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Informieren im Schongauer Krankenhaus über Lungenkrankheiten: (v.l.) Arzt Christian Sturm, Atmungstherapeutin Manuela Mußbach und Dr. Stefan Günther vom Gesundheitsamt.

Krankenhaus GmbH

Lungentag beschäftigt sich mit „dicker Luft“

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Um auf Atemwegs- und Lungenerkrankungen aufmerksam zu machen, nimmt das Schongauer Krankenhaus auch heuer wieder am bundesweiten „Lungentag“ teil.

Schongau – Da die Aktion bereits im vergangenen Jahr auf großes Interesse stieß, war für das Schongauer Krankenhaus klar, auch dieses Jahr wieder den Informationstag auszurichten.

Diesmal wird die Aktion sogar noch größer aufgezogen. Denn neben dem Krankenhaus sind auch das Gesundheitsamt und die AOK als großes Versicherungsunternehmen mit von der Partie. Außerdem wird es im Rahmen des Lungentages auch eine Industrieausstellung geben, bei der fünf Firmen ihre Produkte vorstellen.

Motto des Aktionstages ist heuer „Dicke Luft – Gefahr für die Lunge“. Das Thema bezieht sich zum einen auf die starke Schadstoffbelastung in vielen Innenstädten, allerdings auch auf verschmutzte Einatemluft beim Rauchen, sagt Christian Sturm, Pneumologe und Leiter des Lungenzentrums Pfaffenwinkel.

Ein Schwerpunkt liegt deshalb auf der sogenannten COPD-Krankheit. Sie ist eine typische Folge von Luftverschmutzung und auch als „Raucherlunge“ bekannt. Patient, Hausarzt und die Spezialisten des Lungenzentrums haben unterschiedliche Blickwinkel auf die Krankheit, die sie beim Lungentag schildern.

Rauchen gilt außerdem als Ursache für 23 Prozent aller Krebsfälle. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Stefan Günther, sieht eine seiner Hauptaufgaben darum in der Präventionsarbeit. Auch beim Lungentag informiert er auf die Schädlichkeit des Rauchens. Dabei richtet er den Fokus nicht nur auf gewöhnliche Zigaretten, sondern verstärkt auf E-Zigaretten. Dass auch diese der Gesundheit schaden, werde oft unterschätzt. „Die E-Zigarette ist nicht so harmlos, wie sie von der Tabakindustrie dargestellt wird“, sagt Dr. Günther.

Los geht der Lungentag im Schongauer Krankenhaus am morgigen Freitag, 21. September, um 14 Uhr mit der Begrüßung durch Christian Sturm. Er gibt eine Einführung ins Thema, an das sich eine lockere Gesprächs- und Diskussionsrunde mit den Besuchern anschließt. Drei weitere Vorträge sind für den Lungentag geplant. So spricht der Hausarzt Dr. Jiri Faltis um 15 Uhr über die Möglichkeit der häuslichen Beatmungstherapie. Außerdem informiert um 16 Uhr Olav Zimmermann vom Alpenland Pflegeheim über die außerklinische Intensivpflege. Zum Abschluss greift die Physiotherapeutin Conny Ritterwald das Thema des Tages um 17 Uhr noch auf praktischer Ebene auf und gibt Tipps für einen langen Atem, die vorgeführt und auch gleich selbst ausprobiert werden können.

Außerdem informiert Manuela Mußbach über ihre Tätigkeit als Atmungstherapeutin im Lungenzentrum, verschiedene Beatmungsmasken können ausprobiert werden.

Dass auch die Selbsthilfegruppe „COPD und Lunge“ mit von der Partie ist, freut die Organisatoren besonders. Schließlich seien diese Gruppen für die Bewältigung einer Krankheit insbesondere einer Lungenkrankheit von großer Wichtigkeit.

Weitere Informationen im Internet unter www. meinkrankenhaus2030.de

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