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Für den Landkreis Weilheim-Schongau gilt eine Warnung vor Unwetter der Stufe 2 bzw. 3.

Winter-Chaos im Landkreis Weilheim-Schongau

Wetter-Newsticker: Ab Dienstag wieder Schule - plötzlich starker Schneefall und Unwetterwarnungen

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  • Stephanie Uehlein
    Stephanie Uehlein
  • Andreas Baar
    Andreas Baar
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  • Kathrin Hauser
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  • Wolfgang Schörner

Auch den Landkreis Weilheim-Schongau hat die aktuelle Wetterlage seit dem Wochenende fest im Griff. Noch wurde kein Katastrophenalarm ausgerufen, doch die Lage verschärft sich zusehends. Alle Updates im News-Ticker.

  • Für das Wochenende sind weitere Schneefälle vorhergesagt, im Raum Schongau sollen bis Dienstag knapp 50 Zentimeter Neuschnee fallen.
  • Am Montag bleiben alle Schulen im Landkreis geschlossen.
  • Zahlreiche öffentliche Gebäude sind mittlerweile sicherheitshalber gesperrt.
  • Derzeit wurde noch kein Katastrophenalarm ausgerufen, die Lage verschärft sich aber zusehends.
  • In Penzberg musste nun das Wellenbad schließen, das „Plantsch“ in Schongau ist ebenfalls dicht.
  • Die Räumdienste geben ihr Bestes, um das Durchkommen auf den Straßen zu sichern
  • Am Montag sorgt ein Baum im Gleis zwischen Huglfing und Weilheim sowie sonstige „witterungsbedingte Einschränkungen“ für Chaos auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und München.
  • Am Nachmittag setzte wieder Schneefall ein.

Meldungen vom Montag, 14. Januar:

16.45 Uhr: Und plötzlich ist es wieder Winter im Raum Weilheim: Von einer Sekunde auf die andere setzte am Montagnachmittag in Weilheim und Umgebung starker Schneefall ein. Die Straßen sind wieder schneebedeckt. Für den Landkreis Weilheim-Schongau gilt eine Unwetterwarnung der Stufen 2 bzw. 3 (ab Oderding in Richtung Süden) wegen starken Schneefalls und Gewitters. Für den Bereich Wildsteig gilt sogar extreme Unwetterwarnung der Stufe 4 wegen extrem starkem Schneefalls.

15.34 Uhr: Die Bahn meldet, dass die Streckensperrung zwischen Weilheim und Huglfing wurde aufgehoben ist. Der Zugverkehr wird wieder aufgenommen. Allerdings kommt es witterungsbedingt weiter zu Beeinträchtigungen auf der Verbindung München-Weilheim-Garmisch-Partenkirchen. Die Züge verkehren im Stundentakt zwischen München und Garmisch-Partenkirchen. Die Taktverstärker zwischen Weilheim und Tutzing sowie zwischen Tutzing und Penzberg entfallen laut Bahn. Auch auf der Verbindung München-Kochel-München verkehren die Züge ohne Umsteigen. Die Einschränkungen dauern voraussichtlich noch bis Montag zum Betriebsschluss.

So schaut‘s im Raum Schongau aus

15.30 Uhr: In Schongau hat sich die Lage am Montag etwas entspannt. Bereits mittags konnte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich berichten, dass spätestens ab Dienstag alle städtischen Einrichtungen wieder freigegeben werden. Gesperrt waren die Aussegnungshalle im Stadtfriedhof, das Bootshaus am Lido und das Bad Plantsch an der Lechuferstraße. Ebenfalls wieder freigegeben sind Mittelschule und Grundschule Schongau sowie Kindergarten Regenbogen. Die Kindergartenkinder sind kurzfristig umgezogen vom Regenbogen in das Haus für Kinder. „Das war großartig organisiert“, lobte Dietrich. Das einzige Dach das abgeräumt werden musste, war die Grundschule. Bis Sonntagabend war die Schongauer Feuerwehr „mit ordentlicher Mannstärke und höchst professionell“ (Dietrich) im Einsatz. Problematisch waren in Schongau vor allem die älteren Dächer, aber insgesamt waren die Messungen im Stadtgebiet wohl nur an einer Stelle – der Grundschule – im kritischen Bereich von über 1,0 Kilonewton pro Quadratmeter. Auch die Stadtbücherei ist sicherheitstechnisch wieder freigegeben, jedoch kann sie erst am Donnerstag wieder öffnen. „So schnell bekomme ich die Mitarbeiter nicht, es arbeiten ja alle ehrenamtlich“, so Büchereileiterin Kornelia Funke. Am Donnerstag soll die Bücherei dann aber besonders gut besetzt sein. Weiterhin gesperrt bleibt das Eisstadion. „Der Schnee liegt stabil auf dem Dach und hat sich komplett mit Wasser vollgesaugt“, so Gerhard Siegl von der EA Schongau. 240 Kilo pro Quadratmeter hätte der Schneelastwächter gemessen. Publikumslauf findet unter der Woche nicht statt, die Mannschaften mit Eistrainingszeiten seien informiert. „Das Schlimmste wäre jetzt, wenn es wieder schneien würde“, so die einschätzung Siegls. Und was ist mit einer Dachräumung? Wegen der Lage sehr kompliziert. Man habe zwar überlegt, aber bisher noch keine Lösung gefunden. Die EAS will in jedem Fall auf ihrer Internetseite informieren, sobald das Eisstadion freigegeben werden kann. Nicht ganz so einfach wie geplant verläuft in Schongau die Räumung der Schneeberge, die Busse behindern und Straßen einengen. „Aber wir räumen nicht die komplette Altstadt, das geht nicht“, macht Abteilungsleiter Klaus Thien deutlich. Zwar ist der Unimog, der am Donnerstag kaputtgegangen ist, wieder repariert, jedoch können die nassen Schneemassen nicht verarbeitet werden. „Wir müssen warten, bis der Schnee trockener wird, der Schnee ist nicht wurffähig und pappt in der Fräse wie Beton“, so Thien. Ohne Schneefräse, dafür mit dem Radlader rücken Mitarbeiter des Bauhofes jetzt aus, um vorrangig Bus- und Wendeplätze zu räumen, Zug um Zug sollen dann die Parkplätze folgen. „Mit großem Gerät geht das nicht, wir haben keinen Platz zum Wenden, und vereinzelt stehen auch noch Autos dort.“ Insgesamt drei Maschinen waren dem Bauhof am Samstag ausgefallen – wegen Überlastung. „Wir sind sonst ganz ordentlich ausgestattet, und an absoluter Schneemenge hat es das schon öfter gegeben, aber nicht in so kurzer Zeit.“

15.27 Uhr: Aktuell überprüfen Mitarbeiter des Marktbauamts Peiting die Schneelast auf den Dächern der gesperrten Hallen in der Gemeinde. Nach aktuellem Stand werde die Schloßberghalle am morgigen Dienstag noch geschlossen bleiben, heißt es aus dem Marktbauamt. Auch das Eisstadion könne weiterhin nicht genutzt werden. Dort soll am Dienstagvormittag erneut die Schneelast auf dem Dach gemessen werden. Was die ebenfalls gesperrte Dreifachhalle angeht, teilt das Marktbauamt mit, dass man im Moment versuche, den Schnee vom Dach zu räumen.

