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Nicht nur bei den Schmankerltagen in Schongau beweist sich, wie schön es sich im Landkreis leben lässt. Herrliche Natur, vitale Städte, gute Gesundheitsvorsorge – es gibt so viele Gründe, im Pfaffenwinkel zu wohnen.

Mehrere Studien belegen

Zwischen Ammer und Lech lebt sich’s gut

Beim Bekanntheitsgrad kann der Landkreis Weilheim-Schongau mit den Nachbarn Starnberg und Garmisch-Partenkirchenkirchen nicht mithalten. Was indes die Lebensqualität betrifft, kann sich der Landkreis durchaus sehen lassen, was mehrere bundesweite Studien belegen.

Landkreis – „Wo lebt es sich am besten?“: Dieser Frage ging jüngst eine Studie im Auftrag des ZDF nach, und der Landkreis landete unter 401 Landkreisen und kreisfreien Städten auf einem respektablen 20. Platz. Auch bei früheren Umfragen dieser Art lag Weilheim-Schongau meist im Vorderfeld.

Aber es gibt auch deutliche Schwachstellen: Der Fernsehsender ermittelte unter dem Stichwort „Arbeit & Wohnen“ zum Beispiel das Verhältnis zwischen Mietpreis und Einkommen. Und da liegt der Landkreis nur auf Rang 330 – die Mieten sind im Vergleich zum Einkommen der Menschen, die hier leben zu hoch. Dies trifft vor allem auf den östlichen Teil Weilheim-Schongaus zu. Auch bei den Pendlern landet der Kreis im hinteren Feld (Rang 316), Arbeitnehmer hierzulande müssen weite Weg in Kauf nehmen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Das dürfte vor allem an den Menschen liegen, die nach München fahren. Vorn platziert ist der Landkreis hingegen bei der Arbeitslosenquote (Rang 50) und bei der Kaufkraft (73).

Besonders gut schneidet die Region zwischen Lech und Loisach in der Kategorie „Gesundheit & Sicherheit“ ab: Dort ist der Landkreis bundesweit insgesamt auf Rang vier notiert. Bei der Feinstaub-Belastung beispielsweise weisen nur sechs andere Landkreise und kreisfreie Städte bessere Werte auf. Auch beim Anteil der Übergewichtigen an der Bevölkerung erzielt der Landkreis, der auch als „Gesundheitsregion plus“ ausgewählt wurde, mit Rang 14 ein herausragendes Ergebnis. Bei der Kategorie „Verletzte und Getötete im Straßenverkehr“ belegt der Landkreis hingegen nur Rang 376; untersucht wurde dabei die Anzahl an verletzten und getöteten Menschen im Straßenverkehr zwischen 2014 und 2016.

Ein wenig überraschende Ergebnisse liefert die Studie in der dritten Kategorie „Freizeit & und Natur“: Dort landet der ländlich geprägte Kreis mit seinen rund 133 000 Einwohnern nur auf Rang 148. Bei der Ermittlung der „Erholungsfläche je Einwohner“ reichte es nur zu einem Mittelfeldplatz (226); noch schlechter sieht es im Verhältnis zwischen Erholungsfläche und Gesamtfläche des Landkreises mit Rang 318 aus. Allerdings verfügt der Landkreis über reichlich naturnahe Fläche wie Moore (Rang 48).

Trotz seiner herrlichen Lage hat der Landkreis auch noch Steigerungspotenzial beim Thema „Tourismus“: Bei den Übernachtungen landet der Landkreis auf Rang 165. Neben seinen zahlreichen landschaftlichen und kulturellen Attraktionen bietet der Kreis noch einen weiteren Vorteil: In der Kategorie „Sonnenstunden pro Jahr“ liegt er auf Platz 32.

Weilheim-Schongau liegt auch bei der Ganztagesbetreuungsquote für Buben und Mädchen im Kindergartenalter nur auf Rang 319, bei der Betreuungsquote für Kleinkinder gar nur auf Rang 328. Positiver schneidet die Region beim Thema „politisches Interesse“ ab: Bei der Wahlbeteiligung an der Kommunalwahl 2014 und an der Bundestagswahl 2017 landete Weilheim-Schongau auf den Rängen 31 bzw. 34. Für viele überraschend erreicht der Kreis, der in weiten Teilen den „Pfaffenwinkel“ abdeckt und viele hochkarätige Veranstaltungen anbietet, bei den Besucherzahlen von Kulturveranstaltungen nur einen Platz im Mittelfeld (205).

Bei der Studie schneiden Oberbayern, insbesondere das Oberland, besonders gut ab: Die Stadt München liegt auf Rang eins, es folgt der Landkreis Starnberg (3. Platz) vor Garmisch-Partenkirchen (5. ), Miesbach (7.) und Bad Tölz-Wolfratshausen (9.).

Johannes Thoma

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