Schüsse in Baden-Württemberg: Mehrere Todesopfer? Hintergründe unklar  

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Schussgewaltig: Der 1,90 Meter große und über 100 Kilogramm schwere Geordie Wudrick (r.) weiß, wo das Tor steht. In seiner Profikarriere – hier im Trikot der Kelowna Rockets – erzielte der Flügelstürmer bereits 321 Treffer.

Spektakulärer Trainingsgast bei den Mammuts

NHL, Australien – und jetzt Schongau?

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Einst wählten ihn die LA Kings im NHL-Draft. Jetzt spielt er für einen Vertrag bei der EA Schongau vor: Der kanadische Stürmer Geordie Wudrick absolviert derzeit ein Try-Out.

Schongau – Das Geheimnis um den kanadischen Trainingsgast der EA Schongau (wir berichteten) ist gelüftet: Ein gewisser Geordie Wudrick versucht seit Montag, sich für einen Vertrag beim Bayernligisten zu empfehlen. Die Vita des 28-jährigen Flügelstürmers ist beeindruckend.

Einst war er NHL-Draft-Pick Nummer 88

Als Nachwuchsspieler träumte Wudrick noch von der ganz großen Karriere. Der 1,90 Meter hoch gewachsene und über 100 Kilogramm schwere Hüne zählte zu den hoffnungsvollsten Talenten seines Jahrgangs. Im zarten Alter von 18 Jahren wurde er im NHL-Draft gar an 88. Stelle von den Los Angeles Kings ausgewählt. Zum Vergleich: Braden Holtby, amtierender Stanley-Cup-Sieger mit den Washington Capitals, kam an Stelle 93. Das Tor zur besten Liga der Welt schien für Wudrick offen. Hindurch ging er aber nie. Bis heute hat er kein Spiel in der NHL absolviert.

Geordie Wudrick spielt womöglich bald für die EA Schongau.

Stattdessen zeigte der bullige Angreifer in der kanadischen WHL sein Können. Bei den Swift Current Broncos und den Kelowna Rockets sammelte er zuverlässig Punkte. 43 Tore und 16 Vorlagen erreichte Wudrick in der Saison 2010/2011. Es folgte ein erster Kurz-Auftritt in Deutschland: 14 Spiele machte er in der anschließenden Spielzeit für die Starbulls aus Rosenheim in der DEL2. Doch nach drei Toren und sechs Assists endete seine Zeit in Bayern.

Wudrick, der Weltenbummler

Seither tingelt Wudrick durch die Weltgeschichte. Von erneuten Engagements in der kanadischen Heimat bis hin zu Stationen in der SPHL in den USA sowie der zweiten französischen Liga und der australischen AIHL war alles dabei. Das Auffallende: Seine Scorer-Statistiken stimmten fast überall. Besonders bei den Newcastle North Stars dürfte ihm ein Platz in den Vereins-Annalen sicher sein. In der Saison 2014/2015 führte Wudrick die Australier zum Titel. In 30 Spielen (Playoffs inklusive) erzielte er 48 Treffer und legte ebenso viele Tore auf – beeindruckend. Der Lohn: Auszeichnungen als Saison-MVP, Final-MVP sowie bester Torjäger und Top-Scorer.

Zuletzt stand Wudrick bei den Sydney Ice Dogs unter Vertrag – nachdem er zuvor für den EHC Berlin Blues in der Regionalliga Ost in 22 Spielen 29 Tore gemacht und 21 Assists geholt hatte. Ein im vergangenen Sommer geplanter Wechsel zu den Chiefs Leuven nach Belgien zerschlug sich – was Wudrick dazu brachte, sich bei der EAS anzubieten.

Resch ist noch vorsichtig

Doch trotz der vielen Erfahrung und insgesamt 321 Profitoren Wudrick‘s will Martin Resch seinen Trainingsgast erst genau beobachten, eher er ihn mit einem Vertrag ausstattet. Die Entscheidung fällt ihm zufolge nach dem Testspiel am Freitag gegen den ESC Geretsried (20 Uhr, Eisstadion Schongau). „Da kann er gegen einen Liga-Konkurrenten beweisen, dass er eine sofortige Hilfe für uns ist“, betont Resch.

Die Vorsicht des Teammanagers ist nachvollziehbar. Bei nur zwei verfügbaren Kontingentstellen wäre ein vorschneller Fehlschuss fatal. „Die Besetzung dieser Position kann über eine ganze Saison entscheiden“, unterstreicht er – fügt aber rasch hinzu: „Geordie hat im Training natürlich schon gezeigt, dass er Eishockey spielen kann.“ Eine Aussage, die beim Blick auf Wudricks Vita nicht wirklich verwundert.

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