Alles beim Alten: Die Schläge an den Schwellen sind weithin zu hören.
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Alles beim Alten? Die Schläge an den Schwellen sind angeblich immer noch weithin zu hören.

Bürger hören immer noch Schläge

Lechtalbrücke nach Sanierung genauso laut wie vorher?

  • Jörg von Rohland
    VonJörg von Rohland
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Schongau – Seit knapp einer Woche rollt der Verkehr der B17 wieder über die Lechtalbrücke, in Schongau ist für kurze Zeit Ruhe eingekehrt. Die Brücke selbst empfinden dagegen einige Bürger immer noch als so laut wie früher.

Schongau - Bekanntlich hat das Staatliche Bauamt im Zuge der Fahrbahnerneuerung extra neue Gummis in die sogenannten Übergangskonstruktionen einbauen lassen. Sie sollten die bis zur Sanierung weit hörbaren metallischen Schläge abmildern, die entstanden, als Autos und Lkw über die Schwellen fuhren.

Kompletterneuerung hätte deutlich längere Vollsperrung zur Folge gehabt

Vor einigen Jahren hatte das Staatliche Bauamt noch angedacht, die Übergangskonstruktionen der Lechtalbrücke komplett zu erneuern. Wie sich herausstellte, sind sie aber noch intakt. Man habe deshalb nur die Gleitlager und Gummis getauscht, erläutert ein Bauleiter der Firma Strommer, die mit der Sanierung der B17 bei Schongau beauftragt worden ist. Die Kompletterneuerung der Übergangskonstruktionen hätte nach Angaben des Bauleiters zwölf Wochen in Anspruch genommen. Solange wäre der Verkehr dann auch durch die beiden Orte umgeleitet worden.

Das Staatliche Bauamt hatte sich nun allein vom Auswechseln von Federn und Gummipuffern Lärmminderungen versprochen. Weil die Konstruktion „Spiel“ hatte, übertrugen sich die Schläge von den Schwellen in der Fahrbahn zu den Kappen auf den Gehwegen. Die aufliegenden Metallplatten schlugen auf die Kappen, dabei entstand der Lärm, der bis nach Schongau hörbar war.

Und er ist es angeblich noch immer. Sowohl auf der Brücke selbst als auch in Schongau bei UPM sind die Schläge zu hören, berichten Leser der Heimatzeitung. „Mir kommen sie sogar schlimmer und lauter vor als vorher“, kommentiert einer.

Staatliches Bauamt: Anwohner sollten Schläge auf alle Fälle leiser hören

Der im Staatlichen Bauamt für den Straßenbau zuständige Abteilungsleiter Andreas Lenker kann das mit Blick auf die Nachbesserungen nur sehr schwer nachvollziehen. Dass die Autofahrer die Schläge „gefühlt lauter“ wahrnehmen als vorher, ist ihm klar. Schließlich fahren sie über den neuen lärmarmen Asphalt und dann über die alten Schwellen. „Aber die Anwohner sollten die Schläge auf alle Fälle leiser hören“, so Lenker. Sein für Brückenbau zuständiger Kollege German Abenthum schließt derweil nicht gänzlich aus, dass noch weitere Nachbesserungen folgen könnten. Er selbst sei noch nicht vor Ort gewesen, sagt Abenthum, will das aber nachholen: „Wir müssen sehen, wie es sich entwickelt.“

Der Ausbau der Anschlussstelle Altenstadt hat in dieser Woche begonnen.

Unterdessen gehen die Arbeiten auf und an der B17 wie geplant weiter. In dieser Woche wurde bereits mit den Erdarbeiten an der Anschlussstelle Altenstadt begonnen. Wie berichtet, erhält sie zusätzliche Auf- und Abfahrten, damit in Zukunft kein gefährliches Linksabbiegen mehr nötig ist.

Ab Montag rollt der B17-Verkehr durch Altenstadt und Schongau

Ab Montag beginnt dann die Sanierung der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Schongau-West und Altenstadt. Drei Wochen hat das Staatliche Bauamt für die 2,5 Kilometer eingeplant, die Umleitungen werden beschildert: Der aus dem Süden kommende Verkehr wird durch Altenstadt rollen. Die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Norden müssen wieder durch Schongau – dann ist es wieder vorbei mit der Ruhe.

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