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Der geplante Bahn-Halt am Schongauer Krankenhaus würde eine Menge Geld kosten.

Bahnverkehr

Krankenhaus-Halt kostet 20 Millionen Euro

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Auf der Pfaffenwinkelbahn Weilheim-Schongau ist einiges in Bewegung, 2019 soll die Fahrt schneller gehen. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat auch die Prüfung für den gewünschten Halt am Schongauer Krankenhaus erledigt. Ergebnis: Er ist möglich, kostet aber inklusive aller notwendigen Maßnahmen 20 Millionen Euro.

Schongau – Vom Stadtrat über den Kreistag bis hin zu Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: Alle regionalen Politiker unterstützen den zusätzlichen Bahn-Halt am Schongauer Krankenhaus. Bisher war das größte Problem, dass die etwas mehr als ein Kilometer lange Strecke vom Schongauer Bahnhof zum Krankenhaus vom bayerischen Verkehrsministerium als Teil-Reaktivierung der nach Landsberg führenden Fuchstalbahn eingestuft worden war. Das ist laut Johann Niggl, Chef der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die im Auftrag des Freistaats den Schienennahverkehr plant, finanziert und kontrolliert, nicht mehr der Fall – weil die Reaktivierung der Fuchstalbahn keine Rolle mehr spiele: „Das ist kein Thema mehr. Die Strecke bis zum Krankenhaus gilt als Verlängerung der Pfaffenwinkelbahn“, sagte Niggl im Interview mit der Heimatzeitung.

Dieses Problem ist also gelöst, auch die Einpassung in den Fahrplan wäre mit der Beschleunigung der Pfaffenwinkelbahn kein Problem mehr. Bleibt die finanzielle Hürde – und die ist enorm. Nach Niggls Angaben rechnet die für den Ausbau zuständige Deutsche Bahn für den Halt mit Kosten von 20 Millionen Euro, wobei der Löwenanteil auf den nötigen Neubau des Schongauer Stellwerks entfallen würde (18 Millionen). Zusätzlich müsste die Strecke, auf der derzeit täglich nur einige Güterzüge der Augsburger Localbahn von und zur Papierfabrik fahren, hergerichtet werden. Außerdem wären beim Halt selbst, der in der Schräge liegt, bauliche Eingriffe und eine Wendemöglichkeit notwendig, so Niggl. Wie realistisch angesichts dieser Umstände ist die Umsetzung? „Man muss jetzt schauen, in welchem Förderprogramm man das unterbringen kann. Da liegt der Ball bei der Deutschen Bahn“, sagte Niggl.

Ein interessanter Nebenaspekt dürfte in der Schongauer Politik noch für Diskussionen sorgen. Denn in die Berechnungen der BEG, ob das Fahrgastpotenzial für den neuen Halt überhaupt ausreicht, wurde das in unmittelbarer Nähe geplante umstrittene Baugebiet Schongau-Nord einberechnet. „Damit würden wir sicher über die benötigte Marke von täglich 100 Ein- und Aussteigern kommen“, sagte Niggl.

Die Möglichkeit für durchgehende Züge von Schongau nach München und umgekehrt sieht Niggl dagegen eher gedämpft, zum einen wegen der fehlenden Elektrifizierung, zum anderen wegen unterschiedlicher Betreiber. Eine Option seien eher Hybrid-Züge, die zeitweise per Batterie-Antrieb fahren – da läuft derzeit eine Studie, die bald abgeschlossen sein wird. Das sei aber alles langfristig zu sehen, warnte Niggl vor zu hohen Erwartungen. 

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