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Schaf sehen: Dazu rät der Schongauer Optiker.
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Maskenpflicht: auch im Malerladen.
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Hände waschen: Tipp an Apotheke in Rott.
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Hoch kompliziert ist neuerdings der Friseurbesuch, wie eine Fülle an Vorschriften beweist.
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Nur anfassen, was man auch kaufen wird.
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Optimismus verbreitet dieses digitale Schild an einem Reisebüro in der Weilheimer Innenstadt.

Es gibt viele neue Vorschriften und Aufforderungen

Streifzug durch den Corona-Schilderwald im Landkreis

Man sieht sie jetzt an jedem Geschäft, an Friseurläden, Arztpraxen, am Eingang zu Restaurants, zu Altenheimen, an Sportplätzen, an Schulen, Krankenhäusern, also eigentlich überall im öffentlichen Leben – die neuen Schilder. Sie künden von neuen Vorschriften, Regeln, Ge- und Verboten in Zeiten der Corona-Vorschriften.

Landkreis – An einige Dinge hat man sich gewöhnt. Beim Betreten eines Geschäfts wird die Maske oder der Schal schon automatisch vor das Gesicht geschnallt, das Einhalten des vorgeschriebenen Abstands ist selbstverständlich geworden.

Neben Maskenpflicht gibt es neue Verordnungen und Aufforderungen

Man begegnet zu diesen neuen Pflichten Hinweisschilder vielerlei Art. Aber zusätzlich zur Maskenpflicht und der Abstandsregelung gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von neuen Verordnungen oder Aufforderungen, die teilweise groteske, manchmal auch humoristische Züge annehmen.

Eine Tierarztpraxis möchte, dass nur eine Person sein Tier begleitet und rät von Gesprächen im Wartezimmer ab, wegen eventueller Tröpfchenstreuung obwohl auch hier Maskenpflicht ist. Der Hundesportverein in der Lichtenau, der nebenbei bemerkt draußen trainiert, hat eine lange Liste an Verboten und Regeln aufgestellt.

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Da liest man unter anderem „Gassirunden vor dem Training sind nur in Ausnahmefällen möglich“ oder „Wassernäpfe und Wasser für die Hunde, sind von jedem Hundesportler selbst mitzubringen und dürfen auch nur von diesem berührt werden“. Aber man erfährt auch, dass es Ausnahmen gibt „In besonderen Fällen kann eine Bereitstellung von Hundewasser durch den Trainer mit Einmalhandschuhen erfolgen.“

Nur anfassen, was auch gekauft wird

Die Angler am Soiersee in Bad Bayersoien dürfen zur Zeit nicht mehr gemeinsam angeln. Laut Verordnung darf auch kein privates Boot zu Wasser gelassen werden.

In einigen Bekleidungsgeschäften und auch Buchläden wird ein gemütlicher Einkaufsbummel erschwert durch Hinweise wie „Erledigen Sie zügig Ihren Einkauf“ oder, und das ist fast noch bemerkenswerter „Nehmen Sie nur die Waren in die Hand, die Sie tatsächlich kaufen wollen“. Eine Richtlinie, die einen geplanten stressfreien Hosenkauf nahezu unmöglich werden lässt.

Es gibt auch Hinweise, die erschrecken, aber eher die Ausnahme sind. So etwa der Verweis auf einem Plakat vor einem Friseurgeschäft „Bitte haben Sie Verständnis, dass es uns derzeit durch die Corona Auflagen, aufgrund von Infektionswegen und Mindestabständen, nicht möglich ist, Kinder unter zwölf Jahren zu bedienen“.

Einige nehmen es auch mit Humor

Und es gibt witzige, kreative Schilder, die ein wenig aufheitern in der dunklen Coronazeit. Ein Augenoptiker in Schongau hat ein lustiges Plakat entworfen, auf dem unter anderem angeboten wird, die Kontaktlinsen und Pflegemittel nach Hause zu liefern „Damit Sie auch weiterhin Schaf sehen“ steht da unter einem hübsch gemalten Schaf. Und ein Apotheker in Rott rät auf seinem Schild dazu, beim Händewaschen brav „Happy Birthday“ zu singen.

VON REGINA WAHL-GEIGER

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