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Verstehen sich als Anlaufstelle für werdende und frischgebackene Eltern: Marie Spale (l.) und Nicole Tebbe. Im Bild zeigen sie den in der dritten Auflage erschienenen „Baby-Wegweiser“, die „Willkommenstasche“ und die Babypuppe, die zur Ausstattung der „KoKi“-Stelle gehört. 

Landkreis Weilheim-Schongau

„KoKi“ hilft jungen Eltern

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Landkreis - Nicole Tebbe und Marie Spale von „KoKi“ haben im vergangenen Jahr rund 300 Familien beraten  – jetzt haben sie einen „Baby-Wegweiser“ veröffentlicht.

 Wer hilft mir mit meinem Schreibaby? Welche finanziellen Hilfen gibt es für mich als junge Mutter? Wo bekommen wir bei unseren Problemen in der Partnerschaft Unterstützung? Es gibt viele Fragen, die Mütter und Väter mit kleinen Kindern und werdende Eltern beschäftigen. Dass sie sich „nicht durchfragen“ müssen, sondern sich gut aufgehoben fühlen – das wollen Nicole Tebbe und Marie Spale von der Frühhilfestelle „KoKi“ am Landratsamt Weilheim-Schongau. Rund 300 Familien haben die beiden Frauen im vergangenen Jahr beraten. Jetzt präsentierten sie den neu erschienenen „Baby-Wegweiser“.

Seit 2010 gibt es die „KoKi“-Stelle am Landratsamt, die seit heuer ein Storch-Logo als Markenzeichen hat. Tebbe blickt auf die Anfänge zurück: „Keiner wusste, wie das läuft, ein Netzwerk zu schaffen.“ Inzwischen sei dies aber gut gelungen.

Die Vernetzung spiegelt sich in der Arbeit der beiden Frauen deutlich wider: Sie informieren die Ratsuchenden nicht nur selbst, sondern sie vermitteln ihnen auch „Frühe Hilfen“ (etwa Familienpaten als Unterstützung) oder verweisen an geeignete Ansprechpartner. „Wir beraten ganz vielseitig“, sagt Spale.

Selbst sehr individueller Fragen nehmen sich die Frauen an. So habe eine junge Mutter wissen wollen, wo sie sich wegen der Laktose-Intoleranz ihres Kindes beraten lassen kann, berichtet Tebbe – die „Koki“-Stelle machte sich auf die Suche nach geeigneten Ansprechpartnern.

Auch Lücken im Angebot für werdende Eltern und für Mütter und Väter mit Kleinkindern spüren Tebbe und Spale auf. Daher wurde zum Beispiel eine Gruppe für Frauen ins Leben gerufen, die von der Geburt ihres Kindes an alleinerziehend waren.

Zu den Koki“-Veranstaltungen, die das Angebot im Landkreis ergänzen, gehört auch jene unter dem Titel „Frag’ doch mal die Kinderkrankenschwester“ am Mittwoch, 20. Juli, ab 10 Uhr im Mütter- und Familienzentrum Weilheim. Das Treffen ist für Eltern und Großeltern mit Kindern bis sechs Jahren gedacht.

Junge Eltern besonders motiviert

Die Motivation, gute Eltern sein zu wollen, sei bei Schwangeren und bei Eltern mit Kindern bis zu zwei Jahren besonders groß, erklären Spale und Tebbe. Diese positive Haltung gelte es zu nutzen.

In der weiß-orangfarbenen „Willkommenstasche“, die Ratsuchende bei der „KoKi“-Stelle kostenlos erhalten, findet sich neben einem Ordner mit Ratschlägen sowie Babysöckchen und einem Lätzchen auch der aktualisierte „Baby-Wegweiser“. Die Broschüre listet zahlreiche Anlaufstellen auf – von Entbindungskliniken über Frühförderstellen bis zu Kinderbetreuungseinrichtungen. Der Wegweiser ist in einer Auflage von 3000 Stück erschienen und liegt auch an vielen Stellen im Landkreis aus, etwa in allen Gemeindeverwaltungen und bei Kinderärzten.

Kontakt zu „KoKi“:

Die „KoKi“-Stelle im Familienbüro des Landratsamtes Weilheim-Schongau (Pütrichstraße 10a, Rückgebäude) ist unter 0881/681 1392 und -1195 zu erreichen sowie per E-Mail unter Familienbuero@lra-wm.bayern.de. Die Beratung ist kostenfrei und vertraulich.

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