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Das neue Logo der Stadt Schongau mit unterschiedlichen Claims.

Aus dem Stadtrat

Neues Stadtlogo fällt bei CSU durch

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Zwei verschiedene Vorschläge für das neue Stadtlogo standen in der Sitzung am Dienstag zur Diskussion – erarbeitet von Fraktionsvertretern in einem Workshop. Nicht beteiligt: Die CSU. Mit 14:7 Gegenstimmen entschied man sich für einen Entwurf mit variablen Begriffen. Das „Tor zum Pfaffenwinkel“ hat allerdings ausgedient.

Schongau– In den Farben der Stadt Schongau, Gelb und Schwarz, ist auch das künftige Logo gehalten, das Visitenkarten, Briefköpfe und Online-Auftritt zieren soll. Zu sehen ein Tor und die Stadtmauer, die Stadtpfarrkirche und das Ballenhaus sowie ein Stadtturm. Darunter als schwarze Welle symbolisch der Lech. Unter dem Schriftzug Stadt Schongau findet sich der Fluss dann in austauschbaren Claims, einer Art Unterzeile wieder: Leben am Lech. Diese kann je nach Verwendung ersetzt werden durch Urlaub am Lech, Wirtschaften am Lech, Kultur am Lech und Freizeit am Lech. Die abgespeckte Variante eins kommt hingegen ohne die Silhouette der Stadt aus und verwendet nur „Leben am Lech“.

Diese beiden Logos waren das Ergebnis eines Workshops, der nichtöffentlich beschlossen worden war und zu dem sich Vertreter der Fraktionen SPD, UWV und ALS zusammengefunden hatten – mit der beauftragten Agentur und Mitgliedern der Stadtverwaltung. „Es ist viel experimentiert worden“, so Meike Petro, für Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die sehr unterschiedlichen Varianten zeigten „eine moderne Stadt, die mit der Zeit geht“, einmal etwas nüchterner, einmal verspielt.In der Diskussion lobten die beteiligten Fraktionen die Ergebnisse des Workshops, der sehr fruchtbar gewesen sei. „Es war gut, diesen Weg zu gehen“, so Ilona Böse (SPD). „Was hätte Schlimmeres passieren können als einen Workshop und dann wieder die gleiche Diskussion“, stieß Stephan Hild (UWV) ins gleiche Horn.

Michael Eberle wollte dies für die CSU-Fraktion nicht so stehen lassen. „Man zerfließt hier ja fast vor Harmonie, wie gut man sich die Vorschläge redet.“ Inhaltlich müsse man bei der reduzierten Variante einen Beipackzettel beilegen. „Und: Wo ist denn das Leben am Lech, bei uns ist Urwald am Lech und die Stadt auf dem Berg, deshalb ist das nicht passend.“ Grundsätzlich monierte er das Umschwenken zum Begriff Lech, „das ist ein alter Hut und kein Alleinstellungsmerkmal, das gibt es in Landsberg, in Lechbruck oder Füssen genauso“. Eberle plädierte dafür, unbedingt am bisher verwendeten „Tor zum Pfaffenwinkel“ festzuhalten, das als touristische Marke gut eingeführt sei.

Vizebürgermeister Tobias Kalbitzer (ALS) weigerte sich, noch einmal grundsätzlich über die Ergebnisse des Workshops zu diskutieren. „Das sind jetzt die finalen Entwürfe, ich bin sehr glücklich über das Ergebnis, es ist so stimmig.“ Mit einem spitzen „Wenn man dabei gewesen wäre“ spielte Kalbitzer darauf an, dass sich die CSU als einzige Fraktion nicht am Workshop beteiligt hatte.

Einige Stadträte beschwichtigten, darunter Hild. Schließlich sei es „kein Diktat bis ans Lebensende“, und ob man die Linie als Lech erkenne, auch „nicht kriegsentscheidend“. Ebensowenig sei ausgeschlossen, das „Tor zum Pfaffenwinkel“ weiterzuverwenden. Dies schlug dann Peter Huber (SPD) als Kompromiss vor – als zusätzliche Unterzeile. Dies wollte auch Bürgermeister Falk Sluyterman mittragen.

Meike Petro griff den Vorschlag auf, auch wenn sie der Meinung war, der Begriff „Tor zum Pfaffenwinkel“ sei sehr touristisch. „Das wurde zwar über Jahre aufgebaut und hat eine gewisse Akzeptanz, aber als junger Mensch würde mich das nicht so reizen“, gab sie zu bedenken. Kornelia Funke wehrte sich dagegen, die Marke „Tor zum Pfaffenwinkel“ als altbacken zu bezeichnen, sie werde von Jung und Alt gleichermaßen angenommen, so die CSU-Stadträtin und Stadtführerin.

Während sich Michael Eberle entsetzt zeigte, wie der Stadtrat entwertet werde – ein Workshop dürfe keinesfalls die Diskussion im Stadtrat ersetzen – wehrte sich die ALS gegen einen Kompromiss. Und die lange Diskussion über das Logo. „Der Workshop sollte schließlich dem Stadtrat die Arbeit erleichtern“, so Bettina Buresch.

Die Kompromiss-Variante mit Stadtsilhouette und verschiedenen Claims inklusive „Tor zum Pfaffenwinkel“ fiel mit 9:12 Stimmen durch. Mit 14:7 stimmte das Gremium für die bereits vorgeschlagenen Variationen des „Leben am Lech“.

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