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Wieder knapper Sieg für Sluyterman

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Von: Elke Robert

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Falk Sluyterman verfolgte den Wahlabend mit Frau Cordula und Söhnen zuhause © Herold

Ganz so knapp wie vor sechs Jahren war es diesmal nicht, aber dennoch ein kleiner Wahlkrimi: Mit 136 Stimmen Vorsprung wurde Falk Sluyterman in eine zweite Amtsperiode gewählt. Der amtierende SPD-Bürgermeister von Schongau holte 51,3 Prozent, sein parteifreier Herausforderer Hans Rehbehn für die CSU 48,7 Prozent. Das ist mehr als nur ein Achtungserfolg.

Schongau – Diese Wahlen zu Corona-Zeiten sind an sich schon etwas Besonderes. Viele neue Regelungen mussten erdacht, noch viel mehr beachtet werden. In Schongau war das Rathaus am Stichwahlsonntag geschlossen. Während am Wahlsonntag vor zwei Wochen schon alle Wahlpartys ausgefallen waren, konnten im Rathaussaal zumindest noch alle Kandidaten zusammenkommen, um die Hochrechnungen zu verfolgen. Diesmal spielte sich alles im privaten Rahmen ab: Sowohl Falk Sluyterman (SPD) als auch Hans Rehbehn (CSU) verfolgen den Wahlabend zuhause vom Bildschirm aus – im Kreise der Familie.

Sechs Briefwahlbezirke in der Grundschule

Um Punkt 18 Uhr startete in der Grundschule Schongau das Auszählen der sechs Briefwahlbezirke. Die Wahlhelfer waren auf unterschiedliche Klassenzimmer verteilt – Sicherheit wurde überall großgeschrieben. Wahlleiterin Bettina Schade rechnete mit ersten Ergebnissen nicht vor 19 Uhr, eine Punktlandung. Sluyterman führte mit 51,4 Prozent nach dem ersten Briefwahlbezirk, Rehbehn kam auf 48,6 Prozent. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab, das vom Sofa aus nicht immer alle Wähler verfolgen konnten. Regelmäßig hieß es: „Die Antwort von Schongau.de hat zu lange gedauert.“ Dies ging übrigens auch den Kandidaten so.

Wahlbeteiligung von knapp 60 Prozent

Um 19.47 Uhr war alles ausgezählt, der neue und alte Bürgermeister für Schongau stand fest: 51,3 Prozent für den Amtsinhaber, Rehbehn erreichte 48,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag etwas höher als vor zwei Wochen, bei 59,5 Prozent (53,7 Prozent).

„Ich war mir alles andere als siegesgewiss“, so Sluyterman gestern Abend, er zeigte sich „dankbar, dass es wieder geklappt hat“ und zollte seinem Herausforderer Respekt, dass dieser ihm „so dicht auf den Fersen gefolgt“ sei. Wegen der Corona-Krise sei seine Freude aber auch verhalten, er hoffe, dass Schongau mit einigermaßen blauem Auge davonkomme.

Rehbehn: „Ich hätte gerne gewonnen“

„Total stolz“ über das Ergebnis war gestern die Reaktion Rehbehns, der aber auch nicht verhehlte: „Ich hätte gerne gewonnen.“ Nun freue er sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Stadtrat. Daniela Puzzovio, die am 15. März 14,1 Prozent geholt hatte, sah das Ergebnis dagegen kritisch: Es zeige eine deutliche Unzufriedenheit bei den Schongauern. „Da wird Sluyterman sicher herausfinden wollen, wie dies besser werden kann.“

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