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Ein Glas Wasser für eine sterbenskranke Patientin. Auch am Krankenhaus in Schongau gibt es demnächst eine Palliativversorgung. Die Genehmigung wurde erteilt.

Palliativversorgung am Krankenhaus

Leiden und Schmerzen umfassend lindern

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat der Krankenhaus GmbH jetzt die Aufnahme des palliativmedizinischen Dienstes im Krankenhaus in Schongau genehmigt.

Schongau – „Mit der Palliativversorgung am Standort Schongau können wir die stationäre Versorgung Schwerstkranker und Sterbender sehr verbessern und dies wohnortnah“, freut sich Geschäftsführer Thomas Lippmann von der Krankenhaus GmbH. Er zeigt sich zufrieden, dass das medizinische Konzept des Krankenhauses vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Bayern (MDK) geprüft und jetzt positiv abgeschlossen worden ist.

„Wir wollen Leiden umfassend lindern und Patienten und ihren Angehörigen bei der Krankheitsbewältigung helfen“, betont auch Dr. Wilhelm Fischer, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Schongau.

Das palliativmedizinische Konzept bietet eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Gesamtversorgung und beinhaltet speziell ausgebildetes und geschultes Personal sowohl im medizinischen, pflegerischen wie auch sozialen Dienst. Vorrangiges Ziel ist Vorbeugen und Lindern von Leiden und Schmerzen sowie psychologische und seelsorgerliche Begleitung.

Am Krankenhaus in Schongau werden zwei Zimmer mit besonderer Ausstattung für Palliativpatienten und ihre Angehörigen eingerichtet, und es erfolgt eine Kooperationen mit palliativen Einrichtungen wie dem Hospizverein Pfaffenwinkel oder Palliahome.

„Die palliativen Zimmer am Krankenhaus in Schongau befinden sich derzeit in Vorbereitung“, teilte Krankenhaus-Sprecherin Isa Berndt auf Anfrage der Heimatzeitung mit.

„Ich freue mich, dass am Krankenhaus Schongau der palliativmedizinische Dienst im Rahmen der Gesamtzahl an Planbetten mit sofortiger Wirkung anerkannt und in das Fachprogramm Palliativversorgung in Krankenhäusern aufgenommen wurde“, teilte der CSU-Landtagsabgeordnete Harald Kühn mit. Von der Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, ist Kühn darüber informiert worden, dass die Aufnahme des palliativmedizinischen Dienstes in das Fachprogramm bei der nächsten Fortschreibung des Krankenhausplanes des Freistaates Bayern berücksichtigt wird.

„Ziel des Fachprogramms Palliativversorgung in Krankenhäusern ist es, durch Palliativmedizin/Palliative Care die stationäre Versorgung Schwerkranker und Sterbender zu verbessern und eine bedarfsgerechte Versorgung sowohl in den Ballungsgebieten als auch im ländlichen Raum zu erreichen“, ergänzt MdL Harald Kühn. Palliativmedizin/Palliative Care sei ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, welche mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen. Dies geschehe durch Vorbeugen und Lindern von Leiden durch frühzeitige Erkennung, sorgfältige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.

Durch eine ganzheitliche Herangehensweise soll Leiden umfassend gelindert werden, um Patienten und ihren Angehörigen bei der Krankheitsbewältigung zu helfen und deren Lebensqualität zu verbessern.

„Auch im Weilheimer Krankenhaus möchten wir eine Palliativversorgung sicherstellen“, kündigt Geschäftsführer Thomas Lippmann an. „Die Voraussetzungen für die Beantragung werden gegenwärtig geschaffen“, fügt Lippmann noch hinzu.

Michael Gretschmann

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