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Ferienjobs in der Gastronomie sind durchaus anspruchsvoll und keineswegs ein Kinderspiel. 

Umfrage bei Firmen im Landkreis

Noch werden Ferienjobber gesucht

Wenn Schüler oder Studenten in den Schul- oder Semesterferien ein paar Euro verdienen wollen, dann greifen sie gerne auf Ferienjobs zurück. Doch wie sieht eigentlich das Angebot an solchen Jobs im Landkreis Weilheim-Schongau aus? Eigentlich nicht schlecht, denn es werden noch Ferienjobber gesucht.

Weilheim-Schongau – „Die Hoerbiger-Werke im Landkreis Weilheim-Schongau vergeben seit vielen Jahren Ferienjobs an Schüler und Studenten aus der Region“, teilt Unternehmenssprecherin Petra Hunger mit. In den Sommerferien 2018 würden rund 60 junge Menschen in den Werken in Schongau und Penzberg eingestellt, je nach Bedarf in verschiedenen Abteilungen der Produktion oder als Unterstützung im Büro. Viele von ihnen kämen nach dem Ferienjob erneut zu Hoerbiger – als Praktikanten, Werkstudenten oder um die Abschlussarbeit zu schreiben.

„Die Ferienarbeiter erhalten umfangreiche Einblicke in das Unternehmen, können erste Erfahrungen in Metallberufen sammeln und werden gemäß dem Tarif der IG Metall vergütet“, so die Hoerbiger-Sprecherin. Die Anzahl der Ferienjobs bei Hoerbiger sei seit Jahren konstant. Bewerbungen sollten per E-Mail (bewerbung@hoerbiger.com) oder schriftlich erfolgen.

„Wir bieten Ferienjobs für die Monate Juli/August/September an. Die Ferienarbeiter werden vorwiegend im Bereich Sicht- und Rissprüfung eingesetzt, aber auch im Werkzeugbau. Aktuell suchen wir für den Standort Denklingen noch ca. 50 Ferienarbeiter“, berichtet Konzernsprecherin Michaela Heinle von der Hirschvogel Umformtechnik in Denklingen. Für das Hirschvogel Komponenten-Werk in Schongau würden Ferienjobs für den Zeitraum der Sommerferien (August bis Mitte September) angeboten. Die Tätigkeiten: fertigungsbegleitende Qualitätsprüfungen durchführen, das Bestücken von Produktionsanlagen mit Rohteilen, die Montage und das Verpacken von Bauteilen. Voraussetzung sei jeweils ein Mindestalter von 18 Jahren (Drei-Schicht-Betrieb) und die Vorlage einer über diesen Zeitraum gültigen Schul- bzw. Immatrikulationsbescheinigung. Die Vergütung liege bei zehn Euro pro Stunde. Näheres unter www. hirschvogel.com/karriere.

„Wir suchen für den Landkreis noch rund ein Dutzend Ferienjobber, die als Brief- und Paketzusteller in der Region Weilheim-Schongau eingesetzt werden sollen“, sagt Postsprecher Gerold Beck. Der Besitz eines Führerscheins sei erforderlich. Gesucht würden Studenten, Abiturienten und alle, die sich in den Ferien oder vor Studienbeginn etwas dazu verdienen wollen. Wegen der Einarbeitung sollten die Ferienjobber sechs bis zehn Wochen arbeiten können. Wiedereinstellungen in weiteren Ferien/Semesterferien seien dann auch mit kürzeren Zeitspannen möglich. „Der Stundenlohn liegt derzeit bei rund 13 Euro“, fügt der Postsprecher noch hinzu. Mailadresse für Bewerber: postjobs-rosenheim@deutschepost.de.

Beliebt sind auch die Ferienjobs bei der UPM-Papierfabrik in Schongau, verteilt auf alle Produktionsabteilungen. Allerdings müssen sich Interessierte rechtzeitig bewerben, denn die Plätze sind schnell vergeben. Bevorzugt werden Leute, die bei UPM schon mal in den Ferien gejobbt haben oder Familienmitglieder von Betriebsangehörigen.

Das Hochland-Werk in Schongau (ehemaliges Butterwerk) benötigt in der Produktion immer wieder Saisonarbeitskräfte. Diese Einsätze dauern in der Regel mehrere Monate; die Stellen werden größtenteils über Zeitarbeitsfirmen besetzt. „Klassische Ferienjobs mit einer Dauer von zwei, drei Wochen gibt es bei Hochland so gut wie nicht mehr“, teilt Hochland-Sprecherin Petra Berners mit.

Die Stadt Schongau bietet Ferienjobs im Bauhof sowie in der Stadtgärtnerei an. Jeweils mit einer Stelle, nicht nur in den Sommerferien, sondern auch an Ostern und Pfingsten. „Für die kommenden Sommerferien sind die Stellen allerdings bereits besetzt“, teilt Stadtsprecherin Meike Petro mit.

Ferienjobs gibt es auch im Bauhof in Peiting. Dort dürfen in den Sommerferien drei Schüler nacheinander ran – jeweils zwei Wochen lang. Sie helfen mit beim Mähen von öffentlichen Grünflächen, beim Jäten von Unkraut, beim Ausleeren der Hundeklos, beim Müll einsammeln, beim Heckenschneiden im Friedhof usw. „Die Ferienjobs bei uns sind begehrt“, bestätigt der Peitinger Bauhofleiter Franz Multerer. Wer in Peiting dabei sein will, der muss sich mindestens ein halbes Jahr vorher bewerben.

Ferienjobber in der Gastronomie? Auch das gibt es. „Aber so leicht ist Kellnern auch wieder nicht, wie sich mancher das vielleicht vorstellt“, sagt Michael Fischer vom Terrassen-Café-Restaurant Bayerischer Rigi auf dem Hohen Peißenberg, zugleich dritter Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands Weilheim-Schongau. Denn als Kellner zu arbeiten, sei durchaus ein anspruchsvoller Job. Man müsse das Kassensystem beherrschen, die Speisekarte kennen und gute Manieren haben. „Das wird manchmal unterschätzt“, sagt Fischer. Mit Ferienjobbern hat er bisher gute Erfahrungen gemacht. „Manchen hat’s so gut gefallen, dass sie bei uns gleich geblieben sind.“

Michael Gretschmann

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