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Freuen sich über viele Besucher: Franz Grundler (l.) und Harald Scharrer (r.) vom Historischen Verein mit der Tochter der Künstlerin, Ursula Bommersbach. 

Stadtmuseum 

Liebenswerte Originale im Glaskasten

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Jede Stadt hat ihre Originale, Schongau ein paar ganz besondere. Damit die ob ihrer Eigenheiten berühmten Männer und Frauen nicht in Vergessenheit geraten, hat das Stadtmuseum ihnen nun eine eigene Ausstellung gewidmet: mit wunderbaren Porträt-Zeichnungen einer Künstlerin.

Schongau – Sei es die nur 1,30 Meter große Franziska Biber, die es mit Schimpfen und „Sakramentierern“ zu einer kleinen Berühmtheit brachte oder der immerfreundliche „Bezi“, den in Schongau einfach jeder kannte: Die älteren Semester haben die „Schongauer Originale“ noch bildlich vor Augen, weil sie das Stadtbild prägten. Zusammen mit vier weiteren etwas anderen Männern und Frauen bilden sie nun eine bezaubernde Ausstellung im Glaskasten des Stadtmuseums.

Franz Grundner und Harald Scharrer vom Historischen Verein hatten die Ausstellung initiiert. Die Idee dazu wurde ihnen quasi auf dem silbernen Tablett serviert. Das Altenheim der Heiliggeist-Spital-Stiftung hatte die von der Schongauer Künstlerin Luise Gotthardt-Dreer geschaffenen Konterfeis im Haus abgehängt und dem Stadtmuseum angeboten. Der Historische Verein griff zu und machte sich ans Werk, mehr über die sechs Menschen in Erfahrung zu bringen. „Wir mussten viel recherchieren“, berichtet Grundner. Bei dem Bezi war das freilich nicht so schwer, er lebte bis 1997. Schwieriger war da schon der „Rote Maxl“, der in den 1950er Jahren in Schongau stadtbekannt war. Seinen bürgerlicher Name kennt heute niemand mehr, „nur ältere Schongauer werden sich vielleicht daran erinnern, dass es dieses Original überhaupt mal gegeben hat“, sagt Grundner, der hofft, noch mehr über ihn in Erfahrung bringen zu können,.

Ursula Bommersbach, die gestern zur Ausstellungseröffnung begrüßt wurde, kann sich noch sehr gut an einige der Damen und Herren erinnern. Schließlich war es ihre Mutter, die sie gezeichnet hatte: Luise Gotthardt-Dreer (1919 bis 2003) hat wunderbare Porträts geschaffen, zu denen sie selbst einmal sagte: „Meine besondere Liebe gilt dem Menschen. Ihn zu betrachten, zu erforschen, ist mir Freude, denn der Mensch kann so schön sein.“

Die Ausstellung

im Stadtmuseum ist bis Ende April zu sehen. Wir werden in den kommenden Wochen in einer kleinen Serie die Schongauer Originale vorstellen, die mit ihrer unvergleichlichen Art die Welfenstadt prägten.

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