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Wieder glücklich im Eigenheim: Linda Kunze und Stephan Vietz mit ihren Kindern (v.l.) Emmie, Madita und Leni.

Nach Kellerbrand

Schongauer Familie dankt vorbildlichen Helfern

Nach einem Kellerbrand konnte sich eine Schongauer Familie voll und ganz auf die tatkräftige Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer, der Feuerwehr – und der Schongauer Nachrichten verlassen.

SchongauEin relativ glimpfliches Ende nahm ein Kellerbrand in Schongau. Am 6. April gegen 22 Uhr brennt es bei Familie Vietz-Kunze in der Moosängerstraße. Der defekte Trockner im Keller löst das Feuer aus. Linda Kunze bemerkt den Rauch zunächst nicht, sie kocht noch in der Küche und denkt, der Rauchgeruch stamme vom Toaster oder dem Ofen im Wohnzimmer. Als die Eltern das Feuer schließlich bemerken, reagieren sie schnell, schnappen sich ihre drei Kinder und laufen nach draußen zu den Nachbarn – barfuß, trotz der kalten Aprilnacht. „Ich habe gar nicht alles genau mitbekommen, ich hatte erstmal nur mein Baby im Kopf“, sagt Linda Kunze.

Im Großeinsatz war die Feuerwehr bei dem Brand.

Die alarmierte Feuerwehr Schongau rückt in kürzester Zeit an und kann den Brand schnell löschen. Die Familie wird ins Krankenhaus gebracht, kann es aber noch am Abend wieder verlassen. Linda Kunze lobt auch das achtsame Vorgehen der Feuerwehr, die versuchte, soviel wie möglich vom Hab und Gut der Familie zu retten.

Als der Regulierer der Versicherung zur Inspektion vorbeikommt, kann er zunächst nur den Schaden im Keller eindeutig feststellen. Durch die Bilder, die der Fotograf der Schongauer Nachrichten gemacht hat, kann sich die Versicherung aber ein genaues Bild über den ganzen Schaden im Haus machen, der durch den Rauch entstand, der in alle Zimmer gezogen war. Schließlich werden doch alle anfallenden Renovierungskosten übernommen. Auch die Familie begriff erst durch die Fotos das ganze Ausmaß des Brands und ist dem Fotografen Hans-Helmut Herold sehr dankbar.

Das Haus ist aufgrund des giftigen Rauchs, der in alle Räume gezogen ist, für Linda Kunze, ihren Mann Stephan Vietz und die Kinder zunächst nicht bewohnbar. Doch schon zwei Wochen nach dem Brand beginnt eine Brand- und Wassersanierungsfirma mit dem Abwaschen, Grundieren und Streichen der Wände. Der Keller muss komplett renoviert werden. „Wir mussten alles im Haus reinigen. Sogar die kleinsten Dinge, wie zum Beispiel Schlüssel“, erzählt Linda.

Sie ist überwältig von der Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer, die sich auchaufgrund des SN-Berichts bei ihr melden. Ohne die Helfer wäre das alles gar nicht machbar gewesen, meint sie. Noch in der Nacht nach dem Brand kommen Freunde und bringen Kleidung und Schuhe. „In den nächsten Tagen mussten wir alles von Grund auf neu organisieren“, sagt Linda. Die Familie hat keine Hausratversicherung, bekommt aber Dinge, die gebraucht werden, geschenkt, wie zum Beispiel gleich zwei Maxi-Cosi für das Baby. Vor allem beim Putzen des Hausrats, der noch verwendet werden kann, unterstützen sie die Helfer. „Wir haben vieles retten können, aber trotzdem mussten wir fast zwei Tonnen Hausrat wegschmeißen.“

Auch dabei bekommen sie Hilfe: Ein Freund stellt ihnen seinen Anhänger zum Entsorgen der Sachen zur Verfügung. Gemeinsam wird alles, was im Haus war und weiter benutzt werden soll, geputzt – Spielzeug, Möbel, Geschirr, sogar die verpackten Lebensmittel. Die gesamte Kleidung der Familie und alle Textilien im Haus müssen gewaschen werden, der giftige Rauch setzte sich überall fest.

Damals gab es im Haus noch keine Rauchmelder, aber jetzt gehen Linda und ihr Mann Stephan auf Nummer sicher und haben welche installiert. „Sowas soll nicht nochmal passieren“, sagt sie. Nach zwei Monaten konnten sie wieder einziehen – dank der vielen Helfer, bei denen sich die Familie auf diesem Weg noch einmal bedanken will.

Sophie Brunner

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