Die Mitglieder der Schongauer Band „Yokio“ bei ihrem Auftritt im Rahmen der Schongauer Hexennacht am Marienplatz.
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Da haben sie noch gespielt: Die Mitglieder der Schongauer Band „Yokio“ bei ihrem Auftritt im Rahmen der Schongauer Hexennacht.

Wieder Aus für Musik-Event

Schongau: Kein Bungalou-Festival, aber viele Ideen

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Auch heuer wird es in Schongau kein Bungalou-Festival geben. Damit fällt das geplante Musikevent bereits zum dritten Mal flach. Das Team rund um die Band „Yokio“ will aber nicht aufgeben und startet 2022 definitiv einen neuen Anlauf. Ideen, auch vorher schon etwas auf die Beine zu stellen, gibt es genug.

Schongau – Was für ein Start in ein neues Festival. Erster Versuch: Die Jungs der Schongauer Band „Yokio“ wollen 2019 ihr erstes eigenes Festival gründen. 18 Künstler sollen im Herbst 2019 im Wellenfreibad Peiting auftreten, 1000 Besucher werden erwartet. Alles ist vorbereitet, allein das Wetter macht den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Das Festival wird sicherheitshalber kurzfristig abgesagt bzw. verschoben.

Den zweiten Anlauf machte die Pandemie zunichte

Zweiter Anlauf für Sommer 2020: Unter dem Motto „#Hauptsach’ wild“ sollen Anfang August in Schongau elf Bands spielen beim ersten „Bungalou“-Festival am Volksfestplatz. Die Musiker, die die Organisation des gesamten musikalischen Bereichs übernehmen, haben sich mit dem „Schongauer Sommer“-Chef Manfred Wodarczyk zusammengetan, Max Diegruber (Blaue Traube, ITEM-Events) ist ebenfalls an Bord. Diesmal reißt das Corona-Virus alle Pläne ein, das Festival wird ein zweites Mal abgesagt bzw. verschoben.

Dritter Anlauf: Im Sommer 2021 soll es nun stattfinden, eine Woche nach dem Schongauer Sommer, wie Wodarczyk noch im Februar berichtete. „Aber für uns war klar, dass wir bis dahin mit den Impfungen in Deutschland noch nicht so weit sind und dass wir unter diesen Umständen kein Festival machen können“, so Manuel Sachs. Daher habe man erst gar nicht mit einem neuen Verkauf von Karten begonnen. „Das ,Bungalou’-Festival 2021 wird leider erneut auf Grund von Covid-19 abgesagt“, melden die Veranstalter auf ihrer Website.

Aufgegeben wird nicht, im Gegenteil

Aufgeben werden sie aber nicht, macht Sachs klar, der mit Franz Mader, Dominik Vicario und Sebastian Lang jetzt wieder alles alleine organisieren will, „back to the roots“, sozusagen. „Wir haben viel Zuspruch bekommen von den Leuten während der drei Phasen der Ticketrückerstattung“, berichtet Sachs. Höchstens 40 Tickets seien zurückgegangen, zwischen 350 und 400 seien im Umlauf, die – natürlich – auch für das nächste erste Festival weitergelten. Die Gelder für eine mögliche Rückerstattung liegen sicher verwahrt auf einem Konto, damit alles richtig läuft, hat das Team einen Steuerberater herangezogen.

„Das ist eine feste Kapitalanlage für die Leute“, scherzt Sachs. Auch wenn dem Studenten derzeit gar nicht nach Scherzen zumute ist: In diesen Zeiten kann man ja nicht einmal zusammen Musik machen, die drei Schongauer Sachs, Mader und Lang sowie der Peitinger Vicario sitzen jeder für sich zuhause und studieren oder sind im Homeoffice.

Ideen gibt es viele, man schaut auch darauf, was andere Veranstalter machen

Dafür sprudeln die Ideen umso mehr. 2022, also beim vierten Anlauf, will man sich für die treuen Fans viel einfallen lassen. „Alle warten doch schon so lange auf ein Festival, dann jetzt also richtig“, umschreibt es Sachs. Vielleicht findet das Festival auch gar nicht in Schongau am Volksfestplatz statt, aber das ist noch alles nicht in trockenen Tüchern, Gespräche laufen. „Es ist ja auch eine Chance, die wir da bekommen“, sagt Franz Mader. Eben weil schon so viele Tickets im Umlauf seien, könne man dann besser planen.

Derzeit nur eine Idee: Für eine Konzertreihe auf Abstand Strandkörbe nach Schongau holen. Veranstalter testen dies bereits aus, unter anderem in Augsburg.

Vorstellen könne man sich aber auch eine kleine Konzertreihe, meint Sachs, vielleicht sogar noch in diesem Jahr, wenn die Infektionszahlen sich auf niedrigem Niveau einpendeln. Dabei hat man schon länger ein Auge darauf, wie es denn andere Veranstalter machen oder planen. „Vielleicht geht das auch bei uns so ähnlich wie in Augsburg beim Strandkorb-Open Air“, ob nun mit Strandkorb oder einem Liegestuhl, sammeln die Musiker schon viele Ideen.

Auch eine Form von „Picknick-Konzerten“ könnte in Schongau funktionieren – jeweils eine Familie oder eine Kleingruppe könnte zusammensitzen mit großem Abstand zur nächsten Picknick-Decke, natürlich alles mit gültigem Hygienekonzept. „Wir sollten nicht stehen bleiben und planen weiter“, so Mader. Was und wann auch immer dann möglich sein wird, steht natürlich in den Sternen. „Aber wir schauen uns um.“

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