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Rechts in der Baugrube entsteht das Gebäude am Papiermacherweg 8, im oberen Bereich sieht man schon den Aushub für die Tiefgarage. Links entsteht das Gebäude Lechvorstadt 25.

Millionenprojekt

Baustart der neuen Senioren-Wohnanlage in der Lechvorstadt

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Die Arbeiten am neuen Millionenprojekt von Fritz Holzhey in der Lechvorstadt sind angelaufen. 25 Wohneinheiten entstehen auf dem etwa 2150 Quadratmeter großen Grundstück. Die Wohnanlage soll im Spätsommer 2021 bezugsfertig sein. Von dem geplanten Laden und dem Café wird wohl das ganze Viertel profitieren.

Schongau– Die Baulücke in der Lechvorstadt bekommt nun nach und nach ein Gesicht. Bereits im Herbst 2019 war der restliche Bestand auf dem ehemaligen Haindl-Fabrikgut abgerissen worden. Auf der Hofstelle, betrieben von Markus Wühr, hatte es 2013 gebrannt. Nach dem Abriss der Bergehalle und des Unterstellplatzes folgten nun im Frühjahr noch Abbau von Güllegrube und Silos.

„Weil sich das Konzept für die bereits bestehende Seniorenwohnanlage als gut erwiesen hatte, war nach und nach die Idee gereift, auch diese Fläche zu entwickeln“, berichtet Fritz Holzhey bei einem Ortstermin. Vorgestellt hatte der Schongauer das Projekt im Bauausschuss bereits im Herbst. Im Papiermacherweg 8 entstehen insgesamt 20 barrierefreie Wohnungen. Zwölf Ein-Zimmer-Appartements mit einer Fläche von 50 bis 60 Quadratmetern sind dort geplant. Außerdem fünf Zwei-Zimmer-Wohnungen um die 80 Quadratmeter und drei etwas größere mit 90 bis 100 Quadratmetern. Auch eine Gästewohnung hat in diesem Gebäude noch Platz. Auf der Fläche Lechvorstadt 25 sind vier Appartements mit einer Größe zwischen 70 und 85 Quadratmetern vorgesehen plus zwei Gästezimmer. Auch an einen Aufzug ist in beiden Gebäuden gedacht.

Ein Dorfladen und ein Café sollen in dem Gebäude Lechvorstadt 25 entstehen (rechts).

„Wir sind komplett im Zeitplan“, freut sich der ehemalige Haindl-Geschäftsführer. Der Rohbau soll bis Herbst stehen, nächstes Jahr im späten Sommer könnten die Wohnungen voraussichtlich bezogen werden. Gearbeitet wird, so weit möglich, mit heimischen Firmen, mit denen man auch bereits bei der ersten Wohnanlage gute Erfahrungen gemacht hatte. Und auch dieses Wohnprojekt wird über die Holzhey-Senioren-Stiftung verwaltet. Profitieren sollen wieder Pensionisten von Haindl/UPM und Ehepartner. Die Mieten werden über die Stiftung bezuschusst mit maximal zwei Euro pro Quadratmeter und Monat. „Das Stiftungskapital soll entsprechend aufgestockt werden“, verspricht Holzhey. Für mindestens ein Viertel der Wohnungen können sich auch andere Schongauer Senioren bewerben, damit eine Gemeinnützigkeit gegeben ist, wie Holzhey erklärt. „Alle, die in den barrierefreien Wohnungen leben, kommen in den Genuss der Stiftungserträge.“ Schon jetzt sind wohl knapp 30 Anfragen für die Wohnungsvergabe eingegangen.

Ein Angebot für alle Bürger im Viertel sind der geplante kleine Laden (90 Quadratmeter) und das Café (70 Quadratmeter) im Erdgeschoss der Adresse Lechvorstadt 25. „Seit die Bäckerei Kohlhund 2009 geschlossen hat, geht das allen sehr ab“, weiß Holzhey. Er stellt sich für den Dorfladen ein kleines, aber gutes Sortiment vor. „Man soll Dinge des täglichen Lebens noch rasch am Heimweg besorgen können, und es soll regional sein mit Brot und Eiern aus der Nachbarschaft.“ Der Laden soll zeitgleich mit den Wohnungen fertig werden.

Alles im Zeitplan: Bauherr Fritz Holzhey an der großen Baugrube für das Projekt in der Lechvorstadt.

Die Baugrube für die Tiefgarage ist bereits fertig ausgehoben. Diese bietet 24 Autos Platz und wird mit der bereits bestehenden Tiefgarage verbunden. Auch oberirdisch wird ein Parkplatz angelegt, und zwar in etwa dort, wo jetzt die Baustelleneinrichtung ist. 28 Stellplätze sind vorgesehen, die dann auch bei Veranstaltungen im Gerbersaal von Gästen genutzt werden können, wie der Senior berichtet. Auch am Papiermacherweg entlang entstehen noch einige weitere Parkplätze. Die große Esche, die der Baumaßnahme hatte weichen müssen, sei bereits in einem schlechten Zustand gewesen. Dies habe auch Stadtförster Klaus Thien bestätigt und sei mit der Umweltbeauftragten Bettina Buresch abgesprochen gewesen. „Wir pflanzen einen neuen Baum“, so der Schongauer. „Da soll etwas Größeres hinkommen, kein Stangerl.“

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