Nimmt nur teilweise seinen Hut: Claus Moritz

Nur kurze Pause

Lagerhaus und Moritz: Die Party geht weiter

Am 25. März dürfte an der Karmeliterstraße in Schongau kein Auge trocken bleiben: Claus Moritz verabschiedet sich aus seinem Lagerhaus. Doch der Wirt weiß die Kultkneipe für die Zukunft in guten Händen. Und das Moritz gibt er doch nicht auf.

Schongau – Den Nachtschwärmern in Schongau dürfte ein felsenschwerer Stein vom Herzen fallen: Nur eine Woche macht das „Lagerhaus“ dicht, danach wird in der dreistöckigen Kult-Kneipe samt angeschlossenem Restaurant weitergefeiert. Wirt Claus Moritz zieht sich bekanntlich aus privaten Gründen zurück. Über Monate hatte er nach einem geeigneten Nachfolger gesucht, jetzt ist er im eigenen Umfeld fündig geworden. Sein langjähriger Barkeeper Daniel Luchsbacher („Dan“) wird zusammen mit Elmedin Ljuskovic („Eddie“) das „Lagerhaus“ übernehmen.

Die Gaststätte ist für viele in Schongau und Umgebung die Trendkneipe schlechthin. Zu Urgroßmutters Zeiten war sie noch ein Pferdestall, in dem auch Fuhrwerke ihren Platz fanden. Später hatte ein Speditionsunternehmen seinen Sitz darin, 1989 wurde das „Lagerhaus“ schließlich zu einem Gastronomiebetrieb umgebaut. Die Besucher sind heute vor allem von dem Stilmix im Haus und seiner alten Bauweise begeistert, heißt es. Durch die einzelnen Bereiche mit Restaurant, Cocktailbar und Café sei für jeden etwas dabei. Mit angeschlossen ist bekanntlich auch ein nostalgisches Kino, das ein anspruchsvolles Programm. bietet

Claus Moritz, der in Landsberg zwei weitere Kneipen und in Schongau den Club „Moritz“ betreibt, ist seit 18 Jahren Chef im „Lagerhaus“ und gibt es nur schweren Herzens ab. Bevor er die Kultkneipe in neue Hände übergibt, will Moritz am Samstag, 25. März, mit seine Gästen noch einmal die „legendäre Lagerhausparty“ feiern. „Da werden bestimmt ein bisserl die Tränen fließen“, meint er. Dafür dürften auch unzählige Bilder aus den 18 Jahren sorgen, die der Wirt auf einer Leinwand zeigt.

Nach der Party ist das „Lagerhaus“ erst einmal geschlossen. Voraussichtlich am 1. April soll es aber schon wieder weitergehen. Die neuen Betreiber werden bis dahin „alles herrichten, streichen und ein paar Veränderungen vornehmen“, weiß der scheidende Chef. Ihr Konzept wollen „Dan“ und „Eddie“ demnächst selbst vorstellen.

Claus Moritz bleibt Schongau zum Glück aber auch erhalten. Denn anders als ursprünglich angekündigt, will er das „Moritz“ an der Lechuferstraße nun doch nicht abgeben, sondern weiterbetreiben. Der Club ist bekanntlich nur am Wochenende geöffnet. Mehr Zeit kann der Landsberger in Schongau nicht mehr investieren: „Ich muss mich um meine Familie kümmern“, sagt er.

Jörg von Rohland

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zug zerfetzt Papierlaster: 18 Verletzte in Schongau
Ein vollbesetzter Zug der Bayerischen Regiobahn hat am Dienstagnachmittag in Schongau bei der UPM-Werkseinfahrt einen Lkw gerammt. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt, …
Zug zerfetzt Papierlaster: 18 Verletzte in Schongau
Hoher Schaden bei Unfall mit Klein-Lkw
Hoher Sachschaden ist bei einem Unfall am Montag bei Rottenbuch entstanden - ein Klein-Lkw hat auf der B23 eine Spur der Verwüstung gezogen.
Hoher Schaden bei Unfall mit Klein-Lkw
Dem besonderen Bier auf der Spur
So etwas hat es in Peiting und der Region noch nicht gegeben: Vom 6. bis zum 8. Oktober steigt in der Marktgemeinde das erste Bierfestival. Der Fokus liegt dabei auf …
Dem besonderen Bier auf der Spur
Geschichte des Auerbergrennens
Eine Sonderausstellung über 50 Jahre Auerbergrennen & 50 Jahre Thurner RS Sportwagen ist derzeit im Auerbergmuseum zu sehen.
Geschichte des Auerbergrennens

Kommentare