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Abschied von der Gastronomie: Beni Huber gibt den Löwenhof ab, will einen kaufmännischen Beruf ergreifen und in Zukunft mehr mit seiner Freundin unternehmen.

Der Löwenhof verliert den Löwen

Nach vielen Jahren: Wirt kehrt Szene-Kneipe den Rücken

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Das Schongauer Kneipen-Leben verliert ein lieb gewonnenes Gesicht. Benedikt „Beni“ Huber kehrt der Gastronomie komplett den Rücken und verlässt den Löwenhof. Ein Nachfolger wird gesucht.

Schongau – Der Löwenhof gilt als Institution in Schongau. Seit 1979 treffen sich alle Generationen und genießen das Ambiente „in einem der schönsten Innenhöfe Schongaus“, heißt es.Seit Benedikt Huber, genannt Beni, die Gaststätte und ihren Nebenräume vor sechs Jahren übernommen hatte, war alles noch etwas schöner geworden. Der Schongauer ist zwar erst 36 Jahre jung, in der örtlichen Gastronomie aber längst ein alter Hase mit Unmengen an Erfahrung. Schon mit 15 schleppte er im Lagerhaus Getränkekisten, über die Jahre bekam er immer mehr Verantwortung und stieg sogar zum Geschäftsführer der bekanntesten Schongauer Szene-Kneipe auf. Es folgte die Mynt-Bar an der Weinstraße, die Huber führte, bevor er ab 2011 dem Löwenhof seinen Stempel aufdrückte.

Beliebt sind unter anderem die fröhlichen Fußballabende samt WM, Champions-League und Bundesliga. Huber selbst ist ein glühender Fan des TSV 1860 München, „aber die Roten sind trotzdem gekommen und waren auch gern gesehen“. Bei großen Turnieren stellte er im Hof eine Großbild-Leinwand auf. Die Fans fieberten bis in die Nacht mit der deutschen Elf. Mit den Nachbarn gab es dabei nie Probleme.

Die nächste WM wird womöglich auch wieder im Freibereich des Löwenhofs zu sehen sein. Beni Huber wird dann aber höchstens noch als Gast mit von der Partie sein. Den Pachtvertrag hat er schon gekündigt, spätestens im Mai ist für ihn Schluss. „Es ist Zeit, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, sagt der 36-Jährige. Zu den persönlichen Gründen kommen auch gesundheitliche, die den Schongauer zwingen, die Gastronomie an den Nagel zu hängen. Eine Schulter, die er sich jüngst operieren ließ, zwickt noch immer. „Da habe ich dann Probleme mit den Nudeltöpfen.“ Das war mit ein Grund, warum er zuletzt schon den Mittagstisch eingestellt hat.

Der 36-jährige sucht jetzt einen Nachfolger. Überstürzen will er aber nichts, die Gäste sollen noch ihre Gutscheine einlösen können, einige fühlten sich „eh schon vor den Kopf gestoßen“, weiß Huber. Und was macht Beni Huber in seinem neuen Leben? „Ich hoffe, dass ich irgendwo unterkomme, ich habe ja mal Kaufmann gelernt.“

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