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Bläsergruppe beim Schongauer Weihnachtsmarkt. An den adventlichen Klängen in der staaden Zeit erfreuten sich die Besucher.

Schongauer Weihnachtsmarkt

Lichterglanz, Engelchen und süße Düfte

Man darf sich in diesem Jahr 16 Tag lang in Schongaus guter Stube verzaubern lassen. Anbieter und Händler in ihren weihnachtlich dekorierten Buden laden zu einem Bummel ein. Vor allem der Lichterglanz zu abendlicher Stunde wirkt wie ein Magnet auf die Besucher. Das erste Wochenende hat gezeigt, dass der Markt ein beliebter Anlaufpunkt für Jung und Alt ist.

Schongau – Lichterketten, ein Duftgemisch aus gebrannten Mandeln, Bratwürsten, Maroni und den verschiedenen Kreationen von Glühwein begrüßen die Besucher. Die musikalische Untermalung natürlich nicht zu vergessen, das Stimmengewirr nicht zu überhören. Das Weihnachtsfest zum Greifen nah, wenn auch noch am Eröffnungstag ohne Schnee. Doch der Freitag brachte die Flocken knüppeldick. Hat praktisch die weiße Pracht direkt in die Altstadt geweht. Egal, die vielen Leckerli laden einfach zu einem gemütlichen Bummel ein.

Gleich neben dem großen beleuchteten mit Schnee überzogenem Christbaum grüßen die Freunde der Partnerstadt Gogolin. Stanislaw, Barbara und Robert bieten handgefertigte Glaskugeln und Engelchen an. Und Engelchen Barbara lockt mit ihrem zuckersüßen Weihnachtshaus. Wer kann da widerstehen? Für kurze Zeit Bürgermeister Falk Sluyterman, der beim Verkauf hilft.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte um die legendäre Feuerzangenbowle? Bei Julia & Mario wird sie erzählt, besser gesagt ausgeschenkt. Dazu Kässpatzen zum Neutralisieren. Etwas süßer sind daneben Rina, Lena, Nina und Agnes. Besser gesagt ihre Crêpes mit Gran Manier oder Amaretto. Als heftige Alternative gibt´s Baguette mit Thunfisch oder viel Knoblauch.

Die kulinarischen Schmankerl beim Weihnachtsmarkt in Schongau kamen bei diesem Damenquartett gut an

Von wegen geizige Schwaben. Das Gegenteil ist im „Schwabenstadl“ der Fall. Der „Bayerische Döner“ ist hier auf Siegeszug. Und zwar prallgefüllt. Da gibt es große Portionen von Rind oder Schwein im herzhaften Brezn- Fladn. Wer dazu noch Honigmeerrettichsenf bevorzugt, greift zum „Bayerburger“. Das schmeckt. Kein Wunder, dass Julia, Florian und Küchenchef Helmut alle Hände voll zu tun haben, die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Gegenüber dreht Cornell seine Zuckerwattenbomben. An diesem Abend sind jedoch seine mit Schokolade überzogenen Früchte der Hit. Apfel, Ananas, Traube oder Banane. Egal, die Kinder freut’s, den Zahnarzt auch.

Zwei Engelchen tauchen plötzlich auf. Sie entpuppen sich als Klara & Mia, die Plätzchen auf einem Tablett anbieten. Selbstgebacken vom Elternbeirat der Grundschule. Der Erlös geht an deren Förderverein. Da nascht man gerne. Indianische Sternzeichen, Armbänder und Strickjacken bietet Dario an. Wie er erklärt, sollte in keinem Haus einer seiner Traumfänger fehlen.

Die beliebten Stierbeißer

„Keinesfalls sollten die halben Meter Bratwürste oder die Stierbeißer fehlen“, ist die einhellige Meinung der Besucher. Die lange Schlange der Wartenden unterstreicht dies.

Wer sich zu viel in Richtung Herzhaftes oder Knoblauch orientiert hat, kann jetzt am Stand von Lini seine Geschmacksnerven neutralisieren. Vor allem vor einem Frontalangriff bei seiner Partnerin sollte man diesen Schritt befolgen. Hexenkräuterlikör oder Drachenfeuer eignen sich bestens dafür. Das knackt die härteste Nuss.

Nicht hart, sondern kuschelig weich sind die Felle der Alpen-Alpakas von Heike & Florian. „Und fünfmal wärmer als die Wolle von Schafen“, verspricht Heike. Etwas weiter hat Johannes der Hirtenzauberer seine Felle ausgelegt. Schaf, Ziege oder Rind, pflanzlich gegerbt, ein kuscheliges Geschenk allemal.

Genau acht Minuten Backzeit benötigen die Baumstammstriezlröllchen von Tanner, bis sie über die Ladentheke gereicht werden können. Doch zuvor ist Handarbeit nötig, um den Teig auszurollen und ihn in gleichmäßige Streifen zu schneiden. Mit gewisser Fingerfertigkeit rollt Tanner diese dann auf ein spezielles Nudelholz, bevor er den Teig mit Walnuss- oder Mandelsplitter bestreicht. Gesundheitsapostel wählen die Ingwer-Version. Und ab in den Ofen.

Diese Bezeichnung lässt aufhorchen: „Bellabomba“. Serviert von Elisabeth am Stand des Lions-Club. Das süffige Leckeri entpuppt sich als Eierlikör mit Sahnehäubchen. Neben ihr serviert Frauke Crêpes. Zimt und Zucker werden von Sophie aufgestreut. Auch hier verweilt man gerne.

Ganze Berge von Salami-Würsten

Nussknackerpunsch und frisch gebackene Waffeln mit und ohne Schokosoße gibt’s bei der „Süßen Hanni“. Die gehören einfach dazu, genauso wie die Hanni selbst. Seit den Anfängen des Schongauer Weihnachtsmarkes ist sie dabei, mit ihrer Spezialität nicht mehr wegzudenken.

Es wird wieder scharf. Messerscharf. In den „Feueri“ von der Metzgerei Boneberger steckt viel Musik drin, vor allem aber Chilli. Alex ist für den Grill zuständig, der aber auch noch die milderen Varianten der Rostbratwurst oder Bockwurst zu bieten hat. Den Backschinken nicht zu vergessen.

Am Ende des Gaumen-Parcours landet man bei Luisa. Fast verschwindet sie hinter ihren Bergen von Salami-Würsten. Alles italienische Spezialitäten aus Piemont. Soll’s die Trüffel-, Nuss- oder doch die Fenchelsalami sein? Bei ihr kauft man keine Katze im Sack, alles darf vorher probiert werden. Auch die Salsiccia Piccante aus Kalabrien. Dazu den selbst angebauten Rotwein von Papa Alcide. Zum Wohl!

Den Heimweg antreten soll man auf alle Fälle mit einer Tüte heißer Maroni. Geröstet von Walter auf offener Flamme in eisener Pfanne. Erst zum Wärmen der Hände, dann zum abrundenden Genuss des Abends. Doch bitte nicht die Kinder vergessen, die man vorher am Karussell abgeliefert und mit genügend Fahrchips ausgestattet hat.

Ein Besuch des Weihnachtsmarktes lohnt sich. Auf alle Fälle wirkt der Glühwein am Marienbrunnen Wunder.

Von Hans-Helmut Herold

Wintermärchen auf dem Marienplatz

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