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Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

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Reger Betrieb herrschte an den Obstpressen im Landkreis, wie etwa hier in Steingaden.
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Reger Betrieb herrschte an den Obstpressen im Landkreis, wie etwa hier in Steingaden.

Säckeweise Äpfel, Birnen und andere Früchte aus dem eigenen Garten

Obstpressen: Viel Saft, aber kein Rekordjahr

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Säckeweise Äpfel, Birnen und andere Früchte aus dem eigenen Garten haben Menschen heuer wieder zu den hiesigen Obstpressen geschleppt. Jetzt, Mitte November, ist die Saison vorbei – Zeit also, eine Bilanz zu ziehen.

Antdorf

Als eine der letzten hat die Mosterei Schweyer den Obstpress-Betrieb im Landkreis nun eingestellt. Noch bis zum 3. November wurde in Antdorf fleißig Saft hergestellt. Am meisten los war allerdings im September. „Heuer war alles etwas früher dran“, erklärt Josef Schweyer. Er ist sehr zufrieden, es sei ein „überdurchschnittliches Jahr“ gewesen. „Alles ist schön verlaufen, auch mit den Corona-Auflagen hat es keine Probleme gegeben.“

Bernbeuren

Eine gute Saison liegt hinter den Obst-Anbauern in der Region, sagt auch Karl Knappich vom Bernbeurener Obst- und Gartenbauverein. Die Kundschaft sei da allerdings recht unterschiedlicher Meinung gewesen, erzählt er. So waren einige hocherfreut über umfangreiche Erträge, während andere bemängelten, in vorherigen Jahren mehr geerntet zu haben. Die Witterung spiele dabei freilich eine große Rolle. Kommt in der Blütezeit noch einmal Frost, könne es schon sein, dass die Ernte ausfällt, so Knappich. Außerdem gab es heuer sehr viele Insekten, wie er auch in seinem eigenen Garten beobachtet hat. „Die stechen ins Obst, legen dort ihre Eier ab, und dann kommen die Würmer“, erklärt Knappich. „Das ist halt die Natur.“ Die Kundschaft kam auch aus weiter entfernten Orten zur Bernbeurener Obstpresse. „Sogar aus dem Lechtal, sprich Reutte, Vils und Stanzach“, so Knappich. Auch aus dem Ostallgäu und der näheren Umgebung waren natürlich Kunden dabei.

Hohenpeißenberg

In Hohenpeißenberg haben vor allem Mitglieder des dortigen Obst- und Gartenbauvereins die Presse genutzt, erzählt der zweite Vorsitzende Ulrich Müller. 155 Personen wurden insgesamt gezählt. Angeliefert wurde heuer doppelt so viel Obst wie im vergangenen Jahr, nämlich 14 Tonnen, was 8685 Litern Saft entspricht. Allerdings kein Vergleich zu vorherigen Jahren. „Vor drei Jahren gab es Obst im Überfluss, da haben wir 60 Tonnen gepresst“, so Müller. Zu Saft wurden überwiegend Äpfel verarbeitet, wenige Kunden haben auch Birnen gebracht.

Peißenberg

Durchschnittlich sei die Ernte heuer gewesen, heißt es beim Peißenberger Obst- und Gartenbauverein. Zwar gab es einzelne Kunden, die gleich über 800 Kilo Obst vorbeibrachten, aber insgesamt sei es heuer kein Super-Jahr gewesen. Zufrieden sind die Vereinsmitglieder dennoch. Lange habe man sich im Vorfeld den Kopf zerbrochen, unter welchen Umständen die Presse heuer öffnen kann. Das Hygienekonzept sei von allen Kunden dann erstaunlich gut eingehalten worden, heißt es auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Peiting

Zufrieden ist auch Richard Socher vom Peitinger Obst- und Gartenbauverein mit der diesjährigen Ernte. Ganz so viel wie vor zwei Jahren war es nicht, sondern eher „normal“, stimmt er seinen Peißenberger Kollegen zu. Dennoch kann sich das Ergebnis sehen lassen: 63 000 Liter wurden in Peiting gepresst. Sehr viele Leute haben ihr Obst vorbeigebracht. „Oft auch nur kleine Mengen“, so Socher, „und haben sich gefreut, den eigenen Saft mit heimzunehmen“. Vor allem Äpfel und Birnen wurden gepresst, auch ein paar Quitten – „die fallen aber kaum ins Gewicht“, sagt Socher.

Rott

Ein Rekordjahr sei es heuer nicht, dennoch gab es viel Obst, sagt Josefine Menhart vom Obst- und Gartenbauverein Rott. Soviel sogar, dass sie noch öfter hätten pressen können. Doch es fehlt an ehrenamtlichen Helfern, erklärt Menhart. Äpfel, Birnen, Trauben und Quitten haben die Bürger zur Saftverarbeitung vorbeigebracht.

Steingaden

„Gerade im Vergleich zum Vorjahr, wo in Steingaden nur wenig Obst gepresst wurde, war es heuer ein gutes Jahr“, sagt Roberta Leimbach, Vorsitzende des Steingadener Obst- und Gartenbauvereins. Über 67 000 Liter Saft kamen heuer zusammen. Rund 600 Personen haben ihr Obst dafür zum Pressen vorbeigebracht, wobei manche Kunden auch öfters kamen und in dieser Statistik deshalb mehrfach gezählt wurden, erklärt Leimbach. Wegen der Corona-Situation hatte der Verein das Angebot auf 15 Tage beschränkt und auch schon eine Woche früher als üblich aufgehört. Doch auch mit den Einschränkungen fällt Leimbachs endgültige Bilanz positiv aus.

Weilheim

Einen Grund, sich zu beklagen, sieht auch Christian Hackl, Mostereiwart beim Obst- und Gartenbauverein Weilheim, nicht. Rund 112 000 Liter Saft wurden abgefüllt, und zwar aus 178 Tonnen Obst. Eine durchschnittliche Saison nach einem Tief im vergangenen Jahr und einer extrem guten Ernte im Jahr 2018. Fleißig geerntet wurde heuer auch auf der vereinseigenen Streuobstwiese am Trifthofanbinder sowie im Lehrgarten am Narbonner Ring. Rund fünf Tonnen Obst kamen so zusammen. Sämtliche Kindergärten in der Stadt haben davon profitiert: Sie bekamen vom Obst- und Gartenbauverein je 50 Liter Saft, erzählt Hackl.

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