14.56 Uhr: „Wir kriegen kein Hochwasser.“ Diese beruhigende Auskunft erhielten wir beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim. „Die Spitze ist durch“, sagte Dr. Tobias Lang von der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale am Vormittag mit Blick auf die Pegelstände zwischen Lech, Ammer und Loisach. Angesichts kühlerer Temperaturen erwarten die Fachleute auch kein Schmelzwasser in Flüssen und Bächen. Ein Vorteil hat das jetzige Tauwetter laut Lang: Nach dem trockenen Sommer wird endlich wieder das Grundwasser aufgefüllt.

13.15 Uhr: Das war es mit Schnee-frei: Ab dem morgigen Dienstag findet an allen Schulen im Landkreis Weilheim-Schongau der Unterricht wieder statt. Dies hat gerade das Landratsamt bekannt gegeben. Die Entscheidung traf die lokale Koordinierungsgruppe „Schulausfall“. Allerdings: Sollten Erziehungsberechtigte den Schulweg ihrer Kinder aufgrund der Wetterverhältnisse „als zu gefährlich, unzumutbar oder unmöglich“ einschätzen, stehe es ihnen frei, ihr Kind aus diesem Grund für den Schulbesuch am Dienstag zu entschuldigen. Die Schule müsse aber darüber informiert werden. „Im gesamten Landkreis haben sich die Grundvoraussetzungen geändert“, teilt Behördensprecher Hans Rehbehn als Begründung für die Entscheidung mit. Die absolute Schneedecke habe durch das Tauwetter um circa 20 Zentimeter abgenommen. Die Straßen und Gehwege seien weitgehend frei. Generelle Entwarnung gibt das Landratsamt jedoch nicht. Unabhängig von der Wiederaufnahme des Schulbetriebs, müssen Sachaufwandsträger und Gemeinden prüfen, ob die zulässige Schneelast auf den Dächern der Schulgebäude überschritten wird, heißt es.

11.52 Uhr: Das Eisstadion des TSV Peißenberg ist wieder geöffnet. Das meldet TSV-Präsident Stefan Rießenberger. „Die Halle ist uneingeschränkt nutzbar. Es gibt normalen Betrieb.“ Das Stadion war aus Sicherheitsgründen am Donnerstag geschlossen worden. Deshalb fielen das Heimspiel der Eishackler gegen Klostersee sowie ein Nachwuchsspiel aus. Auch die Peißenberger Ortsmeisterschaft der Stockschützen wurde abgesagt. Neue Termine werden derzeit laut Rießenberger gesucht.

11.30 Uhr: Während die Schneemassen am Montag zumindest im Raum Weilheim zunehmend schwinden, gibt es auf der Bahnstrecke in Richtung München weiter massive Probleme. Aktuell fahren die Züge zwischen Süden und München nur im Stundentakt, die sogenannten „Taktverstärker“ entfallen. Doch auch auf den stündlich fahrenden Verbindungen ist mit Verzögerungen zu rechnen.

Grund dafür ist abgesehen von „witterungsbedingten Einschränkungen“ ein Baum im Gleis zwischen Weilheim und Huglfing. Die Bahn meldet aktuell, dass die Strecke zwischen Weilheim und Huglfing weiter gesperrt ist. Grund ist der Baum, der im Gleis liegt. Die Züge aus Richtung München enden in Weilheim. Aus Richtung Garmisch-Partenkirchen fahren die Züge nur bis Huglfing. Zwischen Weilheim und Huglfing setzt die Bahn Busse ein - was zu einer Verlängerung der Reisezeit von etwa 60 Minuten führt. Der gesperrte Streckenabschnitt soll laut Bahn voraussichtlich gegen 16 Uhr wieder befahrbar sein.

Schnee-Newsticker: Montag schneefrei, „Plantsch“ ab Dienstag wieder geöffnet

Meldungen vom 13. Januar:

17.35 Uhr: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Peißenberg haben am Samstag im Schweiße ihres Angesichts geschuftet, um den Schnee von der Tiefstollenhalle zu schaufeln.

17.30 Uhr: Nach dem Schnee kommt der Sturm - es bläst gewaltig draußen, der Deutsche Wetterdienst hat eine Sturmwarnung herausgegeben. Bislang sind aber - abgesehen von einem Ast, der bei Bernbeuren auf die Straße gefallen ist, noch keine Schäden gemeldet worden.

17.10 Uhr:  Die täglichen Messungen der Schneelast auf dem Dach des „Plantsch“ in Schongau erlauben nach jetzigem Sachstand eine Wiederaufnahme des Betriebes am Dienstag. Zwar muss am Montagvormittag nochmals die Schneelast gemessen werden, danach dürfte aber allen Erwartungen nach die endgültige Freigabe durch das Stadtbauamt erfolgen, teilte das Unternehmen wird. Es wird derzeit aufgrund der Wettervorhersage erwartet, dass ein Abräumen des Hallendaches gerade noch einmal vermieden werden kann. 

16.47 Uhr: Schwerer Unfall auf glatter Straße: Am Sonntag gegen 0.18 Uhr befuhr ein 24-jähriger Penzberger mit seinem Auto die ST 2064 von Marnbach kommend in Richtung Magnetsried. Im Bereich der Zufahrt zum Schloss Hirschberg verlor der 24-Jährige aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei winterglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Im Anschluss touchierte er zunächst mehrere Bäume, bis er letztlich einen Baum frontal rammte. Sowohl der 24-Jährige Fahrer als auch sein 18-jähriger Beifahrer aus Penzberg hatten Riesenglück: Sie wurden nur leicht verletzt und mussten zur ambulanten Behandlung in das Unfallklinikum Murnau transportiert werden. Am Auto entstand allerdings Totalschaden. Die Polizei geht von einem Sachschaden von ungefähr 15 000 Euro aus.

