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Mit der Abi-Traumnote 1,0 in die Zukunft

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Von: Rafael Sala

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Sie gehören zu den Jahrgangsbesten am Welfen-Gymnasium in Schongau: (v.l.) Jakob Johann Bißle, Antonia Braun und Felix Ruhland.
Sie gehören zu den Jahrgangsbesten am Welfen-Gymnasium in Schongau: (v.l.) Jakob Johann Bißle, Antonia Braun und Felix Ruhland. © Rafael Sala

Am morgigen Freitag werden am Schongauer Welfen-Gymnasium die aktuellen Abiturienten entlassen. Auch für ein Quartett, das die Traumnote 1,0 geschafft hat, geht die Schulzeit zu Ende.

Schongau – Sie haben Hobbys bunt wie das Leben: Antonia Braun (18) hat es die Sprache Französisch angetan, im Rahmen eines Austauschprogramms war sie länger in diesem Land. Felix Ruhland (17) sitzt in seiner Freizeit am liebsten am Schlagzeug, Jakob Johann Bißle (19) gärtnert gerne, pflanzt Kohlrabi, Lauch und Tomaten und vieles mehr. Und Sonja Mogk (18) hat eine Leidenschaft für das Theater. Das ist das, was dieses Quartett unterscheidet.

Es gibt aber auch eine Gemeinsamkeit. Nicht irgendeine, sondern eine ganz besondere: Die vier gehören mit einem Durchschnitt von 1,0 zu den besten des Abitur-Jahrgangs des Welfen-Gymnasiums in Schongau. Entspannt sitzen sie am Tisch beim Gespräch im Redaktionsraum, keine Spur von Aufatmen oder Abgeschlagenheit – Befindlichkeiten, die sicher bei so manch anderem Absolventen mit weniger guten Noten dazu gehören, wenn der Lernstress vorbei ist.

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„Active learning“ verhalf zur Traumnote

Von der Traumpunktzahl 900 ist Antonia Braun nicht weit entfernt: 868 hat sie bekommen, Platz eins unter den vier Schongauer Top-Abiturienten. Gold sozusagen.

Wie schafft man das? Fiel ihr das Lernen als Hochbegabte einfach leicht, musste sie sich anstrengen oder hat sie eine besondere Methode entwickelt? Letzteres ist der Fall, „active learning“ genannt, ein Pauksystem mit Intelligenz, bei dem es – wie es der Name sagt – um Aktivität geht. So viel wie möglich.

„Es reicht nicht, eine Fremdsprache einfach nur zu lesen oder im Radio zu hören, man muss sie so viel wie möglich sprechen“, sagt Braun. Wörter einfach nur ins Vokabelheft eintragen und markieren – zu wenig. Ansonsten sei ihr das Lernen natürlich „nicht einfach vom Himmel gefallen“.

Erst einmal ausgiebig Schlagzeug spielen

Felix Ruhland, dem es besonders Latein, Geschichte und Musik angetan haben, weiß nicht so recht, wie er den fulminanten Erfolg erklären soll. Lernen sei eben so eine Sache: Die einen können es, die anderen nicht. Bei ihm trifft definitiv Ersteres zu. Sein Berufswunsch? „Da lasse ich mir noch Zeit.“ Jetzt will er erst einmal ausgiebig das tun, was ihm am meisten Spaß macht: Schlagzeug spielen.

Jakob Johann Bißle hingegen ist ein verkappter Biologe, einer auf der Erfolgsspur allerdings: Neben Englisch, Wirtschaft und Recht hat er dieses Fach schwerpunktmäßig gewählt, sein Berufsziel ist denn auch nicht verwunderlich: Auf die Ausbildung „Biologielaborant“ wird es bei ihm vermutlich hinauslaufen. Auch er hat eine stattliche Punktzahl erreicht: 855 – Zweitbester. Lernen? „Klar, man muss schon einiges tun.“

Von der Realschule zum 1,0-Abi

Sonja Mogk hat auch eine 1,0 geschafft.
Sonja Mogk hat auch eine 1,0 geschafft. © Privat

Einen regelrechten Senkrechtstart hat Sonja Mogk hingelegt: Die Peißenbergerin kam aus der Realschule und hat nach den Abschlussprüfungen direkt ans Welfen-Gymnasium angeknüpft. In den harten drei zusätzlichen Lernjahren ist sie aber stets ihrer Neigung treu geblieben, hat selbst in der Theatergruppe fleißig mitgewirkt. Und jetzt? Gleich ran an die nächste Herausforderung, oder erst einmal verdientermaßen die Seele baumeln lassen? Zweiteres natürlich. Es geht auf Reisen in die Niederlande, mit dem Nachtzug. An die Nordsee. „Das muss jetzt einfach sein, ich freue mich“, sagt Mogk und lacht.

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