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Nur Familienstreit störte die Silvester-Ruhe

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Eine selten ruhige Silvesternacht hat es im Schongauer Land gegeben. Nur neun Einsätze meldet die Polizei, und die waren meist harmlos. Auch von den Feuerwehren ist nichts bekannt. In Weilheim dagegen brannten Autos.

Weilheim-Schongau Ganz ohne Streit ist die Silvesternacht in Schongau nicht abgegangen: Gegen 2.30 Uhr wurde die Polizei zu einer familiären Auseinandersetzung gerufen. Nach einem Streit zwischen einer Mutter und ihrem bereits erwachsenen und alkoholisierten Sohn, der zunehmend aggressiver wurde, erteilten die Beamten dem 37-Jährigen einen Platzverweis. Daraufhin verließ der Mann auch die Wohnung, kam jedoch postwendend wieder zurück, als die Streifenbesatzung den Einsatzort verlassen hatte. Kurios: Er kletterte über den Balkon in Richtung der Wohnung. Zur Bereinigung der Situation wurde der „Uneinsichtige“, so die Polizei, in Gewahrsam genommen und musste den Rest der Nacht in einer Zelle auf der Polizeiwache verbringen.

Eine Anzeige fing sich auch ein 68-Jähriger ein, der in der Neujahrsnacht gegen 0.55 Uhr in der Peitinger Straße in Schongau mit seinem Kleinkraftrad kontrolliert wurde. Dabei stellte sich heraus, dass der Peitinger gar keinen Führerschein für das Gefährt hat.

Während es bei den Feuerwehren im Raum Schongau ruhig blieb, waren in Peißenberg und im Lechrain mehrere Einsätze nötig. Jeweils waren, vermutlich verursacht durch Feuerwerkskörper, Hecken in Brand geraten. In Peißenberg rückten um 22.16 Uhr 20 Feuerwehrler zur Straße „Am Talfeld“ aus, wo eine Zypresse in Brand geraten war. Vor Ort waren nur noch kleinere Glutnester abzulöschen, nach einer Kontrolle mit der Wämebildkamera zogen die Helfer wieder ab.

Ähnlich liefen Einsätze in Pürgen und Fuchstal ab. Kurz nach Mitternacht ging ein Notruf über eine brennende Hecke in Fuchstal ein, die Anwohner hatten die Flammen aber schnell im Griff und überließen der Feuerwehr nur noch Nachlöscharbeiten. Gegen 3 Uhr wurde schließlich noch ein Heckenbrand in Pürgen gemeldet, der auch die danebenstehenden Mülltonnen beschädigte. Schaden: 1000 Euro.

Erheblich höherer Schaden ist dagegen bei einem Brand in Weilheim entstanden. Um 5.38 Uhr rückte die Feuerwehr aus, weil in der Karl-Böhaimb-Straße jemand eine noch glühende Raketenbatterie auf einem Müllcontainer abgestellt hatte, wodurch dieser in Brand geriet, sagte Axel Trießl von der Polizei Weilheim. Fatal: Anschließend griffen die Flammen auf zwei daneben geparkte Autos einer Pizzeria über. Außerdem wurde eine Mauer neben den Autos in Mitleidenschaft gezogen. „Eine unmittelbare Gefahr der Ausbreitung des Feuers auf umliegende Gebäude bestand jedoch nicht“, so Trießl.

Für die 15 Kräfte der Feuerwehr dauerte der Einsatz rund 45 Minuten. Als sie ankamen, stand ein Fahrzeug bereits im Vollbrand, ein weiteres hatte ebenfalls Feuer gefangen. Ein Atemschutztrupp konnte das Feuer mit Löschschaum schnell löschen. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt rund 17 000 Euro.

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