14.20 Uhr: Ähnliches hat auch die Polizei in Schongau zu berichten:  Aufgrund des anhaltenden Schneefalls kam es im Bereich der Polizei Schongau immer wieder zu Verkehrsbehinderungen durch beengte Fahrbahnen. Zeitweise musste die B472 im Bereich Ingenried und Krottenhill gesperrt werden, damit die durch die Schneelast umstürzgefährdeten Bäume durch die Freiwillige Feuerwehr vom Schnee befreit werden konnten. Die Strecke zwischen Osterzell und Sachsenried ist weiterhin wegen der Gefahr einstürzender Bäume gesperrt. Des Weiteren ereigneten sich bei winterglatter Fahrbahnen mehrere Kleinunfälle (Spiegelstreifer im Begegnungsverkehr, Auffahrunfälle und Abkommen von der Fahrbahn), bei denen es glücklicherweise nur zu Blechschäden kam.

14.18 Uhr: In Folge der Schneefälle kam es im Bereich der Polizei Weilheim zu einigen leichten Unfällen. Laut Polizei waren es meist Fahrzeuge, die auf Parkplätzen beim Ein- oder Ausparken ineinander rutschten. Auch einige Lastwagen blieben wegen der rutschigen Fahrbahnen teilweise hängen oder kamen von der Fahrbahn ab. Die entstandenen Sachschäden blieben in den meisten Fällen unter 1000 Euro. Personenschaden entstand keiner

13.27 Uhr:  Die Situation hat sich im Landkreis Landsberg am Lech soweit verbessert, dass am Montag, 14. Januar, der Unterricht an den öffentlichen Schulen wieder planmäßig stattfinden kann. Entschieden hat dies am Sonntagmittag die lokale Koordinationsgruppe „Schulausfall“ nach einer Abstimmungsrunde.

12.05 Uhr: Mit zwölf Mann ist das Technische Hilfswerk Schongau am Sonntagmorgen ausgerückt. Ziel: die Gemeinde Aschau im Chiemgau. "Wir sind von der Katastrophenschutzbehörde in Rosenheim angefordert worden", berichtete der Schongauer THW-Chef Walter Frömmrich. Die Aufgabe: Schnee von den Dächern schaufeln - vor allem bei einsturzgefährdeten Häusern. Den Schongauer THWlern wurde ein Haus im Aschauer Ortsteil Innerwald zugewiesen. "Die Schneedecke auf dem Dach ist dort bis zu 1,80 Meter hoch", meldete Harald Wörnzhofer, einer zwölf Schongauer THW-Helfer vor Ort. Am Sonntagabend sind die Schongauer wieder zurückgekehrt. Wann der nächste Einsatz folgt, steht noch nicht fest.

11.39 Uhr:  Das Kanapee-Rennen am Schnaidberg bei Peiting, zu dem heute wieder Tausende Besucher erwartet werden, findet unter erschwerten Bedingungen statt. Das Problem sind vor allem die Parkplätze vor Ort, die es wegen der großen Schneemassen nur in begrenzter Zahl gibt. Die Peitinger Landjugend, die das Kult-Event organisiert, hat jetzt reagiert und einen Shuttle-Bus eingerichtet, der die Besucher von den Parkplätzen am V-Markt und Aldi zum Schnaidberg bringt. Er fährt ab 12.15 Uhr.

11.05 Uhr: Für die Peitinger Feuerwehr hat der Sonntag früh begonnen. Seit 8 Uhr sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, das Dach der Eishalle vom Schnee zu befreien. Am Freitag hatten die Feuerwehrler bereits das Dach der Schloßberghalle soweit möglich von der großen Schneelast befreit. Auch in Schongau ist die Wehr im Dauereinsatz, um den Schnee von den Dächern der städtischen Gebäude zu räumen. Durch die hohe Schneelast und den Wind sind zudem einige Bäume umgestürzt, um die sich die Einsatzkräfte ebenfalls kümmern mussten.

11 Uhr: Wer sein Dach von den Schneemassen befreien will, sollte äußerst vorsichtig sein. Wie die Polizeiinspektion Schongau berichtet, wollte am Samstagnachmittag ein 52-jähriger Peißenberger das Dach eines Wohnhauses in Hohenbrand von den Schneemassen befreien. Als er auf der Leiter in ca. 3 Metern  Höhe stand, rutschte diese zur Seite und der Mann stürzte zu Boden. Dabei zog er sich glücklicherweise nur leichte Prellungen an der Schulter und am Kopf zu. Er wurde vorsorglich in das Krankenhaus nach Schongau gebracht.


Meldungen vom 12. Januar:

16 Uhr: Der RVO teilt mit dass trotz der Entscheidung, am Montag den Unterricht ausfallen zu lassen, die Busse wie an Schultagen fahren werden.  Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: Krottenhill wird morgens nicht angefahren und die Linie 9604 Huglfing-Oberhausen-Peißenberg verkehrt nicht.

15.50 Uhr: Der Landkreis schickt noch eine Aktualisierung. Auch in folgenden privaten Schulen fällt am Montag sicherheitshalber der Unterricht aus: Alfons-Brandl-Schule Herzogsägmühle, Albrecht-Schnitter-Schule Herzogsägmühle, Don-Bosco-Förderschule Rottenbuch. Berufsfachschule für Kinderpflege Rottenbuch, Fachakademie für Sozialpädagogik Rottenbuch, Private Oberlandschulen Weilheim e.V., Private Montessorischule Penzberg, Private Montessorischule Peißenberg, Waldorfschule Weilheim in Huglfing.

14.10 Uhr: Hans Rehbehn, Sprecher des Landratsamtes, teilt mit, dass am Montag, 14. Januar, der Unterricht an allen Schulen im Landkreis ausfällt. Grund für die Entscheidung der lokalen Koordinierungsgruppe „Schulausfall“ seien die aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes, der zumindest für Teile des Landkreises eine Unwetterwarnung vor starken Schneefällen (bis zu 50 Zentimeter) ausgesprochen hat. 

10.30 Uhr: Seit einer Woche sorgt starker Schneefall für extreme Winterverhältnisse in Oberbayern. Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst rechnen mit einer neuen Unwetterfront am Wochenende. Dabei soll es in Weilheim vergleichsweise wenig schneien, für den Raum Schongau werden bis zu 50 Zentimeter Neuschnee prognostiziert.

Meldungen vom 11. Januar:

17.40 Uhr: Das Schulamt hat mitgeteilt, dass am Samstag entschieden werden soll, ob am Montag weiter der Unterricht ausfällt oder die Kinder und Jugendlichen wieder in Schule müssen. Wir informieren umgehend nach Bekanntgabe der Entscheidung hier im Ticker.

