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Prächtige Rösser in weißem Ledergeschirr an der Spitze des Leonhardi Umritts. Hoch auf Franz Reßle jun. als Kreuzträger, dahinter Franz Reßle sen., Diakon Hans Steinhilber und Thomas Eiler.
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Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet.
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Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet.
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Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet.
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Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet.
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Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet.
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Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet.
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Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet.

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Leonhardiwallfahrt in Schongau: Brauchtum will erhalten sein

Prächtig herausgeputzte Pferde, mit Blumengirlanden geschmückte Kutschen, Reiter in ihren Trachten hoch zu Ross, goldgelb schimmerndes Laub auf den Bäumen. Es ist einmal mehr eine beeindruckende Symphonie für die Sinne, die sich den Besuchern bei der Leonhardi Wallfahrt in der Altstadt bietet. Dazu „Frei weg“ und der „Regimentsgruß“ der Schongauer Stadtkapelle.

Schongau – Da steht er, wie ein Felsen in der Brandung. Nicht zu übersehen, der Erhard Toni aus Rottenbuch. Ein Mannsbild in Tracht, der Schnurrbart nach oben gezwirbelt. 75 Jahre hat er auf dem Buckel. Seit Jahren kommt er Anfang November nach Schongau, um sich den Leonhardiritt anzusehen. Der Toni hat einen besonderen Bezug zu den Pferden. „Ich bin schon als Bua mit d’Ross aufgewachsen, für mich ist das ein Muss, hier dabei zu sein“, erzählt er. Am Sonntag wird er in Rottenbuch mit dabei sein, am Montag in Bad Tölz. Toni liebt das Brauchtum, er liebt sein Bayernland.

Auch Ernst Feuchtinger ist unter den Zuschauern am Frauentor, die auf Rösser und Reiter warten. „Als Einwohner von Schongau gehört es sich einfach, hier dabei zu sein. Diese prachtvoll geschmückten Pferde sind ein wirklicher Blickfang“, ist von ihm zu hören. Ehefrau Annemie hat schon einen Sitzplatz für den Gottesdienst am Bürgermeister-Schaegger-Platz ergattert. Wegen des Gottesdienstes ist auch Michael Streif mit seiner Ehefrau aus Steingaden nach Schongau gekommen. „So ein Gottesdienst unter freiem Himmel mit dieser Kulisse ist für uns was Besonderes“, gesteht Streif und ergänzt, dass Tochter und Sohn hoch zu Ross teilnehmen.

Das Hufgeklapper ist von weitem am Frauentor zu hören. Als Erster reitet Franz Reßle jun. durch den Torbogen. In der rechten Hand hält er das große Holzkreuz, in der linken sicher die Zügel. Die Mähne seines Rappen prachtvoll geschmückt, das Zaumzeug in weißem Leder. Gefolgt von der Dreierformation mit Diakon Hans Steinhilber, dem Initiator des Leonhardiritts, Franz Reßle sen., und Thomas Eiler. Darüber im Blick das gemalte Bild auf dem Torbogen, auf dem Maria schützend ihren blauen Mantel über Ross und Reiter ausbreitet. Ein Moment zum besinnlichen Innehalten.

In der Christophstraße reihen sich die Kutschen in die Formation ein. Exakt nach Plan und Kommando von Franz Kriesmair. Markus Wölfle hat derweil die Reiterinnen und Reiter im Blick und Griff. Die Leonhardi Wallfahrt setzt sich in Gang. Aus der Ehrenkutsche winken Bürgermeister Falk Sluyterman, Pfarrer Norbert Marxer und Sparkassen-Vorstand Alexander Schmitz. Der hat den Platz wahrlich verdient. Schmitz hat mit der Sparkasse Oberland sichergestellt, dass die Veranstaltung so über die Bühne laufen konnte. Nämlich ohne Eintritt und finanzieller Belastung für die Teilnehmer.

Auf dem Kutschbock Vater und Sohn Kölbl aus Forst, beide mit Klement als Vornamen. Dahinter die Ministrantenkutsche. Diese wird von Christian Schmid aus Peiting gesteuert, daneben sitzt Maria Filser mit Auge auf die Lausbuben und Mädchen Gottes gerichtet. Damit’s nicht zu lustig wird. Vater und Sohn Strauß aus Deutenried kutschieren mit ihrer Ehrenkutsche die „Austragler“. Der Strauß Michl hat das Sagen, Sohn Hias die Zügel in der Hand.

Ein Grund, warum der Bair Reinhard aus Tannenberg jedes Jahr dabei ist, sitzt auf seinem Kastenwagen. Hier haben es sich die Frauen vom Trachtenverein gemütlich gemacht. Die Reiferen tragen den Schalk, die etwa jungfräulicheren die Festtracht. Ein abgerundetes Bild. Dahinter steuert Johannes Knappich den langen Kutschwagen mit der Trachtenjugend. Schon traditionell rundet die Ponykutsche von Peter Brandstätter mit der Kinderschar den Zug ab. Gottesdienst unter freiem Himmel, der sich von einer beeindruckenden Farbkombination in weiß-blau Schattierungen empfiehlt. An dieser Wetterschraube muss Josef Reßle mitgedreht haben, man denkt an ihn. Er war es schließlich, der 1979 mit ganzen vier Rössern diese Veranstaltung ins Leben gerufen hat.

Pfarrer Norbert Marxer und Diakon Hans Steinhilber zelebrieren, die Stadtkapelle unter Dirigent Marcus Graf untermalt musikalisch. Die Reiter hoch zu Ross mit Blick auf den Altar. Diakon Hans Steinhilber unterstreicht in seiner Predigt, dass der Leonhardi-Ritt in Schongau mittlerweile ein fester Bestandteil ist. Und erinnert mahnend, dass dies kein folkloristischer Aufmarsch oder eine Demonstration sei. „Dies ist eine Wallfahrt, eingebettet in Glaubensfeier, Brauchtum und Tradition.“ Und weiter: „Wenn wir diese Wallfahrt begehen, dann legen wir Bekenntnis ab für unseren Glauben und unsere Heimat.“

Mahnende Worte gehen in Richtung Molkereien und Kommerz. „Wenn wir darauf schauen, was Molkereien mit unseren Bauern veranstalten und dass der Profit auf dem Weltmarkt immer größer wird, dann merken wir, dass wir die Fürsprache des Hl. Leonhard dringend brauchen.“

Der Umritt. Kreuzträger, Vorreiter, die beiden Kutschen mit den Ehrengästen. Dann die Stadtkapelle, ein Garant für mitreißende Marschmusik. Der Klangkörper begeistert, Besucher und Gäste gehen im Takt mit. Die Altstadt wird mit einer Wallfahrt erobert, jeder ist beeindruckt. Am Ende, auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz, ein bescheidener Franz Reßle sen.. Er lobt vor allem die Jugend, die mit so viel Einsatz bei der Sache ist. „Wenn die nicht mitmachen, können wir einpacken.“ Recht hat er. Und auch ihm gebührt Dank.

Hans-Helmut Herold

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