Baustelle am neuen Turm für Rapunzel im Schongauer Märchenwald.
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Rapunzel zieht in den Schongauer Märchenwald.

Viele Pläne

Neue Attraktionen im Schongauer Märchenwald kommen bald

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Die Bagger und Kreissägen lärmen im Schongauer Märchenwald: Neue Attraktionen sollen die Besucher bei der Wiedereröffnung überraschen. Wann das möglich ist, steht zwar noch nicht fest, die Zukunft des kleinen Freizeitparks sieht dennoch alles andere als düster aus.

Schongau – Es staubt und lärmt, im Märchenwald wird fleißig gewerkelt. Der als Freizeitpark eingestufte Schongauer Besuchermagnet ist zwar Corona-bedingt noch geschlossen (wir berichteten), trotzdem wird für die Zukunft schon alles auf Vordermann gebracht. Die Gäste sollen sich bei der herbeigesehnten Wiedereröffnung auf allerhand neue Attraktionen freuen, erklären Florian und Franziska Hallmann, die Leiter des Parks, in einem Schreiben.

In den vergangenen Tagen haben die beiden zahlreiche Mails und Anrufe erreicht von Menschen, die sich Sorgen um den Märchenwald machen. Durch einen früheren Bericht sei ein recht düsterer Eindruck entstanden, sagen die beiden. Freilich sei die Situation in der Pandemie für sie, wie wohl für jeden anderen Menschen, frustrierend und man erlebe wie alle „das emotionale Auf und Ab“.

Nur nicht den Kopf ihn den Sand stecken

Doch den Kopf in den Sand zu stecken kommt für Familie Hallmann nicht in Frage, denn auch vorübergehend ohne Besucher geht es weiter im Märchenwald: An vielen Stellen entstehen neue Zuwege, Leitungen und Gebäude. Zum Beispiel ein neues Toilettenhaus im Stile einer Ritterburg neben dem Ziegengehege. Das hat den Vorteil, dass Besucher nicht mehr durch den ganzen Park zur nächsten Toilette laufen müssen, erklären die Hallmanns.

Täglich wird am Schongauer Märchenwald fleißig gewerkelt.

Wer in den vergangenen Tagen auf der Dießener Straße unterwegs war, dürfte bereits eine weitere Neuerung entdeckt haben: Rapunzel zieht in den Park. Ihr Turm ist bereits aus einiger Ferne zu erspähen. Bisher allerdings nur den „Rohbau“, erklärt Robert Herbst vom Marketingteam. „Der Turm wird noch verputzt, sodass er eine Steinoptik erhält.“

Das Besondere an dem neuen Märchenstand: Er reagiert interaktiv auf Zurufe und Bewegungen der Besucher. „Bisher war alles auf Knopfdruck, und auch die Soundeffekte waren relativ konservativ“, sagt Herbst. „Jetzt wird es das erste Märchen sein, dass zum einen mit dem Besucher interagiert und zum anderen durch den Sound eine Art 3D-Effekt erzeugt.“ Erste Tests seien vielversprechend verlaufen, so Herbst.

Zwei neue Tiere sind eingezogen

Außerdem sind zwei neue Tiere eingezogen: Stachelschweine, wie das Märchenwald-Team auf Instagram verrät. Sie sind sich sicher, dass die beiden die „absoluten Stars in 2021“ werden.

In einer Zeit, in der sie große Gelder und Mühen investieren und dabei auf die Sorgen und Spendenangebote von Märchenwald-Fans treffen, rührt die Hallmanns zum einen sehr, mache ihnen aber auch Bauchschmerzen. Schließlich hätten viele selbst mit den „unsicheren Aussichten“ der Krisenzeit zu kämpfen.

Die Rückmeldungen hätten aber dazu geführt, dass einige Projekte wieder nach ganz vorne auf der Prioritätenliste des Märchenwalds gewandert sind. So soll die Errichtung eines Verkehrsübungsplatzes auf dem ehemaligen Wildschweingehege angegangen werden (wir berichteten) – erstmals sollen dabei Sponsoren und Unterstützer eingebunden werden. Doch so sehr es ihnen unter den Nägeln brennt, muss das Projekt in den Herbst verschoben werden, weil es in diesem Frühjahr einfach zu viel sei. Schließlich wolle man es so planen und umsetzen, „dass es richtig toll wird“, erklärt Herbst. Und das brauche eben Zeit.

Ein Verkehrsübungsplatz soll entstehen.

Auch Tierpatenschaften sind möglich

Auch Tierpatenschaften sowie Werbepartner für Gehege sollen den Weg zu mehr Teilhabe und Partnerschaft öffnen. Es würde dem Team aber schwerfallen, wenn einzig eine Summe Geld fließe und dafür ein kleines Schild am Gehege angebracht werde, das die Spender erwähnt, betont Herbst: „Wir wollen gelebte Patenschaften. Wenn jemand uns unterstützt, dann möchten wir die Besucher auch daran teilhaben lassen.“ Etwa durch exklusive Fackelwanderungen nach Parkschließung. Selbiges gelte für Partnerschaften – die müssten einfach passen. Wer Interesse hat, kann sich gerne im Märchenwald melden.

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