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Betretungsverbot herrscht noch immer in den Schongauer Kindertagesstätten (im Bild der Kindergarten Regenbogen an der Bahnhofstraße). Nur die Corona-Notgruppen füllen sich nach und nach.

Nächstes Kindergartenjahr

Alle haben einen Platz, aber Corona sorgt für viele offenen Fragen

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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142 Kinder sind in Schongau für das neue Kindergartenjahr 2020/2021 angemeldet. „Alle Kinder bekommen einen Platz“, meldet Esther Laue, auch einige Reserveplätze hat man noch übrig. Doch Corona sorgt für einige Fragezeichen. 

Schongau –  Die angespannte Situation entzerrt sich im Vergleich zum Vorjahr etwas. Die beiden Zusatzgruppen bleiben aber erhalten. Wie der Betrieb in diesen Corona-Zeiten weiter abläuft, ist noch unsicher.

Schon die Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr verliefen in diesen besonderen Zeiten ganz anders. Der große Tag der offenen Türe aller Schongauer Einrichtungen musste abgesagt werden. Stattdessen wurde rasch auf eine Online-Anmeldung umgestellt. „Das hat gut funktioniert, wir haben aber den Anmeldezeitraum etwas verlängert, damit es sich auch bei allen rumspricht“, so Esther Laue von der Hauptverwaltung der Stadt Schongau.

Im Vorjahr hatten 25 Kinder zunächst keinen Platz

Ein paar Tage länger dauerte nun auch die Auswertung: 142 Kinder sollen ab dem kommenden Schuljahr einen Kindergarten oder eine Krippe besuchen – und alle bekommen auch sofort einen Platz. Im Vergleich hierzu: Im Vorjahr wurden 164 Kinder angemeldet, für 25 Kinder hatte man zunächst keinen freien Platz, es musste erst die Lösung mit zwei Zusatzgruppen gefunden werden.

Situation hat sich deutlich entzerrt

Zwar gibt es die sogenannten Korridorkinder, bei denen Eltern selbst entscheiden können, ob sie noch ein weiteres Jahr den Kindergarten besuchen, auch weiterhin, aber die Situation habe sich deutlich entzerrt, so Laue. Die beiden Zusatzgruppen, eine Regelgruppe und eine Krippengruppe am Kindergarten Regenbogen und an der Außenstelle des Kindergartens Luftballons, bleiben erhalten, womit der Stadtrat wohl die Containerlösung weiter anschieben wird. Dies war zumindest bei den Vorberatungen zum Haushaltsentwurf 2020 so entschieden worden.

In der ersten Juni-Woche gibt es Post

Was Esther Laue als Information wichtig ist: In der ersten Juni-Woche gibt es Post und Eltern bekommen die Zusage zugeschickt. Und zwar für die Einrichtung, für die das Kind den Platz bekommen hat. Wer sein Kind bei mehreren Einrichtungen gleichzeitig angemeldet hat, bekommt aber nicht etwa auch Absagen von den anderen Kindergärten. „Das wäre viel zu umständlich“, so Laue.

Im Moment gilt noch immer Betretungsverbot 

Vom Zeitplan her werden die Eltern dann nach den Pfingstferien von der Einrichtungsleitung kontaktiert, um einen Termin für die Aufnahme zu vereinbaren. Dass das Kind bis dahin schon persönlich vorgestellt werden kann, bedeutet dies aber nicht. „Momentan gilt noch immer das Betretungsverbot außer für die Corona-Notgruppen“, so Laue. Es ist noch nicht entschieden, wie die Anmeldung genau abläuft. „Es gibt noch keine Regeln, in Zeiten von Corona ist nichts leicht“, wirbt Laue um Verständnis. „Wir sind aber bemüht, dass es auch mit einer persönlichen Vorstellung noch klappt.“

Immer mehr Kinder kommen in die Notbetreuung

Insgesamt gibt es in Schongau zehn Krippen und Kindergärten. Immer mehr Kinder kommen jetzt in die Notbetreuung, diese Woche sind es 50 Kinder von 240 allein in den vier Einrichtungen in städtischer Trägerschaft, ab dieser Woche sollen es nochmals mehr werden. Wie sich dies weiterentwickelt, könne man derzeit aber nicht sagen. „Es ist ja die Frage, ob eine zweite Welle kommt und alles wieder auf Anfang gestellt wird – das wäre Glaskugellesen“, so Laue.

Eingewöhnung wird heuer eine Herausforderung

Die Eingewöhnungsphase für die neuen Kindergartenkinder werde heuer aber mit Sicherheit eine Herausforderung für die pädagogischen Fachkräfte. Zumal es Kinder gebe, die nur für kurze Zeit ihre Kinderkrippe oder ihren Kindergarten besuchen konnten. „Diese Kinder machen vielleicht eine zweite Eingewöhnungsphase durch“, gibt Laue zu bedenken. Eine Maske sei im Übrigen nur bei der Übergabe der Kinder an die Eltern Pflicht und bei der engen Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern, nicht aber im gesamten Tagesablauf. „Im direkten Kontakt mit dem Kind ist dies auch gar nicht förderlich, zumal gerade die kleinen Kinder noch viel an der Mimik und vom Mund ablesen“, so Laue.

Zusagen bekommen mit den Kindergartenkindern im Übrigen auch jene Kinder, die für den Schülerhort angemeldet wurden – diese Briefe gehen zeitgleich raus.

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Ein kurzer, heftiger Gewittersturm hat am Samstagnachmittag auch im Landkreis Weilheim-Schongau für eine Reihe von Einsätzen von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) gesorgt.

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