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Kühe im Schnee – ob das, wie hier auf einer Weide in Schongau, eine artgerechte Haltung ist, fragen sich manche. Wir haben nachgefragt. 

Nachgefragt bei der Amtstierärztin

Mann sorgt sich um Kühe - Dürfen sie auch im Winter auf die Weide?

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Ist es Tierquälerei, wenn Kühe den Winter auf der Weide verbringen? Leser haben sich über diese Haltung beschwert, doch die Amtstierärztin warnt vor einem pauschalen Urteil. 

  • Kühe, die auf einer schneebedeckten Weide stehen.
  • Für viele Menschen ein verstörendes Bild.
  • Wir haben mit einer Tierärztin gesprochen.

Landkreis – Kühe, die bei frischer Luft auf der Weide herumspringen dürfen – eigentlich ein schöner Anblick. Doch jetzt, wo Schnee die Wiesen bedeckt und die Temperaturen frostig sind, sorgen sich einige um die Tiere. „Sie haben keinen Platz in der Herberge“, schreibt ein Leser der Schongauer Nachrichten zu einem Bild, das er in den vergangenen Tagen aufgenommen hat. „Diese Kuh und ihr Kalb stehen ohne Unterstand im gefrorenen Gras, ohne Futter und ohne Wasser“, schildert der Leser, der lieber anonym bleiben möchte. „Sie können sich nicht einmal hinlegen zum Wiederkäuen.“

Im Veterinäramt Weilheim-Schongau kennt man solche Sorgen. Immer wieder bekommen sie Hinweise auf vermeintliche Tierquälerei. „Aus Sicht von Laien mag diese Haltung bedenklich sein. Und Beschwerden darüber sind in den meisten Fällen auch nur gut gemeint“, so die Amtstierärztin. Allerdings sollte hier nicht direkt von Tierquälerei gesprochen werden.

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Kühe im Winter auf der Weide halten? Das sagt die Amtstierärztin

Pauschal ein Urteil darüber zu fällen, ob Kühe im Winter draußen nun gut oder schlecht untergebracht sind, fällt der Tierärztin schwer. Das sei immer situationsabhängig. Grundsätzlich spreche aber nichts dagegen, dass Kühe den Winter auf der Weide verbringen.

„Tatsächlich fühlen sich Kühe bei fünf Grad am wohlsten. Rinder halten Kälte in der Regel besser aus als Hitze“, so die Tierärztin. Welche Temperaturen Rinder vertragen, hänge außerdem immer stark von der Rasse und dem Alter der Kühe ab. Ideal sei es außerdem, wenn es trocken ist. „Bei Nässe verlieren sie viel Körperwärme“, so die Amtstierärztin.

Kühe dürfen im Winter draußen bleiben - wenn Voraussetzungen erfüllt werden

Da es in weiten Teilen des Landkreises zur Zeit eher trocken ist, sieht die Amtstierärztin kein Problem darin, die Tiere draußen zu halten. Zumindest wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind. „Die Rinder brauchen eine Trinkmöglichkeit, genug Futter und eine Unterstellmöglichkeit“, zählt die Ärztin auf. Ob diese Dinge gegeben sind, lasse sich von Laien und außerhalb der Weide allerdings schlecht feststellen. „Manchmal sind die Wiesen schlecht einsehbar, und ein Wassertrog verbirgt sich zum Beispiel hinter einem Hügel.“

Eine Zufütterung sei nicht zwingend erforderlich – wenn es keine geschlossene Schneedecke gibt und die Weide im Sommer nicht groß genutzt wurde, das Gras also noch relativ hoch ist, reiche das aus. Und als Unterstand funktioniere zum Beispiel auch eine Baumgruppe. „Oder man holt die Kühe situationsbedingt bei Regen oder Schnee in den Stall. Die Bedingungen können auf ganz verschiedene Art und Weisen erfüllt werden“, so die Amtstierärztin.

Sorge um Kühe im Winter: So geht das Veterinäramt mit Beschwerden um

Erreichen Vorwürfe über eine schlechte Tierhaltung das Veterinäramt mit einer konkreten Ortsangabe, gehen die Mitarbeiter dem nach, indem sie mit dem betroffenen Besitzer sprechen oder vor Ort vorbei schauen. Doch meistens kann Entwarnung gegeben werden.

Eine Kuh sorgt im Nordosten von München für reichlich Aufregung, wie merkur.de* berichtet. Nun reifen Pläne, wie das Tier endlich einzufangen ist. 

Außerdem interessant: Auch Spitzenkühe können alt werden

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Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Schongau und Umgebung

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