Schäden an der Augsburger Straße sollen heuer behoben werden. Die Maßnahme soll im Rahmen der Deckenarbeiten an der B17 zwischen Hohenfurch und Peiting-West in Angriff genommen werden.
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Schäden an der Augsburger Straße sollen heuer behoben werden. Die Maßnahme soll im Rahmen der Deckenarbeiten an der B17 zwischen Hohenfurch und Peiting-West in Angriff genommen werden.

Aus dem Stadtrat

Schongau: Neuer Belag für Augsburger Straße

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Die Augsburger Straße in Schongau soll im Zuge der B17-Sanierung ertüchtigt werden, und zwar zwischen Krankenhausberg und Abzweigung Hohenfurch. Für die Fahrbahnsanierung auf 850 Metern werden rund 130 000 Euro fällig. Auch der nebenliegende Radweg soll in diesem Zuge erneuert werden.

Schongau – 2015 wurde bereits der erste Teilabschnitt der Augsburger Straße im Bereich des Schongauer Krankenhausberges mit einer neuen Asphaltdeckschicht versehen, zu schlecht war die Fahrbahnoberfläche geworden. Nun soll der zweite Bauabschnitt folgen, und zwar zeitgleich mit den Deckenbauarbeiten des Staatlichen Bauamts an der B17. Martin Blockhaus vom städtischen Bauamt stellte dem Gremium in der jüngsten Sitzung die möglichen Varianten vor.

Die rund 850 Meter bis zur Abzweigung nach Hohenfurch sind im Zustand 6 der Bewertungsklasse zwischen 1 (sehr guter Zustand) und acht (sehr schlechter Zustand, sofortige Maßnahmen erforderlich). Während bei der Baumaßnahme an der B17 voraussichtlich ein lärmmindernder Asphalt geplant ist, schlug das städtische Bauamt in seiner ersten Variante einen Standardbau vor wie im ersten Bauabschnitt auch. Das spart etwa 100 000 Euro ein. Kostenpunkt der einfachen Variante: rund 130 000.

Fördermaßnahme für den Fuß- und Radweg

Eine Fördermaßnahme gibt es hierfür nicht, aber für den Fuß- und Radweg neben der Fahrbahn, der auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird und ebenfalls in einem schlechten Zustand ist (Note 5 von 8). Für diesen Weg könnte sogar eine Förderung bis zu 80 Prozent möglich sein, stellte Blockhaus den Stadträten in Aussicht. Derzeit sind zwei mögliche Förderprogramme ausgeschrieben. Weil diese aber gedeckelt sind, ist demnach nicht klar, ob Schongau zum Zuge kommt, das wolle man aber abwarten und die Arbeiten am Radweg eventuell hinten anstellen. Die Breite des Weges beträgt jetzt im Mittel 3,10 Meter, soll aber auf 3,50 Meter ausgebaut werden, da der Weg ja auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird. Die Kosten für das Aufbringen einer einfachen Tragschicht auf den vorhandenen Belag schätzt das städtische Bauamt auf rund 51 000 Euro, die teurere sogenannte „Spritzdecke“ sei für Radfahrer ohnehin nicht so empfehlenswert, so Blockhaus.

Die Haushaltsmittel von insgesamt 190 000 Euro für beide Baumaßnahmen waren im Jahr 2020 bereits eingeplant. Wann es zeitlich mit der Augsburger Straße losgehen kann und wie lange dies dauert, ist noch nicht klar, das Staatliche Bauamt beginne demnächst mit der Ausschreibung, hieß es auf Nachfrage.

Arbeiten sollen im Zuge der B17-Erneuerung mitgemacht werden

Wie berichtet, soll die Schongauer Ortsumfahrung zwischen Hohenfurch und Peiting-West verbessert werden, rund zwölf Wochen werden allein dafür veranschlagt, den Straßenbelag zu erneuern. Wie Blockhaus anregte, solle unbedingt auf den Termin des Schongau-Triathlon Rücksicht genommen werden. Denn die für die Arbeiten notwendige Vollsperrung der B17 werde für Schongau eine große Belastung bedeuten, „wie sich ja jeder vorstellen kann“. Für den Schongauer Sommer sieht er dagegen kein Problem, der Festplatz sei nicht betroffen. „Da ist es vielleicht sogar von Vorteil, wenn Leute durch die Stadt fahren und dann anhalten.“

Dass dieser zweite Bauabschnitt der Augsburger Straße jetzt gemacht werden soll und man die Synergieeffekte der großen Baumaßnahme auf der B17 nutzen möchte, darüber war man sich im Stadtrat einig. „Und der Radweg ist eine wichtige Verbindung zwischen Hohenfurch und Schongau“, betonte Ilona Böse, Fraktionssprecherin der SPD. Schüler wie Berufstätige würden diesen nutzen, wichtig sei auch die Breite, damit ein Begegnungsverkehr möglich ist. Böse wollte aber wissen, ob man nicht trotz einer Förderung günstiger komme, wenn auch der Geh- und Radweg über das Staatliche Bauamt laufe. Dies verneinte Blockhaus, so massiv sei der Preisnachlass der Firmen nicht. Die SPD-Stadträtin regte aber an, dass neue Hinweisschilder angebracht werden, etwa Richtung Galgenbichl, wo gerade ein neues Kreuz aufgestellt wurde samt einer Ruhebank.

Neue Wegweiser werden gewünscht

Stadtbaumeister Sebastian Dietrich nahm die Anregung auf, Standard-Wegweiser seien aber bereits in Planung. Michael Eberle (CSU) schlug vor, zusätzlich den ebenfalls gerne frequentierten Weg oberhalb Richtung Wasserturm auszubessern oder in diesem Zuge gleich mitzusanieren. Dieser Weg soll nun begutachtet werden. Beide Maßnahmen wurden einstimmig verabschiedet.

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