17.34 Uhr: Die Verkäuferin im Hagebaumarkt in Weilheim lacht laut, wenn man sie nach Schneeschaufeln fragt. In der kommenden Woche wird mit einer neuen Lieferung gerechnet.

16.20 Uhr: Die Langlauf-Liebhaber können sich freuen. Neben der Hetten-Ödelindeloipe auf der Nordseite des Hohen Peißenbergs und der Loipe von Hohenkasten nach Obersöchering ist nun eine dritte Langlaufstrecke rund um Weilheim gespurt. Wie Johann Vollmayr von der Weilheimer Sektion des Alpenvereins verkündete, sind zwischen Deutenhausen und Eberfing nun 15 Kilometer im klassischen Stil zu bewältigen. Alle Strecken wurden am Freitagnachmittag frisch präpariert. Vor Obersöchering musste dafür jedoch zunächst ein umgestürzter Baum von der Strecke entfernt werden.

16 Uhr: So etwas erlebt man auch nicht alle Tage: In seiner Verzweiflung warf sich am Donnerstag ein Hohenpeißenberger vor den Schneepflug und forderte, dass seine Einfahrt geräumt wird. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

15.45 Uhr:  „Rauf auf die Dächer“ hieß es heute unter anderem in Peißenberg und Hohenpeißenberg für die Verantwortlichen in den Gemeinden. Nachdem es am Donnerstag fast ohne Unterbrechung geschneit hat, mussten am Tag darauf gemessen werden, wie schwer der Schnee und das Eis auf den Dächern der öffentlichen Gebäude wiegt. Nach den Messungen fiel die Entscheidung, dass die Eishalle in Peißenberg auf jeden Fall bis Montagmorgen geschlossen bleibt, ebenso wie die Turnhalle der Grundschule St. Johann. Die Tiefstollenhalle soll geöffnet bleiben, aber nur, weil das Hallendach am Samstagmorgen von der Freiwilligen Feuerwehr und dem Bauhof von der Schneelast befreit werden soll. Derzeit besteht noch keine akute Einsturzgefahr, da sind sich die Experten sicher. Das könnte sich aber schnell ändern, wenn es zu regnen anfängt und sich der Schnee wie ein Schwamm vollsaugt und noch Einiges an Gewicht zulegt. Die Turnhalle der Grundschule in Hohenpeißenberg wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen.

15.20 Uhr: Vorsicht auf den Dächern! Die hohe Schneelast auf den Dächern hat, wie berichtet, bereits zur Schließung einiger Hallen im Landkreis geführt. Doch auch private Hausbesitzer sorgen sich um die hohe Dachlast. Sich selbst mit der Schneeschaufel bewaffnet auf das eigene Dach zu wagen, ist jedoch mit einem Risiko verbunden. Neben dem Abrutschen stellen zudem schneebedeckte Dachfenster oder Blitzableiter eine Gefahr dar. Walter Frömmrich, Ortsbeauftragter des THW in Schongau, rät daher, zunächst einen Statiker mit der Vermessung der Schneelast zu beauftragen. Anschließend sollen sich gegebenenfalls die Fachleute der Feuerwehr oder des THW mit dem entsprechenden Equipment und den nötigen Sicherheitsvorkehrungen ans Werk machen.

15 Uhr: Wie die Polizeiinspektion Weilheim am Freitag berichtet, ist es am Donnerstag trotz Schneechaos in ihrem Zuständigkeitsbereich nur zu einigen leichten Unfällen gekommen.  In den meisten Fällen krachte es durch rutschende Fahrzeuge auf Parkflächen beim Ein- oder Ausparken. Auch einige Lkw blieben wegen der rutschigen Fahrbahnen teilweise hängen oder kamen von der Fahrbahn ab. Die entstandenen Sachschäden blieben in den meisten Fällen unter 1000 Euro. Personenschaden entstand keiner.

14.55 Uhr: Aufgrund des schweren Schnees auf den Dächern bleiben die Aussegnungshalle am Schongauer Stadtfriedhof und das Bootshaus am Lido bis auf weiteres geschlossen. Das Schulamt des Landkreises entscheidet am Sonntag, ob die Schulen am Montag wieder öffnen können. Sicher ist, dass das Plantsch, die Bücherei am Münztor und der Kindergarten Regenbogen auch am Montag zu bleiben. Kinder, die eigentlich in den Kindergarten Regenbogen gehen, werden am Montag ersatzweise im „Haus für Kinder“ in der Marktoberdorfer Straße betreut. Ob die Einrichtungen am Dienstag wieder öffnen können, entscheidet das Stadtbauamt je nach Lage, erklärt dessen Leiter Sebastian Dietrich. Falls das Dach des Schwimmbads geräumt werden muss, bleibt das Plantsch noch mindestens ein bis zwei Tage länger gesperrt, da sich auf dem Hallendach eine Photovoltaikanlage befindet und sich das Räumen dort laut Plantschchef Andreas Kosian kompliziert gestaltet.

14.50 Uhr: Das Winterwetter hält weiterhin die Region in Atem, selbst wenn derzeit kaum Schnee fällt. Die Hauptstraßen sind weitgehend geräumt, auf den Nebenstraßen kann es allerdings teilweise immer noch gefährlich glatt sein. Vorsichtig fahren!


Meldungen vom 10. Januar:

Der Winter hat den Raum Schongau fest im Griff


So schön ist der Winter im Raum Weilheim


16.36 Uhr: Wer auf den Zug angewiesen ist, der sollte sich besser sputen: Ab ca. 20 Uhr wird die Bahnlinie  Peißenberg-Schongau bis zum Betriebsende gesperrt, teilt die Bayerische Regiobahn mit . Peißenberg bleibt jedoch anfahrbar. Laut DB Netz haben die Schneelasten dazu geführt, dass Bäume schief stehen. Sie drohen, aufs Gleis zu kippen. Ab 20 Uhr soll es einen Freischnitt geben. Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Stand jetzt ist für Freitag wieder planmäßiger Bahnverkehr vorgesehen.

16.09 Uhr: Neue Entwicklung in Peiting: Die Gemeinde hat sich jetzt doch entschlossen, Mehrzweckhalle und Eisstadion sofort zu sperren. Sie bleiben ebenso wie die Schloßberghalle bis Montag geschlossen.

16.07 Uhr: Ein Lastwagen ist zwischen Wessobrunn und Rott in den Graben gerutscht. Zuvor gab es bereits einige Polizeieinsätze wegen Lkws, die am Wessobrunner Berg Probleme hatten.

