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Am Buswartehäuschen an der Marktoberdorfer Straße gegenüber des Schulzentrums positionierte sich der Bauausschuss. Stadtbaumeister Sebastian Dietrich (2.v.li.) und Martin Blockhaus (Mitte) erläuterten die Pläne.

Lösung am Schulzentrum

Neue Radlständer, aber keine Radstreifen

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Eine Lösung für die Radfahrer am Schulzentrum hat der Bau- und Umweltausschuss am Dienstag gefunden: über den dann neu gestalteten Gartenweg. Wie hilfreich eine Ortsbegehung ist, zeigte sich beim Thema Radstreifen im Verlauf der Marktoberdorfer Straße Richtung Spinne.

Schongau– Weil den Stadträten in der jüngsten Sitzung das Thema Radverkehrskonzept für die Anbindung Haus für Kinder, Gartenweg und Schulzentrum als zu wichtig erschienen war, um rein nach Plänen zu entscheiden, traf sich am Dienstag der Bau- und Umweltausschuss für eine Ortsbesichtigung. Zwar waren um diese Uhrzeit keine Schüler unterwegs, aber genügend Autofahrer und Lkw, um sich die Gefahrensituation für Radfahrer deutlich vor Augen zu führen.

Unstrittig war, dass Radfahrer den neuen Kreisverkehr nutzen. Der Kreisring wird entsprechend gestaltet und „begünstigt die Verkehrssicherheit des Radverkehrs“, so die Stellungnahme des Stadt- und Verkehrsplanungsbüros. Einen möglichen Radweg zur Unterführung im Bereich der geplanten Parkplätze genau gegenüber des Schulzentrums hingegen wurde nicht weiterverfolgt. Dies nicht nur wegen der hohen Kosten. Das Bauamt hatte den Geh- und Radweg im Bereich des geplanten Parkplatzes auf 135 000 Euro und im Bereich des vorhandenen Realschulparkplatzes auf rund 90 000 Euro geschätzt. Weil aber dieser Radweg vorwiegend dem Schulverkehr diene, folgte der Bau- und Umweltausschuss einem anderen Vorschlag. Die Radler werden über den neuen Gartenweg geleitet. Bettina Buresch hinterfragt, ob dies wegen der Steigung sinnvoll sei. Die Planung sehe jedoch vor, dass der Gartenweg vom Niveau her deutlich angeglichen werde, erläuterte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich.

Damit die Schüler mit ihrem Radl nicht durch die Unterführung müssen, sollen dann weitere Fahrradabstellanlagen im Bereich des neuen Kreisverkehrs gebaut werden. Wo genau, solle noch geprüft werden, damit wirklich genügend Abstellplätze vorhanden seien, wie Ilona Böse (SPD) in der anschließenden Sitzung im Rathaus forderte. Eine Möglichkeit wäre in ihren Augen analog zur Radlanlage bei Gustav Klein, nur genau auf der anderen Straßenseite.

Der südliche Anschluss des Kreisverkehrs für Radfahrer könnte in einem weiteren Bauabschnitt erfolgen als Radwegekonzept Rößlekellerberg/Marktoberdorfer Straße. Der Bau des Kreisels ist davon nicht berührt. Unstrittig war, im Bereich der Bürgermeister-Lechenbauer-Straße eine Fahrradstraße auszuweisen oder eine entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung zu treffen. Schulbusse dürfen natürlich einfahren; diese Haltepunkte sollen farblich oder baulich hervorgehoben werden. Genutzt werden kann diese Einfahrt auch von Nutzern der Lechsporthalle, allerdings nur mit dem Zusatz „Pkw frei“, womit der Radverkehr Vorrang hat.

Deutlich vor Augen führte das Bauamt den Mitgliedern des Ausschusses, wie gefährlich aufgemalte Schutzstreifen für Radfahrer nördlich des künftigen Kreisverkehrs beim Schulzentrum Richtung Altstadt sein könnten. Martin Blockhaus malte dafür mit einer Sprühdose beidseitig Markierungen auf die Fahrbahn auf. Dietrich verwies noch einmal eindringlich darauf, was die Autofahrer in Realität demonstrierten: „Theoretisch wäre ein Fahrradstreifen möglich, aber dieser würde immer überfahren.“ Wie sich zeigte: Die Fahrbahn ist so schmal, dass der Fahrradstreifen nur dann unberührt bliebe, wenn es keinen Gegenverkehr gibt. „Und wann hat man das schon an der Marktoberdorfer Straße“, so Kornelia Funke (CSU).

Die ALS-Stadträtin Buresch vertrat weiterhin die Auffassung, dass die Schutzstreifen in jedem Fall eine größere Sicherheit darstellten für Radfahrer als keine Markierung. „Sie tragen zur verstärkten Aufmerksamkeit bei allen Verkehrsteilnehmern bei“, so Buresch. Gegen ihre Stimme lehnte der Bauausschuss dann jedoch Schutzstreifen zwischen Kreisverkehr und Einmündung Fanschuhstraße wie auch im weiteren Verlauf bis zur Spinne ab.

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