Direkt am Maxtor ist die Durchfahrt eng und unübersichtlich, eine Anwohnerin wünscht sich eine Regelung.
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Direkt am Maxtor ist die Durchfahrt eng und unübersichtlich, eine Anwohnerin wünscht sich eine Regelung.

Maxtor in Schongau

Anwohnerin sieht Gefahrenstelle: „Mir passiert dort fast täglich ein Beinahe-Unfall“

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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„Das Maxtor ist eine gefährliche Engstelle – mir passiert dort fast täglich ein Beinahe-Unfall“, moniert eine Bewohnerin der Schongauer Altstadt. Sie fordert eine Regelung, mindestens aber einen Spiegel. Ein Unfallschwerpunkt ist der Bereich bisher nicht, heißt es bei der Polizei. Autofahrer verständigen sich per Handzeichen.

Schongau – Jutta Barth wohnt seit elf Jahren in der Schongauer Bauerngasse – sie liebt die schöne Schongauer Altstadt und wohnt sehr gerne dort. Weil die Bauerngasse aber eine Einbahnstraße ist und sie daher nicht direkt das nahe Münztor zum Ausfahren aus der Stadt nehmen kann, fährt sie meist durch das Maxtor. „Man sieht gar nichts, wenn man vom Schloss her kommt“, moniert die Schongauerin im Namen von Anwohnern. Autofahrer, die von der Spinne mit dem Auto herauffahren, seien meist viel zu schnell und würden – als Bergaufwärtsfahrende – auf ihre Vorfahrt bestehen. „Ich fahre nur Schritttempo, aber wenn da einer hochschießt, ist das trotzdem gefährlich“, so die Schongauerin. Vor allem auch für Fußgänger sieht sie eine große Gefahr.

Anwohnerin fordert zumindest einen Spiegel

Eine gute Lösung weiß Jutta Barth zwar nicht, schlägt aber eine Geschwindigkeitsbeschränkung vor. Derzeit sind in der Auffahrt „Am Maxtor“ 30 Stundenkilometer erlaubt. Ein Schild weise auf die beengte Zufahrt hin, jedoch sei nicht geregelt, wer wirklich Vorfahrt hat. Man könne ein „Vorrang vor dem Gegenverkehr“ anbringen. Zumindest aber fordert die Anwohnerin einen Spiegel, damit man sich gefahrenlos um das Eck herumtasten kann. „Es ist schade um meinen Adrenalinspiegel.“

Der Stadt sind keine schlimmeren Unfälle bekannt

„Schlimmere Unfälle sind mir nicht bekannt“, so die Auskunft von Stadtbaumeister Sebastian Dietrich auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. Die Situation sei seit Jahrzehnten unverändert. Ohnehin würden hauptsächlich Einheimische dort fahren. „Die Schongauer kennen das.“ Ähnlich schätzt es Barbara Igl ein, Mitarbeiterin im Bürgerservice, das Maxtor sei keine Gefahrenquelle. Fußgänger, die aus der Altstadt kommen, sollten allerdings nicht die rechte Straßenseite benutzen, sondern den eigenen Durchgang außen am Maxtor. Den Vorschlag der Schongauer Bürgerin, am Maxtor die Vorfahrt über eine Beschilderung zu regeln, hält Igl ebenfalls nicht für zielführend. Ihrer Meinung nach würde dies eher zu mehr Verkehrschaos führen. „Jetzt muss man sich als Autofahrer vorsichtig in die Engstelle hineintasten.“

Auch die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf

„Am Maxtor gibt es keinerlei Gefährdung.“ Auch Klaus Riedl, Verkehrssachbearbeiter bei der Schongauer Polizei, sieht keinen Handlungsbedarf. Ihm seien aus den vergangenen Jahren überhaupt keine Unfälle dort bekannt. Jeder kenne die Örtlichkeit, auch für Auswärtige sei die Situation rasch zu erfassen. „Ich würde nicht grundlos eingreifen mit einer Beschilderung“, lehnt Riedl daher den Vorschlag einer Regelung ab, es gehe im Allgemeinen eher um den Schilderabbau zur Vereinfachung. Und auf die enge Durchfahrt werde ja bereits hingewiesen. Das Schild „Vorrang vor dem Gegenverkehr“ (blaues quadratisches Schild mit rotem und weißem Pfeil) werde nur außerhalb geschlossener Ortschaften verwendet. Auch habe keinesfalls der Bergauffahrende Vorfahrt. „Die Verkehrsteilnehmer müssen sich verständigen.“

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