15.50 Uhr: Falls es mit dem Auto nicht mehr weitergeht...

15.46 Uhr: Nicht einschüchtern vom Schneefall lässt sich Angelika Niebler. Die Europaabgeordnete und Vorsitzende der Frauen-Union Bayern hat ihren heutigen Auftritt beim Neujahrsempfang der Peitinger CSU im Sparkassensaal gerade bestätigt. Los geht’s wie berichtet um 19 Uhr.

15.30 Uhr: Das Schneechaos hält weiter an und legt nun auch einige Busse in Weilheim und Umgebung lahm. Zwar ist es laut Ralf Kreutzer, RVO-Niederlassungsleiter in Weilheim, bislang nicht zu Ausfällen gekommen, doch an etlichen Stellen kämen Busse nicht mehr voran, weil sie im Stau stecken. Gerade an Anhöhen wie am Böbinger Berg oder Richtung Forst gebe es massive Probleme. Überhaupt sei der RVO gerade sehr eingebunden, weil die Bahnstrecken Garmisch-Partenkirchen-Mittenwald und Murnau-Oberammergau bis zum 15. Januar gesperrt seien.

15.23 Uhr: Rückschlag für Bahnfahrer: Wegen eines umgestürzten Baumes im Gleis ist der Streckenabschnitt Penzberg bis Bichl gesperrt worden. Die Züge aus Richtung Tutzing verkehren bis Penzberg und enden dort vorzeitig. Die Züge aus Richtung Kochel verkehren bis Bichl und enden ebenfalls vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr per Bus zwischen Penzberg und Bichl ist eingerichtet worden. Leider könne derzeit keine Prognose zur Dauer der Sperrung abgegeben werden, teilt die DB Regio mit.

15.20 Uhr: Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman dankt mit diesem Facebook-Post und einem Video den Mitarbeitern des Winterdienstes.

15.09 Uhr: Eine Nachricht für all unsere Abonnenten, die heute keine Zeitung bekommen haben. Es tut uns schrecklich leid, unsere Zusteller unternehmen alles Menschenmögliche, um die Zeitungen zuzustellen. Falls Sie dennoch keine Heimatzeitung im Briefkasten hatten - unter diesem Link finden sie ein kostenloses ePaper.

14.36 Uhr: In Peiting hat die Gemeinde jetzt auch die erste Halle geschlossen. Wegen der großen Schneelast ist die Schloßberghalle bis auf weiteres gesperrt. Problematisch ist auch die Situation an der Mehrzweckhalle. Dort muss das Dach geräumt werden, um den Betrieb über das Wochenende gewährleisten zu können. Kein Handlungsbedarf besteht aktuell am Eisstadion und an den Schulen.

14.35 Uhr: Die Müllentsorger von der EVA sind auch an der Belastungsgrenze. Das Unternehmen teilt mit: „Wie alle anderen Verkehrsteilnehmer leidet auch die Müllabfuhr unter den extremen winterlichen Straßenverhältnissen. Die Entleerung der Mülltonnen oder die Abholung der Gelben Säcke ist teilweise nicht mehr möglich. Einige Straßen sind durch die Schneeberge stellenweise so eng, dass sie für die LKW nicht befahrbar sind. An viele Mülltonnen kommt man wegen der Schneehäufen gar nicht heran und Gelbe Säcke sind vom Schnee bedeckt und vergraben. Es ist den Müllwerkern nicht möglich, die Tonnen zu tragen oder über den Schnee zu heben. Genauso wenig können die Säcke ausgegraben werden. Wir empfehlen, je nach Situation vor Ort Gelbe Säcke nicht bereit zu stellen, sondern sie bis zum nächsten Abholtermin aufzubewahren oder an den Wertstoffhöfen anzuliefern. Die Abfuhrfirma versucht ihr Möglichstes, um die Mülltonnen leeren zu können. Wir empfehlen, die Mülltonnen erstmal draußen zugänglich stehen zu lassen, damit sie im Lauf der Woche nachgefahren werden können. Die Abfuhrfirma wird auch am Samstag noch nachfahren. Wo das nicht möglich ist bzw. wo nicht mehr nachgefahren werden kann, können beim nächsten Abfuhrtermin kostenlose Säcke dazugestellt werden, die dann mitgenommen werden.“

14.32 Uhr: „Ich bin verantwortlich und ich gehe kein Risiko ein“, sagt der Vorsitzende des TSV Peißenberg, Stefan Rießenberger, kurz nachdem die Entscheidung gefallen war, die Peißenberger Eishalle bis zum morgigen Freitag zu schließen. Ein Fachmann hatte die Schneehöhe und das Gewicht gemessen: Die Schneelast beträgt 100 Kilo pro Quadratmeter, dazu kommt noch das Gewicht der Photovoltaikanlage auf dem Dach. Derzeit wird beratschlagt, ob die Verantwortlichen des TSV das Hallendach von den Schneemassen befreien müssen, weil es ja noch weiterschneit und zudem die Last noch größer wird, wenn das vorhergesagte Tauwetter einsetzt oder es sogar zu regnen anfängt. Die Tendenz geht Richtung Hallendach-Räumen, weil die Verantwortlichen wollen, dass der Spielbetrieb stattfinden kann.

14.15 Uhr: Ein Hoffnungsstreif am Horizont für alle Bahnfahrer:  Die Sperrung der Gleise 1 und 2 im Bahnhof Starnberg wurde aufgehoben und der Zugverkehr zwischen München und Tutzing wieder aufgenommen. Weiterhin muss aber mit erheblichen Folgeverzögerungen auf der Strecke München - Weilheim Garmisch-Partenkirchen gerechnet werden.

Auch der Zugverkehr zwischen Tutzing und Seeshaupt läuft wieder. Die Züge in und aus Richtung Kochel beginnen und enden allerdings weiterhin in Tutzing. Fahrgäste aus Richtung München und Garmisch-Partenkirchen werden gebeten, in Tutzing umzusteigen.

14.12 Uhr: Die Polizeiinspektion Schongau berichtet: Seit Mittwochvormittag bis Donnerstag 9 Uhr ereigneten sich im Dienstbereich der PI Schongau 13 Verkehrsunfälle, welche auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen sind. Verletzt wurde niemand. Heute Morgen um 5.05 Uhr wollte ein 33-jähriger Kaufbeurer mit seinem LKW in Peiting von der B472 zur B23 abfahren. In der Abfahrt kam er bei starkem Schneefall mit dem LKW ins Rutschen, überfuhr eine Verkehrsinsel und kam schließlich in der Böschung zu Stehen. Aufgrund der Bergungsmaßnahmen musste die Abfahrt für ca. 2 Stunden gesperrt werden.

