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Verabschiedet sich jetzt beruflich komplett aus Schongau: Claus Moritz (links). Elmedin Ljuskovic alias Edi steigt auch am Volksfestplatz mit ein.

Ex-Lagerhauspächter gibt Standort Schongau auf

Neue Ära nun auch für das Moritz

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Vor einem Jahr hat Claus Moritz sein Lagerhaus übergeben, jetzt zieht er sich auch aus dem Moritz am Lechufer zurück. Der Landsberger will sich ganz auf seine Stadt konzentrieren, dort noch ein Tagesgeschäft aufbauen. In den Club am Schongauer Volksfestplatz soll mit einem bekannten Gesicht wieder etwas mehr Leben einkehren.

Schongau – Für Claus Moritz geht mit dem Schritt, nun doch auch den Club abzugeben, eine lange Ära in Schongau zu Ende. Wie bekannt, hatte sich der 49-Jährige schon im vergangenen Jahr aus familiären Gründen zurückgezogen. „Jetzt bin ich fast gar nicht mehr in Schongau, aber als Chef in der Gastronomie muss man einfach vor Ort sein, die Leute wollen dich sehen und direkten Kontakt zu dir haben“, begründet Moritz diesen Schritt. Gleichzeitig findet er gut, „wenn in Schongau wieder ein bisschen was passiert, denn eigentlich ist es ja traurig, dass es nur noch eine Disco in der Stadt gibt“.

Nach Schongau kam Moritz ursprünglich wegen seiner Frau und gab das Lagerhaus auf, als diese schwer erkrankte. „Im Rückblick seit 1999 war das in Schongau eine schöne Zeit. Was ich da so alles erlebt habe, da könnte ich ein Buch drüber schreiben“, so der Gastronom. Wobei sich die Kultur des Weggehens extrem gewandelt habe in den vergangenen 20 Jahren. „Die Jugend geht heute anders weg, gezielter und oft nur am Wochenende. Wir waren immer jeden Tag unterwegs“, so die Bilanz von Moritz. An viele Events und Partys erinnert er sich gerne zurück, von einigen der Partys – ob Faschings-, Hasen- oder Nikolauspartys – spricht man noch heute.

Nach wie vor sieht der Landsberger das Lagerhaus als die Kultkneipe schlechthin. Zusätzlich hatte er 2015 das PS von Peter Schwarz übernommen und für das damals neue, zweite Moritz erst mal kernsaniert – Ende Juli 2015 war die Eröffnung. Zuletzt habe sich aber herauskristallisiert, dass das Programm – gerade bei den Konzerten – durchaus etwas bunter hätte sein können.

Offiziell soll der Pächterwechsel im Moritz zum 1. August über die Bühne gehen. Das Ruder übernimmt Elmedin Ljuskovic, von allen nur kurz Edi genannt, der seit April 2017 das Lagerhaus betreibt. Der gebürtige Serbe (32), der seit dem Jahr 2000 in der Region lebt, ist mit Claus Moritz befreundet und kommt dessen Wunsch, sowohl Lagerhaus als auch Moritz in einer Hand zu wissen, gerne nach. Gemeinsam mit dem Schongauer Riza Öztürk will er ab Sommer Balkan-Nächte organisieren mit Musik aus Griechenland, Rumänien, der Türkei oder den jugoslawischen Nachfolgestaaten abwechselnd mit DJ-Sessions für junge Schongauer. Bis auf spezielle Events bleibt es aber wohl bei einem Öffnungsabend – dem Samstag. „Zwei Abende sind zu viel für Schongau“, so Edi Ljuskovic.

Für Claus Moritz sollen sich nun, wenn es nach seinem Wunsch geht, neue Wege öffnen. Seit 11 Jahren hat er das Landsberger Moritz, sein jüngerer Sohn ist 17 Jahre alt und hat wohl schon die ein oder andere Idee, die er irgendwann mit einbringen könnte.

Und er selbst würde ganz gerne, zumindest teilweise, ins Tagesgeschäft wechseln und ist auf der Suche nach einem passenden Objekt in und um Landsberg. Der Abschied aus Schongau soll aber nur beruflicher Natur sein, zumal auch die Schwiegereltern hier leben. „Ich komme gerne nach Schongau und freue mich immer, Freunde und alte Gesichter zu treffen“, sagt er zum Abschied.

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