Die Planungen für die Ausstattung der Räume mit Lüftungsanlagen am Schongauer Schulzentrum laufen.
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Die Planungen für die Ausstattung der Räume mit Lüftungsanlagen am Schongauer Schulzentrum laufen.

Schulzentrum und Berufsschule

Lüfter an Schulen in Schongau: Nun steht der Bedarf fest

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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An der Grund- und Mittelschule in Schongau geht es nun rasch vorwärts in Sachen Raumlüfter. Die Bestellung läuft. Für Realschule, Gymnasium und Berufsschule will man Ende September über den Gerätetyp entscheiden.

Schongau - Lange Diskussionen hatte man vor den Sommerferien geführt im Bauausschuss, im Stadtrat und im Schulausschuss des Mittelschulverbandes im Sinne des Gesundheitsschutzes wegen Corona. Die Marschroute bei den vom Freistaat geforderten Lüftungsanlagen für die Schulen hatte letztlich Bürgermeister Falk Sluyterman vorgegeben: Alle Schongauer Kinder sollen gleichbehandelt werden, ganz egal, ob sie nun den Kindergarten besuchen oder die Mittelschule.

Stadt schielte auch immer in Richtung Landkreis

Nicht für alle Einrichtungen und Schulen ist man Sachaufwandsträger, daher schielte die Stadt auch immer in Richtung Landkreis. Letztlich einigte man sich darauf, alle Räume der Kitas wie auch der Grund- und Mittelschule begutachten zu lassen.

Das Ergebnis der Begehung liegt nun vor, wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich auf Anfrage der Schongauer Nachrichten erklärt. Der Gutachter hat eine Empfehlung abgegeben. „In den meisten Räumen ist eine Lüftung gut möglich, die Anzahl der notwendigen Raumlüftungsanlagen ist überschaubar“, kann der Stadtbaumeister das Ergebnis vermelden.

Vier Lüfter gibt es für die Grundschule, sechs für die Mittelschule, in den Kitas passt alles

In der Grundschule wurden drei Räume identifiziert, die eher schlecht zu lüften sind, insgesamt werden dort vier mobilen Anlagen aufgestellt. In der Mittelschule werden sechs Räume mit jeweils einem Gerät ausgestattet. „In den Kindertageseinrichtungen der Stadt können nach Einschätzung des Sachverständigen alle Gruppen- und Krippenräume über freie Lüftung – Fensterlüftung – ausreichend gelüftet werden“, so Dietrich.

Damit kann in Schongau bei den städtischen Einrichtungen auch rasch gehandelt werden. Weil es sich nicht um einen sehr großen Betrag handele – bezuschusst werden staatlicherseits 1750 Euro pro Raum – könne man auf eine europaweite Ausschreibung verzichten, erklärte Dietrich.

Außerdem hat man bereits einen bestimmten Gerätetyp im Blick: Angeschafft werden soll jene Anlage, die schon vor Längerem in einem Raum der Mittelschule aufgestellt wurde und mit der man bisher gute Erfahrungen gemacht hat. Auch dieses Vorgehen war bereits im Stadtrat besprochen worden. „Das Gerät ist zwar recht groß, läuft aber sehr ruhig und hält alle Grenzwerte ein“, beschreibt es Dietrich.

In der Summe rechnet die Stadt Schongau für die Grundschule in etwa mit Ausgaben von rund 13 000 Euro, bei der Mittelschule kommen voraussichtlich 20 000 Euro zusammen – abzüglich Förderung. Die Bestellung der Geräte läuft bereits.

Lüften bleibt weiter notwendig

Dietrich geht davon aus, dass diese wohl noch nicht zu Schuljahresbeginn zur Verfügung stehen können, aber vielleicht mit Beginn der kalten Jahreszeit. „Das Lüften wird aber weiter notwendig sein“, so nochmals sein Hinweis.

In einem zweiten Schritt wird dann der Altbau der Grundschule mit einer großen Raumluftanlage ausgestattet. Auch dies war bereits beschlossen worden. Zehn bis zwölf Räume würden noch fehlen, schätzt Dietrich. Die Förderung könne über das gleiche Verfahren der Bundesregierung laufen wie in der Marktgemeinde Peiting (siehe Seite 5). Der Förderantrag sei aber noch nicht gestellt. Bei der Mittelschule, deren Sanierung ansteht, sei ebenfalls ein komplettes Raumluftsystem vorgesehen.

Weitere Geräte für Gymnasium, Realschule und Berufsschule

Im Landkreis hat man ebenfalls ordentlich auf die Tube gedrückt. Jüngst hatte der Kreisausschuss über die Beschaffung von Raumluftgeräten abgestimmt (wir berichteten). Wie Kreiskämmerer Norbert Merk auf SN-Anfrage bestätigt, läuft die europaweite Ausschreibung bereits. Nach einer ersten Einschätzung nach der Begehung durch die Fachfirma werden für das Gymnasium Schongau 18 Geräte benötigt, für die Realschule Schongau 13 und für die Berufsschule Schongau sechs. Kalkuliert hat man für das Gymnasium mit einer Summe von 23 200 Euro und für die Realschule mit 20.300 Euro. Für die Berufsschule kommen nach dieser ersten Einschätzung noch einmal rund 8700 Euro hinzu.

Dies seien aber nur die vorläufigen Zahlen, sowohl bei der Anzahl der Geräte, als auch bei den Kosten, betont Merk. Es komme auf den dann vom Landkreis ausgewählten Gerätetyp an. Die abschließende Entscheidung soll dann in der Kreisausschusssitzung am 27. September fallen. Insgesamt muss der Landkreis geschätzt 250 Geräte anschaffen, was Kosten von rund einer Million Euro brutto nach sich ziehen könnte.

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