14.05 Uhr: Chaos herrscht auch immer wieder auf der Umfahrung von Hohenpeißenberg. Regelmäßig bleiben Lastwagen am Hohen Peißenberg hängen. Die Hohenpeißenberger Feuerwehr hatte bis zum frühen Nachmittag bereits fünf Einsätze, um querstehende Lastwagen den Berg hinauf zu schleppen.

14 Uhr: Zahlreiche Leser sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns Fotos geschickt, wie es bei ihnen in Sachen Schnee aussieht.

Das sind die schönsten Schnee-Bilder unserer Leser im Landkreis Weilheim-Schongau

13.55 Uhr: Die Peißenberger Eishalle ist vorerst bis 18 Uhr geschlossen. Das Training für den Nachwuchs wurde abgesagt. TSV-Vorsitzender Stefan Rießenberger sagt, es sei zu gefährlich, die Kinder zum Training zu bringen. Der Verein könne keine sichere Zufahrt auf das Gelände gewährleisten. Gegen 13.45 Uhr steigen Vereinsmitglieder aufs Dach der Halle, um zu kontrollieren, ob der Schnee dort zu hoch liegt und zu schwer ist. Dann wird entschieden, ob das Stadion für längere Zeit geschlossen werden muss. Am Wochenende wäre voller Betrieb in der Eishalle. Das Eisstadion Schongau ist ebenfalls geschlossen. Hier ist die Schneelast auf dem Dach zu groß.

13.30 Uhr: An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an all die Schneepflugfahrer, Hausmeister und all jene, die derzeit ihr menschenmöglichstes tun, damit das öffentliche Leben und der Verkehr im Landkreis nicht komplett zum Erliegen kommt. Ihr seid Helden! Wir haben einen Schneepflugfahrer bei seiner Arbeit begleitet. Die Reportage unserer Kollegin Elena Siegl lesen Sie hier.

13.24 Uhr: Bei der RVO sind heute alle Schulbusse ans Ziel gekommen, teilt Ralf Kreutzer, Niederlassungsleiter von Weilheim, mit. Zumindest im Raum Weilheim. In Garmisch-Partenkirchen oder Bad Tölz sehe die Lage anders aus. "Da ist zum Teil nicht geräumt worden. In solchen Fällen drehen unsere Fahrer wieder um" sagt er weiter. Manche seien mit ihren Bussen ob der Schneemassen gar nicht erst vom Hof gekommen. Wenngleich alle Schulbusse ans Ziel gekommen sind - auch im Weilheimer Raum hat es Probleme gegeben. "Den Fahrplan konnten wir natürlich nicht einhalten. Es gibt einfach zu viele Behinderungen auf der Straße", sagt Kreutzer. Etwa liegen gebliebene Lkw, zu enge Straßen oder langsame Autofahrer. Auch am Böbinger Berg und in dem Dorf Krottenhill in der Gemeinde Ingenried sei man an Grenzen gestoßen. Schneeketten mussten allerdings nicht zum Einsatz kommen. Dennoch sagt er: "Zum Glück muss morgen nicht gefahren werden". Am Freitag fällt nicht nur im Altlandkreis Schongau, sondern im gesamten Landkreis Weilheim-Schongau der Unterricht aus.

13 Uhr: Gerade wird gemeldet: Das „Plantsch“ in Schongau wird sicherheitshalber geschlossen. Die Dachlast durch den Schnee ist einfach zu hoch.

12.55 Uhr: Laut Andreas Lenker, Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt für den Landkreis Weilheim-Schongau, musste die Staatsstraße 2014 zwischen Sachsenried und Osterzell gesperrt werden, weil die Bäume unter der Last zu kippen drohen. Die Straße, die mitten durch den Sachsenrieder Forst führt, wird geräumt, damit Rettungswagen etc. durchkommen, aber es sollen eben so wenige Fahrzeuge wie möglich durchfahren, damit die Gefahr so gering wie möglich gehalten wird.

12.50 Uhr: Aufgrund eines Notarzteinsatzes am Gleis ist derzeit der Bahnhof Starnberg gesperrt. Die S-Bahnen der Linie S 6 aus Richtung München verkehren bis Pasing/Gauting und enden dort vorzeitig. Zwischen Pasing und Gauting wird ein 60-Minuten-Takt eingeführt. Wegen des Schneefalls ist weiterhin kein Zugverkehr zwischen Tutzing und Seeshaupt möglich. Die Züge aus Richtung Kochel verkehren bis Seeshaupt und enden dort vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus ist zwischen Tutzing und Seeshaupt eingerichtet worden. Die Störungsbeseitigung dauert voraussichtlich noch einige Stunden an.

12.12 Uhr: An den Oberlandschulen in Weilheim sind heute in den Klassen zum Teil nur drei von 15 Schülern anwesend. Schulleiterin Ingeborg Krabler sagt, dass von insgesamt 220 Schülern nur knapp die Hälfte zum Unterricht kam. Es wurden Klassen zusammengelegt, und das Unterrichtsende wurde an der Ganztagsschule auf 12.15 Uhr vorverlegt. Am morgigen Freitag entfällt auch an den Oberlandschulen der Unterricht.

12 Uhr: In Hohenpeißenberg herrscht Ausnahmezustand: „Es ist eine Katastrophe“, sagt Bürgermeister Thomas Dorsch: „Wir sind am Limit.“ Die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs sind rund um die Uhr beschäftigt, dennoch liegt inzwischen so viel Schnee, dass sie den Massen nicht mehr Herr werden. Der Schnee kann auf den Gehwegen mangels Platz nicht zur Seite geschoben, sondern muss aufgeladen und irgendwo auf eine freie Fläche gekippt werden. Die Gemeinde hat eine Mitteilung herausgegeben, dass die Bürger auf ihre Dächer achten sollen, weil insbesondere Flachdächer inzwischen so mit Schnee bedeckt sind, dass die Last zu groß werden könnte. Manche Dächer müssen freigemacht werden, vor allem weil der Schnee zu Beginn matschig und schwer war. „Es ist eine extreme Situation“, sagt der Bürgermeister, dennoch werde ständig weiter geräumt. „Wir geben nicht auf.“

11.50 Uhr: Lastwagen haben es bei den Schneeverhältnissen besonders schwer. So sind zum Beispiel auf der ST 2038 bei Obersöchering gerade zwei Lkws liegengeblieben. Die Polizei ist vor Ort.

