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Mit 14 Kandidaten geht die ALS Schongau in die Kommunalwahl, auch die beiden Stadträte Nina Konstantin (2.v.li) und Gregor Schuppe (vorne links) sind wieder dabei. Siegfried Müller und Tobias Kalbitzer sind nicht mehr dabei.

Weiterer Kandidat für Schongau

Kommunalwahl 2020: Daniela Puzzovio will Bürgermeisterin werden

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Die ALS hat es spannend gemacht, nun ist es offiziell: Daniela Puzzovio tritt als Bürgermeister-Kandidatin an. Die 55-jährige Unternehmerin aus Schongauer führt auch die Liste der ALS an. Neun Frauen und fünf Männer im Alter zwischen 26 und 66 Jahren sind vertreten. Die Nominierung der Bürgermeister-Kandidatin wie auch der Stadtratskandidaten erfolgte nichtöffentlich.

Schongau Die ALS Schongau, die mit dem Zusatz „Bunte Liste für Schongau“ bei den Kommunalwahlen antritt, hat ihre Bürgermeister-Kandidatin vorgestellt: Im März 2020 will Daniela Puzzovio dem amtierenden Bürgermeister Falk Sluyterman und dem CSU-Bürgermeisterkandidaten Hans Rehbehn (parteifrei) Paroli bieten. Die 55-jährige Unternehmerin ist gebürtige Schongauerin und auch in der Lechstadt aufgewachsen. Nach dem Studium in München und ersten Tätigkeiten in Forschung und Marketing, wechselte sie 1999 nach New York. Sie absolvierte Weiterbildungen im Bereich Managementtraining, machte sich selbstständig und arbeitete als Trainerin bei internationalen Firmen. Anfang 2009 zog es die Schongauerin nach Deutschland zurück, über Stationen in Köln, Rosenheim, Bernried und Weilheim arbeitete sie sich langsam Richtung Heimat vor. Seit fünf Jahren wohnt sie wieder hier.

Die 55-Jährige ist vielseitig engagiert

Die 55-Jährige ist vielseitig engagiert, gründete etwa das „Forum Gesundes Unternehmen“. Erst kürzlich hatte sie sich „ein Herzensprojekt“ erfüllt mit der Broschüre „In Schongau“ – in wenigen Tagen erscheint das dritte Heft. Zusätzliches Standbein sind ihre Nachhilfeschulen, zwei in München, eine in Peiting.

Daniela Puzzovio kandidiert als Bürgermeisterin.

„Ich genieße es jeden Tag, wenn ich in der Löwenstraße aus der Haustüre trete“, so die Unternehmerin. Weil sie voller Ideen ist, die Stadt zu fördern und zu stärken, hat sie über „Schongau belebt“ bereits einige größere Projekte mit angeschoben, alle „nachhaltig“, wie sie meint. „Ich denke schon seit einem guten Jahr darüber nach, Bürgermeister-Kandidatin zu werden, das ist sicher nicht aus einer Bierlaune heraus entstanden“, lacht Puzzovio. Einer Partei beitreten wollte sie nicht, sei aber aktiv auf die Suche nach einem sicheren Hafen gegangen, den sie mit der ALS gefunden habe. „Es ist wunderbar stimmig.“

Nach Schreiber-Buhl ist Puzzovio in Schongau die zweite Frau, die als Bürgermeisterin kandidiert 

Puzzovio ist in Schongau die zweite Frau, die bei Kommunalwahlen das Amt der Bürgermeisterin anstrebt, 2002 war ALS-Gründungsmitglied Irmgard Schreiber-Buhl gegen Friedrich Zeller und Paul Huber angetreten. „Auch kandidiert mal wieder ein gebürtiger Schongauer, und es ist jemand nicht aus der Verwaltung, sondern aus dem Leben.“

Puzzovio möchte die Stadt attraktiver machen, für Schongauer, aber auch für Touristen. Auch der Wirtschaftsförderung hat sie sich verschrieben. Nicht zuletzt steht die Sicherung des Krankenhauses auf ihrer Agenda. „Deshalb kandidiere ich im Kreisrat für die Unabhängigen.“ Politische Erfahrung habe sie zwar keine, „aber mit einem guten Team und einer guten Kommunikation kann man viel erreichen“.

ALS-Vorsitzende Nina Konstantin stellte alle Kandidaten namentlich vor  

„Es passt prima“, kommentierte dies Stadtrat Gregor Schuppe, der wieder kandidiert. ALS-Vorsitzende Nina Konstantin hatte eingangs der Pressekonferenz alle Kandidaten namentlich vorgestellt. Siegfried Müller, seit 30 Jahren mit kurzer Unterbrechung Stadtrat, tritt nicht mehr an. Tobias Kalbitzer hatte seinen Rückzug schon vergangenes Jahr angekündigt. „Durch die Trennung von den Grünen sind einige nicht mehr dabei, aber wir sind eine schlagkräftige Truppe“, so Schuppe.

Für die ALS möchten folgende Schongauer in den Stadtrat:
Die 1. Daniela Puzzovio, 55, Unternehmerin; 2. Nina Konstantin, 48, med. Fachangestellte; 3. Gregor Schuppe, 45, Lehrer; 4. Maximilian Diegruber, 29, Unternehmer; 5. Carina Weihofen, 26, Realschullehrerin; 6. Heike Rüther, 49, Dipl. Sozialpädagogin (FH); 7. Konrad Knoll, 51, Architekt; 8. Renate Müller, 66, Familienfrau; 9. Irmgard Schreiber-Buhl, 65, Förderlehrerin; 10. Oliver Koch, 60, Dipl. Sozialarbeiter; 11. Andreas Ohr, 43, Maschinenbau-Ingenieur; 12. Carola Dempfle, 53, Jobbegleiterin für Geflüchtete; 13. Isabell Heller, 32, Berufseinstiegsbegleiterin; 14. Susanne Becker, 54, Krankenschwester; Ersatzkandidaten: Ursula Ritter, Lohnbuchhalterin; Ernst Buhl, Lehrer;


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