"Die Ama Dablam - einer der schönsten Berge der Welt. Unser Ziel diesen Herbst", schreibt Furtenbach.

Expedition auf den Mount Everest

Auf dem Weg zum Akklimationsberg

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Schongau - Ein mutiges Unterfangen hat Manfred Schratt aus Schongau angepackt. Wie berichtet, möchte der 54-jährige Heizungstechniker den Mount Everest – mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde – bezwingen. Aufbruch war am 2. April. Auf der Facebook-Seite Furtenbach-Adventures wird alle paar Tage berichtet, was die Expeditionsgruppe erlebt. Bis Ende Mai wollen Schratt & Co. den Gipfel erreicht haben.

„Nachdem im vergangenen Jahr erstmalig seit 1953 niemand auf dem Gipfel stand, wurde für heuer ein Massenansturm erwartet. Genau das Gegenteil ist aber der Fall“, berichtet Lukas Furtenbach. „Für uns ein Glücksfall.“ Die heurige Everest Saison soll in vielerlei Hinsicht spannend werden und wirft Fragen auf: Es stehen neue Rekordversuche an, welches Konfliktpotential bergen sie? Hat das Erdbeben den Berg bzw. die Route verändert? Ziehen sich große, etablierte Veranstalter tatsächlich wie angekündigt vom Everest-Geschäft zurück? Wie verhält sich das Berater-Team der nepalesischen Regierung, das im Basislager gemeinsam mit der Polizei Bergsteiger überwachen und dabei Empfehlungen für eine künftige Zugangsreglementierung erarbeiten soll? „Eines ist sicher – diese Saison wird vielleicht wegweisend für die Zukunft des Expeditionsbergsteigens am Mount Everest und an den anderen Achttausendern“, so Furtenbach.

Und dann geht es los: 

Trotz einer problemlosen Anreise nach Kathmandu gibt es einen Wermutstropfen: „Der deutsche Zoll hat es besonders gut gemeint und die gesamte Funkausrüstung aus unserem Gepäck entnommen. Aber die Nepal Mountaineering Association (NMA) hilft freundlicherweise aus – danke“, so Furtenbach erleichtert.

Nach einigen Formalitäten ging es mit dem Helikopter in das Khumbutal, Syangpoche. „Auf dem Flug hat sich sogar der Everest gezeigt. Jetzt beginnt unsere Wanderung tiefer hinein in das Tal“, schreibt Furtenbach. Am Wochenende wollen die Bergsteiger das Basislager des ersten Akklimatisationsbergs erreichen. „Es tut gut wieder hier zu sein und alte Freunde bei den Sherpas zu treffen. Wir freuen uns riesig!“

Viele Eindrücke - es braucht einen Ruhetag 

Die Abenteurer konnten am Mittwoch einen wunderschönen Tag in grandioser Kulisse rund um das Kloster Tengpoche (3800 Meter) verbringen. „Unser Ziel stets vor Augen, mit einer kilometerlangen Schneefahne. Der Everest liegt noch voll im Jetstream“, so Furtenbach. Eine kleine Wanderung, die Mönche bei ihren Zeremonien beobachten, in der Sonne liegen und die Seele baumeln lassen – auch Bergsteiger brauchen einmal einen Ruhetag. „Es hat gut getan nach der Hektik und den vielen Eindrücken der letzten Tage. Wir sind alle wohlauf und freuen uns auf unsere morgige Etappe nach Dingpoche auf 4400 Metern.“

Am Freitag ging es dann nach Chukung, die letzte Siedlung vor dem ersten Akklimatisationsberg und der Lhotse Südwand. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter mitspielt. „Es ändert sich schnell, während ich diese Zeilen schreibe, hat es zu schneien begonnen“, berichtet Furtenbach. Fortsetzung folgt.

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