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Freuen sich auf viel Kundschaft im Eurasia: Gastronom Günter Großegger und seine Mitarbeiterinnen. 

Neues Restaurant in Schongau West

Knödel-König Großegger eröffnet Eurasia

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Der Knödel-König ist zurück: Nach acht Jahren ist Weißwurst-Brezen-Knödel-Erfinder Günter Großegger wieder am Start im Schongauer Land. Der Gastronom will Die Menschen der Region kulinarisch-trendy beglücken – und hat in Schongau-West ein Street-Food-Restaurant eröffnet.

Schongau – Ein Street-Food-Was? Restaurant. Genau. Quasi der Wolpertinger zwischen der modernen Street-Food-Küche, die hochwertig und nachhaltig daherkommt und aus einem Food-Truck heraus kredenzt wird. Und einer Imbiss-Lokation, die trotz Holzvertäfelung und hochwertigem Koch-Equipment irgendwie ein Imbiss bleibt. Nicht optisch. Nur vom Gefühl her. 

Über dem Eingang des Restaurants prangt der Schriftzug „Salome Club“. Das neue Gourmet-Hauptquartier beim Stangerlwirt also – Auszogene werden hier jedoch keinesfalls kredenzt, verspricht Günter Großegger, der es vor rund einer Dekade mit seinem Weißwurst-Brezenknödel sogar gemeinsam mit Starkoch Alfons Schuhbeck ins Fernsehen schaffte.

 Das gutbürgerliche Restaurant in Peiting gab er schließlich auf vor acht Jahren. Das war kurz nach dem durchschlagenden Knödel-Erfolg. Es folgten kulinarische Stationen in Königsbrunn und zuletzt Starnberg. Inzwischen ist der Knödel-König beim hippen Street-Food gelandet, das nicht nur essenstechnisch in aller Munde ist. 

Dementsprechend liest sich dann auch die Speisekarte der vermeintlichen Imbiss-Bude: Ein „Shisho“-Burger soll „das Beste aus zwei Welten“ vereinen, die „Aroma-Ente“ beflügeln, das frisch gesmokte Pulled Pork den Gaumen verwöhnen. Fingerfood aus aller Welt also, bei dem auf die gute Qualität und Herkunft der Zutaten großen Wert gelegt wird. Alles nachhaltig. Selbst das Geschirr. „Das ist aus Palmblättern.“ 

Verkauft wird über den Tresen – innen und außen. Gekocht „wird mit frischen Produkten, der Kunde kann zuschauen“, erklärt Großegger das Konzept des Street-Food-Restaurants. Ist das Essen fertig, ertönt der große Gong. Ein bisschen wie im Shaolin-Mönchs-Kloster ist das. Ein Hort also auch für die Seele im eurasischen Tempel des Essens. Und ein Konzept, mit dem er längst auch samt Food-Truck unterwegs ist. Hat er denn keine Angst? Angst, die Leute könnten sagen: Jetzt sitzt der Knödel-König in der Pommes-Bude. Dort, wo vorher der Döner-Mann war. Großegger lacht, winkt ab. 

In gewohnt selbstbewusster Manier gibt er zu verstehen, dass er mit diesem neuen Konzept längst in der Gegenwart angekommen ist. „Die Leute haben immer weniger Zeit. Und wenn du heute mithalten willst, dann musst mit dem Trend gehen.“ Bei allem Fortschritt und der Tatsache, dass Großegger seine Restaurant-Vergangenheit an den Nagel gehängt hat, bleibt er immer noch der Alte in Sachen Weißwurst-Brezen-Knödel. Den damaligen Hype um das Produkt hat er längst genutzt, um prominente Kontakte zu festigen. Zu Fernsehkoch Roland Trettl zum Beispiel. Der soll nur einer von mehreren bekannten Köchen sein, die Großegger für sein Dauer-Werbe-Projekt mobilisiert: Der Knödel soll jetzt der längst Knödel der Welt werden und es so ins Guiness-Buch der Rekorde schaffen. „Das Ganze ist schon in Planung“, verrät Großegger, hält sich ansonsten aber bedeckt. Nur so viel: Die Aktion soll dort stattfinden, wo der Knödel-König seinen Knödel erfunden hat: Im Schongauer Land. 

Und dort wo der Knödel seine Heimat hat, sieht auch Erfinder Großegger seine momentan gefühlten Wurzeln. „Irgendwie bin ich hier doch heimisch geworden“, sagt er mit Blick auf seinen neuen Standort. Man darf gespannt sein, ob die Heimat-Gefühle vielleicht auch den Erfinder-Geist beflügeln. Es muss ja keine Ente werden.

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