der Müllinitiative „Die Schongauer Erde atmet auf“ und hofft, dass sich Bürger melden.

Info: Wer selbst gerne seinen Teil zu einer sauberen Stadt beitragen möchte, kann sich bei Bauhofchef Guido Schneider melden unter der Nummer 08861/214-600.

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