11.50 Uhr: Der andauernde Schneefall sei zwar für Weilheimer Verhältnisse ungewöhnlich, sagt der Vorstand der Stadtwerke Weilheim, Peter Müller. Doch für seine etwa 30 Mitarbeiter, die aktuell mit 17 Fahrzeugen oder im sogenannten Fußtrupp in der Kreisstadt gegen die Schneemassen kämpfen, seien diese "kein Grund zur Panik" und könnten bewältigt werden. Die erste Schicht ist heute seit 3 Uhr unterwegs. Ein Teil der Touren im Zuständigkeitsbereich wurde seitdem viermal gefahren. Ab 12 Uhr ist dann die zweite Schicht mit etwas geringerer Besetzung an der Reihe.

11.40 Uhr: Der Böbinger Berg soll nach einem Unfall gesperrt sein. Wir fragen nach und berichten, sobald wir genaueres wissen. Generell ist zu beobachten, dass wirklich nur diejenigen heute mit dem Auto unterwegs sind, die unbedingt müssen. Es ist deutlich weniger los auf den Straßen als an normalen Tagen.

11.40 Uhr: Es war wohl nicht die beste Idee, am Donnerstag nicht gleich alle Schulen zu schließen. Ein paar Zahlen aus Penzberg: Auswärtige Schüler hatten es am Donnerstag schwer, in die Schule nach Penzberg zu kommen. Das Penzberger Gymnasium meldete, dass schätzungsweise die Hälfte der rund 940 Schüler fehlen würden. Bei der Realschule sind es etwa 170 von über 500 Schülern. Und bei der Mittelschule sind es "grob geschätzt" 60 bis 70 von insgesamt rund 300 Schülern. Probleme bereitete, dass Züge und Busse gar nicht oder mit sehr großer Verspätung fuhren.

11.04 Uhr: Das Schneechaos legt auch das Amtsgericht in Weilheim lahm. Wie mitgeteilt wurde, hat man den kompletten, für heute geplanten Sitzungstag aufgehoben und auf den 21. Februar verschoben. 

11.02 Uhr: Die Polizeiinspektion Penzberg meldet gerade, dass es zwischen Mittwoch, 7 Uhr, und Donnerstag, 7 Uhr, in ihrem Zuständigkeitsbereich zu insgesamt sieben Verkehrsunfällen kam, die auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen sind. Es kam dabei in allen Fällen lediglich zu Sachschäden, verletzt wurde niemand. Der dabei entstandene Gesamtsachschaden an allen betroffenen Fahrzeugen wird auf insgesamt 25 000 Euro geschätzt.

11 Uhr: Gebäude des Landkreises - sie werden auch sonst laufend geprüft - werden laut Angaben von Landratsamt-Pressesprecher Hans Rehbehn aktuell von der Liegenschaftsverwaltung des Landkreises zusammen mit einem Statiker begutachtet. Schwerpunkt ist der Bereich SOG, wo besonders viel Schnee liegt. Bislang besteht aber noch kein akuter Handlungsbedarf.

11 Uhr: Die Schneemassen machen zunehmend auch der Deutschen Bahn zu schaffen. Gerade auf der Strecke München - Weilheim - Garmisch-Partenkirchen gibt es erhebliche Probleme. Zwischenzeitlich fielen die Regionalzüge zwischen München und Tutzing aus. Münchner Fahrgästen wurde empfohlen, auf die S6 auszuweichen, wenn sie nach Tutzing fahren wollen. Inzwischen ist der Regionalverkehr wieder aufgenommen worden. Nach wie vor ist jedoch mit starken Verzögerungen zu rechnen. Die Züge aus Richtung Garmisch-Partenkirchen enden und beginnen in Tutzing.

10.54 Uhr: Die Stadt Penzberg teilt mit:  Aufgrund der Schneemassen und der damit zusammenhängenden Straßenverhältnisse, kann heute, Donnerstag, 10. Januar, im Bezirk 4 keine Müllabfuhr erfolgen. Die Bürger werden gebeten die Mülltonnen erneut rauszustellen, sobald die Straßen wieder für Müllfahrzeuge befahrbar sind. Sollte der Schneefall weiter anhalten wird, aller Voraussicht nach, auch morgen die Abholung im Bezirk 5 nicht möglich sein.

10.45 Uhr: Das ging schnell. Das Landratsamt hat gerade mitgeteilt, dass morgen der Unterricht an allen öffentlichen Schulen des Landkreises ausfällt. Das wurde laut Pressesprecher Hans Rehbehn bereits jetzt entschieden, damit die Schüler, die heute noch zum Unterricht erschienen sind, zeitnah in den Schulen informiert werden können. 

10.20 Uhr: Aufgrund der derzeitigen Schneesituation ist die Pfarrkirche Christkönig in Penzberg bis auf weiteres geschlossen. Der Gottesdienst am Freitag, 11. Januar, entfällt. Die weiteren Gottesdienste am Samstag, 12. Januar, um 18 Uhr und am Sonntag, 13. Januar, um 10.30 Uhr finden in der Kirche U.L.F. v. Wladimir in Steigenberg, Pater-Sabino-Weg, statt. Der 9 Uhr-Gottesdienst entfällt. Ebenfalls, und zwar zunächst bis einschließlich Mittwoch, 16. Januar, bleibt auch das Pfarrzentrum „Christkönig“ mit dem Barbarasaal geschlossen. „Alle dort geplanten Veranstaltungen müssen leider aufgrund der Schneeverhältnisse entfallen. Darunter auch das für Freitag geplante Mitarbeiter Treffen der Pfarrei Christkönig. Auch das Mitarbeiter-Treffen der Pfarrei am Samstag im Pfarrzentrum U.L.F. in Steigenberg entfällt“, teilt Markus Crhak im Auftrag der Katholischen Kirchenstiftungen mit. 

10 Uhr: Es schneit seit gestern Abend unaufhörlich, die Schneehöhen nehmen in einigen Teilen des Landkreises besorgniserregende Ausmaße an. Während im Altlandkreis Schongau sowie in Forst heute der Unterricht ausfällt, soll der Unterricht im Raum Weilheim und dem Raum Penzberg eigentlich ganz normal laufen. Es zeigt sich aber, dass auch hier zahlreiche Kinder nicht zum Unterricht erschienen sind, weil sie gar nicht rechtzeitig zur Schule kommen konnten. Heute gegen 13 Uhr soll entschieden werden, ob und gegebenenfalls wo morgen der Unterricht ausfällt.

