Belebung der Schongauer Altstadt: Immer samstags bei schönem Wetter können am Marienplatz Straßenmusikanten oder Künstler auftreten.
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Belebung der Schongauer Altstadt: Immer samstags bei schönem Wetter können am Marienplatz Straßenmusikanten oder Künstler auftreten.

Am Marienplatz Schongau

Offene Bühne soll am Samstag starten

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Die nächste Absagewelle für die großen Konzerte rollt bereits, im Kleinen kann es in Schongau aber vielleicht bereits diesen Samstag losgehen. „Die offene Bühne“ am Marienplatz steht für einen ersten Auftritt wieder zur Verfügung. Und was draußen nicht geht, kann zumindest online stattfinden.

Schongau – Die Schwestern Teresa und Janaina Subiabre- Haseitl hatten sich schon im vergangenen Jahr für die Offene Bühne in Schongau stark gemacht. Tanz, Musik, Kunst und Literatur sollen immer samstags die Altstadt beleben, Menschen (mit Abstand) zusammenbringen und in die Geschäfte, kurz: „Wir wollten das Leben in Schongau vielfältiger machen“, so Teresa Subiabre-Haseitl. Ein einfaches Konzept der beiden Grünen-Stadträtinnen, das aufgeht, wenn nicht Corona-Regeln mal wieder alles sprengen oder es wie aus Gießkannen schüttet. Zwischen 11 und 14 Uhr ist es generell möglich, die offene Bühne, sprich die Altstadt rund um den Marienbrunnen zu nutzen. Es gibt nicht wirklich eine Bühne, „im Sommer können wir einen Schirm aufspannen“, so Teresa Subiabre-Haseitl. Dafür ist für die Straßenmusikanten oder Straßenkünstler auch keine umständliche bürokratische Anmeldung erforderlich. Es reicht, wenn man sich im Bürgerbüro meldet oder direkt bei den beiden Schongauerinnen, wie sie anbieten. Diese geben dann die Namen selbst an die Stadt weiter – fertig.

Auftritte sollen ab dem 20. März möglich sein

Derzeit sieht alles so aus, als könnte ein kleiner spontaner Auftritt ab Samstag, 20. März, auch wieder möglich sein, natürlich alles im Mini-Rahmen, mit Maske und Abstand. Johannes Geigenberger heißt der Gitarrist aus Schongau, der gegen den Lockdown-Blues anspielen will. Und dafür hatte er sich auch bereits bei dem Nebenprojekt der Offenen Bühne angemeldet, der Facebookgruppe „Offene Bühne Schongau“. Diese Gruppe hatten die beiden Subiabre Haseitl-Schwestern Ende Januar erstellt. „Wir wollten wenigstens etwas anbieten, eine Plattform zum Veröffentlichen bieten, damit sich die Leute in Schongau präsentieren können.“ Immerhin 148 Mitglieder sind es bereits. Und es gibt zwar noch nicht sehr viele Posts, aber immerhin. Es gibt Musikvideos. Und auch Bilder sind zu sehen. Vor allem gibt es Momentaufnahmen der offenen Bühne aus dem vergangenen Jahr, was ja wiederum Lust macht auf neue Aktionen.

Jeder Künstler hat die Möglichkeit, für sich Werbung zu machen

Worauf die beiden Schwestern verweisen: Jeder Künstler hat auch die Möglichkeit, für sich Werbung zu machen, und zwar kostenlos auf der Homepage „IN Schongau“ von Daniela Puzzovio. Schongaus Vizebürgermeisterin hatte sich schon vor den Kommunalwahlen für Schongau belebt engagiert und einen eigenen Einkaufsführer gestartet (siehe Kasten). Auf dieser Internetseite gibt es nun einen eigenen Reiter „offene Bühne“. Künstler, die ein Foto mit Informationen senden, können dort gerne aufgenommen werden. „Das ist kostenlose Werbung“, so Teresa Subiabre Haseitl. Und soll Auftritte oder auch Ausstellungen bringen. Wer etwa ein Fest plant und dafür etwas Passendes zur Gestaltung sucht, kann so direkt in Kontakt treten mit den gewählten Künstlern.

Künstler werden in alphabetischer Reihenfolge gelistet

Gelistet werden sollen diese Künstler unter alphabetischer Reihenfolge. Ein Foto von Jan Kähler, seines Zeichens Clown und im vergangenen Oktober am Marienplatz in Schongau aufgetreten, macht dafür nun den Anfang.

Info: Auf Facebook findet sich die Gruppe unter „Offene Bühne in Schongau“. Beide Schwestern können auch über Instagram kontaktiert werden. Künstler, die kostenlos in den Schongauer Einkaufsführer aufgenommen werden wollen, können über „in-schongau.org“ Kontakt aufnehmen.

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