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An der Marktoberdorfer Straße kommt auf Höhe des rechten Autos eine zusätzliche Ampel, damit Autofahrer bei Bedarf aus der Fanschuhstraße ausbiegen können.

Stadtrat Schongau

Autofahrer und Fußgänger profitieren

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Das Verkehrskonzept für den Bereich des Schulzentrums hat vergangenes Jahr interessante Erkenntnisse gebracht. Eine davon wird jetzt umgesetzt: Eine sogenannte Vorschaltampel an der Marktoberdorfer Straße, um die komplizierte Verkehrssituation an der Fanschuhstraße weiter zu entzerren. Auch die Situation an der Wilhelm-Köhler-Straße wird für Fußgänger verbessert.

Schongau – Auch wenn die Fanschuhstraße vor einigen Monaten ab dem Schulzentrum nur noch für Anlieger frei ist: Viele Eltern fahren trotzdem bis dahin, lassen ihre Kinder aussteigen und fahren wieder zurück. Zu den Hol- und Bringzeiten folgt das Unvermeidliche: Ein großer Stau bei der Einfahrt in die Marktoberdorfer Straße.

Um das zu verhindern, hat das Verkehrskonzept einen interessanten Vorschlag gebracht: Ein Sensor im Boden meldet, wenn viele Autos längere Zeit an der Fanschuhstraßen-Ausfahrt stehen. Dann schaltet nicht nur die bestehende Fußgängerampel auf rot, sondern auch eine neue stadteinwärts, eine sogenannte Vorschaltampel, die alle miteinander gekoppelt sind.

Die schiefe Ampel an der Wilhelm-Köhler-Straße wird ersetzt und der Fußweg an dieser Stelle verbreitert.

Dafür muss aber nicht nur die neue Ampel beschafft, sondern auch die bestehende ersetzt werden. Was sowieso notwendig ist: „Die ist antiquarisch und stammt aus dem Jahr 1966“, sagte Martin Blockhaus vom Stadtbauamt im Stadtrat. Die neue Ampel wird LED-Licht haben, akustisches System für Hörgeschädigte und viele andere neue Elemente, die mittlerweile Standard sind.

Länger wurde über eine neue Fußgängerampel an der Wilhelm-Köhler-Straße auf Höhe des Kindergartens diskutiert. Dass die Ampel, die bei einem Unfall beschädigt wurde und seitdem schief in der Landschaft steht, ersetzt wird, ist unstrittig. Doch Friedrich Zeller (SPD) war der bloße Ersatz zu wenig: „Der Weg dort ist so schmal, gibt es nicht eine bessere Lösung?“, wollte er wissen.

Die Situation an der Fanschuhstraße: rechts kommen Detektoren in die Fahrbahn, links eine Vorschaltampel an die Marktoberdorfer Straße.

Die hatte Blockhaus in petto. Man könnte die Straße an dieser Stelle etwas verengen, den Fußgängern, die oft mit Kinderwagen unterwegs sind, mehr Platz verschaffen. Statt mageren 1,5 Metern wäre der Gehweg an der Ampel künftig 2,1 Meter breit, so wie es die Richtlinien mittlerweile vorsehen. Die Verengung der Straße von 6,1 auf 5,5 Meter sei problemlos, so Blockhaus, „das reicht auch für Begegnungsverkehr locker aus“. Zumal es sich um eine 30er-Zone handelt und ein Hindernis in der Straße für zusätzliche Verkehrsberuhigung sorgen kann. Mit zusätzlichen Kosten von 6000 Euro sei der breitere Übergang auch finanziell überschaubar, so Blockhaus. „Das gefällt mir sehr gut“, sagte Kornelia Funke (CSU).

Für beide Maßnahmen werden, auch wegen Tiefbaumaßnahmen, 143 000 Euro fällig. Die könnten sich noch verringern, wenn wie erhofft die Versicherung des Unfallfahrers den Schaden an Ampel und Fundament von rund 29 000 Euro begleicht. Helmut Hunger (CSU) warnte jedoch, dass vermutlich nur der Zeitwert ersetzt werde, die Summe also bedeutend niedriger ausfallen könnte. „Das wissen wir. Aber wir werden darum kämpfen wie Löwen“, sagte Blockhaus.

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