Meldungen vom 9. Januar:

15.45 Uhr:

Das Landratsamt hat entschieden:Am morgigen Donnerstag, 10. Januar, fällt im Altlandkreis Schongau wegen des anhaltenden Schneefalls die Schule aus. Betroffen sind auch die Schulen in Hohenpeißenberg, Forst und Wessobrunn. Im Altlandkreis Weilheim findet dagegen normal Unterricht statt.

Zwei Stunden lang hatten Vertreter von Kreisbehörde, Schulamt, Katastrophenschutz und Schulen ab 13 Uhr im Weilheimer Schulamt zusammengessen. Die Entscheidung wurde auf Grund „der aktuellen Wetterlage und der Prognose von Mittwoch auf Donnerstag“ getroffen, heißt es.

Folgende Schulen haben am Donnerstag unterrichtsfrei: Grundschule Altenstadt, Grundschule Bernbeuren, Grundschule Böbing, Grundschule Burggen, Grundschule Hohenfurch, Grundschule Hohenpeißenberg, Alfons-Peter Grundschule Peiting, Joseph-Friedrich-Lentner-Grundschule Peiting, Grundschule Rottenbuch, Staufer-Grundschule Schongau, Grundschule Schwabsoien, Grundschule Steingaden, Grundschule Wessobrunn in Forst, Ambrosius-Mößmer-Grundschule Wildsteig, Mittelschule Peiting, Mittelschule Schongau, Mittelschule Steingaden , Staatliche Berufsschulen Schongau, Welfen-Gymnasium Schongau, Pfaffenwinkel-Realschule Schongau, Sonderpädagogisches Förderzentrum Altenstadt (inklusive Hohenfurch), Alfons-Brandl-Schule Herzogsägmühle, Albrecht-Schnitter-Schule Herzogsägmühle, Don-Bosco-Förderschule Rottenbuch, Berufsfachschule für Kinderpflege Rottenbuch und Fachakademie für Sozialpädagogik Rottenbuch.

15.30 Uhr: Der starke Schneefall macht sich auch in den Verkaufsregalen der örtlichen Händler bemerkbar. Seit Anfang der Woche ist der Ansturm auf Schneeschaufel und Co. regelrecht explodiert. „Wir waren am Montagabend komplett ausverkauft“, heißt es aus dem Obi-Markt in Schongau. Noch heute soll eine neue Lieferung an Schneeschaufeln Nachschub liefern. Gleiches Bild auch im Schongauer V-Markt. Man bekomme jeden Tag Ware, doch die reiche nicht aus, um die Nachfrage zu stillen, teilt die Marktleitung auf Nachfrage mit. Wer einen bestimmten Typ Schneeschaufel kaufen will, muss zudem Glück haben. Denn weil die Lieferanten nicht hinterherkommen, klaffen trotz Nachlieferungen viele Lücken im Sortiment.

14.47 Uhr: Das Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten gibt aktuell eine Warnung für den Altlandkreis Schongau heraus. Die Wälder im dortigen Amtsbereich sollen wegen Schneebruchs bis auf Weiteres nicht betreten werden, teilte der zuständige Schongauer Forstdirektor Martin Kainz der Heimatzeitung mit. Die Situation sei viel zu gefährlich, warnt er. „Die Lage spitzt sich weiter zu.“ Der Fachmann empfiehlt deshalb dringend auch Waldbesitzern und Förstern, die Wälder zu meiden. Das Problem ist der nasse Schnee, der Bäume umstürzen lässt. Betroffen ist vor allem die Gegend westlich des Lechs, wie der Sachsenrieder Forst. Aber auch in Schongau und Peiting sei die Situation angespannt. Das Forstamt rechnet mit viel Schneebruch, allerdings ist der Schaden noch nicht abzuschätzen. Kainz: „Es hat sicherlich etliche 1000 Bäume getroffen.“

14.35 Uhr: Gute Nachrichten von der B 2: Das seit Montagabend gesperrte Teilstück zwischen Traubing und Pähl wird nach aktuellem Stand gegen 16 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Derzeit ist der Winterdienst bereits dabei, das rund neun Kilometer lange Teilstück zu räumen, hieß es beim Staatlichen Bauamt Weilheim.

13.42 Uhr: Beim RVO läuft der Busverkehr trotz Schneefalls normal. „Wir haben überhaupt keine Probleme im Landkreis“, sagt der Weilheimer Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer um 13.26 Uhr der Heimatzeitung. Das betrifft bislang auch den Schülerverkehr. 102 eigene Fahrzeuge hat der RVO im Einsatz, außerdem fahren 50 Subunternehmer an diesem Tag. Die ersten Touren begannen gegen 4.30 Uhr mit dem Roche-Werksverkehr, gegen 5 Uhr rollten die ersten Linienfahrten an. Allerdings gibt es vereinzelt Verspätungen. „Wegen langsamfahrender Autos“, macht Kreutzer klar. 

Die Busse selbst sind erst im Oktober mit neuen Winterreifen ausgerüstet worden, außerdem hat jedes Fahrzeug Schneeketten an Bord. Derzeit gibt es laut Kreutzer keine Notwendigkeit, den Busverkehr wegen der winterlichen Verhältnisse einzustellen. Die Entscheidung trifft aber nicht er, sondern das eingerichtete Lagezentrum im Landratsamt. Probleme hat der RVO weiter massiv im südlichen Landkreis Bad t Tölz-Wolfratshausen und in Mittenwald rüber nach Tirol. Wenigstens ist laut Kreutzer die Strecke Kochel-Mittenwald wieder offen.

Das Wellenbad in Penzberg ist seit heute geschlossen. Das Dach sei durch die vielen Schneemassen beinahe komplett ausgelastet, so die Verantwortlichen. Wann das Bad wieder eröffnet, hängt vom weiteren Schneefall ab.

Auch im Verkehr ist der Wintereinbruch deutlich spürbar. E inige Bahn strecken mussten gesperrt werden.

Aufgrund von Fällarbeiten der Bäume, die der hohen Schneelast nicht mehr standhalten können, mussten auch einige Straßen gesperrt werden. Dies verursachte teilweise lange Staus auf den Ausweichstrecken.

Während allerdings in anderen Landkreisen der Schulunterricht ausfällt, müssen die Kinder im Landkreis Weilheim-Schongau bislang noch weiter die Schulbank drücken. Auch ein Katastrophenalarm wurde bislang nicht ausgerufen. Man hält sich allerdings für den Ernstfall bereit.

Wer sich trotz des verrückten Wetters dennoch rauswagt,der erlebt ein einzigartiges Schneeparadies. Vor allem für Wintersportler beste Bedingungen. In vielen Orten wurden die Loipen für Langlaufskier in den vergangenen Tagen bestens präpariert.

kah

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