+
Derzeit ist die Situation am Schongauer Schulzentrum unübersichtlich, Kreisel sowie Hol- und Bringzone sollen sie entzerren.

Diskussion im Bauausschuss

Kreisel am Schongauer Schulzentrum: Droht Staugefahr?

  • schließen

Die neue „Hol- und Bringzone“ und der Kreisverkehr am Schongauer Schulzentrum bleiben weiterhin Thema. Bei der Diskussion im Bauausschuss im Rahmen der Abwägungen für den Bebauungsplan wurde beispielsweise befürchtet, dass sich der Verkehr bis in den Kreisverkehr zurückstauen könnte.

Schongau – „In der gebotenen Kürze, aber notwendigen Tiefe“ (Bürgermeister Falk Sluyterman) sollte Stadtplaner Dietmar Hörner die Mitglieder des Bauausschusses zum Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Schulen und Kindertageseinrichtungen am Gartenweg“ führen – und hielt sich an die Vorgaben. In der zweiten Auslegung kamen nur noch wenige Anregungen oder Bedenken seitens der Behörden oder Träger öffentlicher Belange. Einwände nach sich zog insbesondere der Hinweis der Polizeiinspektion Schongau. Diese hatte darauf verwiesen, dass der Kreisverkehr so groß gestaltet werden solle, „dass er gleichzeitig eine Verlangsamung des Verkehrs vor den Schulen/Kindertagesstätten notwendig macht, aber auch der Schwerlastverkehr der Marktoberdorfer Straße noch durchfahren kann“. Die Polizei verweist außerdem darauf, dass die Parkplätze der Hol- und Bringzone so gestaltet werden, dass sich der Verkehr wegen eventueller Parkplatzsuche nicht bis in den Kreisverkehr staut.

An dieser Stelle hakte die ALS-Stadträtin Nina Konstantin ein. „Ich kann mir die Hol- und Bringzone nicht vorstellen und glaube auch, dass sich das zurückstaut.“Immer wieder ist diese Kiss- & Ride-Zone nun Thema geworden, vor allem die ALS-Fraktion stellt sich im Stadtrat dagegen, wünscht sich, dass weniger Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Die bauliche Ausführung ist mit rund 400 000 Euro angesetzt.

Hörner verwies darauf, dass man im Bebauungsplan diese Detailschärfe – Größenplanung Kreisverkehr – nicht darstellen könne, aber in der weiterführenden Planung des bereits beschlossenen Kreisverkehrs zu berücksichtigen sei. Auch Bürgermeister Falk Sluyterman betonte in Richtung ALS: „Die Forderung der PI Schongau kommt Ihnen ja zu pass.“

Auch Kornelia Funke (CSU) wurde erneut beruhigt: Ja, der Kreisverkehr sei groß genug. Funke hatte dies bereits in der ersten Sitzung zum Kreisverkehr hinterfragt – mit Blick auf notwendig gewordene Nachbesserungen wie etwa am Europakreisel. „Ich habe das bereits bei der Planung des Kreisverkehrs mit berücksichtigt“, versicherte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich. Ilona Böse (SPD) hakte nach, ob der Kreisverkehr denn überfahrbar ist – sie sei von der Feuerwehr angesprochen worden. Die Ampel sei in nächster Nähe, und dann komme gleich der Berg, verwies Dietrich darauf, dass an dieser Stelle ohnehin nicht so schnell gefahren werde. Und schob hinterher: „Sie alle haben die Planungen abgestimmt, es wird so gebaut, wie Sie es beschlossen haben.“ Der Bauausschuss fasste den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan einstimmig.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Altar wird zum Symbol für Jesus Christus
Der Abschluss der Renovierung des Welfenmünsters ist in Steingaden mit einem Festwochenende gefeiert worden. Den Höhepunkt bildete die Weihung des neuen Altars und Ambo, …
Altar wird zum Symbol für Jesus Christus
Eine Saison als Senn: Wie es dem Schwabbrucker Samuel Graf auf einer Schweizer Alm erging
Drei Monate lang hatte er einen 13-Stunden-Tag und ist um zehn Kilogramm abgemagert. Dennoch würde Samuel Graf am liebsten sofort wieder die Koffer packen und zurück auf …
Eine Saison als Senn: Wie es dem Schwabbrucker Samuel Graf auf einer Schweizer Alm erging
Bläserklasse der Apfeldorfer Grundschule: So beliebt ist das neue Angebot
Die Grundschule Apfeldorf-Kinsau hat jetzt eine eigene Bläserklasse. Und die erfreut sich gleich größter Beliebtheit: 24 Buben und Mädchen lernen dort nun ein …
Bläserklasse der Apfeldorfer Grundschule: So beliebt ist das neue Angebot
Asylbewerber kicken für den SV Herzogsägmühle: Wie Fußball Welten verbindet
Weit weg von ihrem Zuhause haben Flüchtlinge beim SV Herzogsägmühle eine sportliche Heimat gefunden. Ein Bericht über ein besonderes Integrations-Projekt, bei dem der …
Asylbewerber kicken für den SV Herzogsägmühle: Wie Fußball Welten verbindet

Kommentare