Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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„Ärmel hoch gegen Blutkrebs“: Rund 30 Menschen ließen sich gestern typisieren.

Schongauer Krankenhaus

Krebsaktionstag: Prävention kann Leben retten

Für den Kampf gegen den Krebs ist das Krankenhaus Schongau gut aufgestellt. „Wir müssen uns nicht hinter den großen Zentren verstecken“, sagte Chefarzt Dr. Jochen Dresel beim gestrigen Krebsaktionstag mit Vorträgen und Typisierungsaktion zur Stammzellenspende.

Schongau – „Vor allem um zu zeigen, warum es uns als kleine Landkrankenhäuser braucht, haben wir eingeladen, und wir haben hier Top- Ärzte“, sagte GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann bei seiner Begrüßung am Sonntagvormittag. Denn das Thema „Krebs“ sei wichtig, sehr ernst, und für die Betroffenen dramatisch. Allein 2017 starben 300 Menschen im Landkreis an der tückischen Krankheit, über 600 Krebspatienten werden derzeit in Schongau behandelt. Landrätin Andrea Jochner-Weiß appellierte vor insgesamt rund 50 Besuchern, präventiv Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und so gut es gehe, auf die eigene Gesundheit zu achten.

Verena Spitzer von der Stiftung Aktion Knochenmark in Bayern (AKB) rief zur Typisierung für Stammzellenspenden auf. 1993 waren es weltweit 700 000 Menschen, die sich als Spender registrieren ließen. Heute sind es in ihrer Datei 310 000, allein in Bayern kamen im vergangenen Jahr 20 000 dazu. Vor kurzem wurde der 4000. Spender „vermittelt und gefeiert“, so Spitzer, die AKB, die heuer auf 25 Jahre ihres Bestehens zurückblicken kann, habe „22 Jahre für die ersten 3000 vermittelten Spenden gebraucht und nur drei Jahre für die nächsten Tausend“. Das liege daran, dass die potenziellen Spender immer jünger würden. Auch am Aktionstag ließen sich rund 30 Personen für die Typisierung zwei Röhrchen Blut abzapfen.

Über Krebserkrankungen in Darm und Lunge, Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen informierten Dr. Jochen Dresel und Christian Sturm. Wie es um die ambulante Versorgung steht, darüber gab Dr. Doris Fleckenstein Auskunft, und Dr. Hans-Christian Sänger informierte über das Verhalten im Notfall, praktische Tipps gab es dazu von Renate Schweiger vom BRK.

Patenschaft für ein Stoffäffchen übernahm Landrätin Jochner-Weiß beim Kinderprogramm des Krebsaktionstages. Nach dem „Röntgen“ und „Verarzten“ nahm sie gern stellvertretend die Gummibärchen für den Kuschelpatienten entgegen.

Wichtiges zur Ernährung bei Krebs und wie man dem damit einhergehenden Gewichtverlust begegnen kann, zeigte Referentin Nicole Retzer auf. Besonders wichtig sei für Krebspatienten jedoch die Bewegung. „Eineinhalb Stunden in der Woche wären optimal, wie sie sich das aufteilen, ist dabei egal.“ Dazu passte der Workshop „Onko-Walking“ vom Verein „blut e.V.“. „Dabei geht es nicht um eine völlig neue Sportart“, so Susanne Bogner. Der Unterschied besteht darin, dass die Patienten von speziell ausgebildeten Kursleitern betreut werden mit engem Kontakt zu den Ärzten in der Onkologie. Dadurch werde das Fatigue-Syndrom vermieden und therapiebedingte Beschwerden verbessert. Derzeit stehe man im Gespräch mit dem Krankenhaus Weilheim, dort soll bald das erste Onko-Walking im Landkreis angeboten werden.

Aber auch „für den Fall, wenn auch die beste Medizin nicht mehr hilft“, gab es Informationen von Dr. Peter Unterholzner zum Thema Palliativmedizin. Unter anderem riet er, bei einer Patientenverfügung nicht nur die Dinge zu benennen, die man ablehne, sondern auch jene, die man noch in Anspruch nehmen wolle.

Von Myrjam C. Trunk

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