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Eine große Auswahl an Puppenkleidern bot Juliane Schönenborn auf dem Peitinger Amrkt feil. 

ZDF drehte auf Marktsonntag in Peiting

ZDF filmt Puppenkleider

Ihre kleine Rente bessert die Schongauerin Juliane Schönenborn durch das Nähen von Puppenkleidern auf. Das ist der ZDF-Drehscheibe einen Exklusiv-Beitrag wert. Beim Sommermarkt in Peiting war ein Fernseh-Team vor Ort.

Peiting/Schongau – Dieses Jahr wird Juliane Schönenborn 80 Jahre alt. Trotzdem hat sie beim Marktsonntag in Peiting einen Stand aufgebaut. Unter einem großen grünen Sonnenschirm stehen ein Tisch und eine Bank und jede Menge Obst-Kartons voller Puppenkleider. Handgenäht, auf einen Kleiderbügel gezogen und in Plastikfolie verpackt.

Fein säuberlich nach Größen geordnet bietet Juliane Schönenborn Modisches für Baby Born, Barbie & Co. Ein Einkaufsparadies für junge Puppenmütter. Dahinter stecken über 40 Jahre Näherfahrung. Etwa zehn bis 15 Minuten braucht die Puppenschneiderin für ein winziges Dirndl mit eingearbeiteter weißer Bluse und Schürze. „Ich mache halt immer das, was gerade Mode ist“, meint sie.

Die Idee mit den Puppenkleidern kommt nicht von ungefähr. Vor Jahren hat sie im Heimarbeits-Betrieb in Augsburg Auftragsarbeiten für die Firma Schildkröt erledigt. Der Betrieb wurde aufgelöst, das Ehepaar Schönenborn zog nach Schongau. Als ihr Mann starb, blieb Juliane Schönenborn nur noch eine kleine Rente. Da ist der Puppenkleiderverkauf auf dem Peitinger Markt ein willkommenes Zubrot. Mehrmals im Jahr ist sie auf Märkten zwischen Garmisch und Schongau unterwegs. Allerdings nur, wenn ihre Nachbarn sie fahren können, weil sie kein Auto besitzt.

Noch diese Woche wird der Beitrag im ZDF ausgestrahlt

Zwischen zwei und vier Euro nimmt sie für ein handgenähtes Kleidchen. Dazu gibt es auch noch handgehäkelte Mützen zu vier Euro das Stück. Kein Wunder, dass immer wieder Kunden stehenbleiben. Wie die junge Dame mit dem rosafarbenen Sonnenhut, die das Angebot sorgfältig prüft. Rosa oder Blau ist die Frage. „Ich glaube, das ist genau richtig“, adressiert sie an ihre Mutter und hält ein Dirndlkleid in die Höhe. Die Mutter zückt bereitwillig die Börse. Bei diesen Preisen kann man bedenkenlos zugreifen.

Auch wenn kein Kameramann und Tontechniker das Ganze fürs Fernsehen festhalten. Redakteurin Petra Otto fragt aus dem Off: „Was ist das jetzt für ein Gefühl für Sie?“ oder „Haben Sie viele Stammkunden?“ Gar nicht so einfach für Juliane Schönenborn, das alles zu beantworten. Für die Fernseh-Sendung hat sie sich übrigens selbst gemeldet. „Ich schaue mir gerne die Drehscheibe an und habe einfach hingeschrieben“, erzählt sie. Dass prompt eine positive Antwort kam, hat sie dann doch überrascht.

Nach den Aufnahmen auf dem Sommermarkt wird der Stand aber schnell wieder abgebaut und das Filmteam fährt zu Juliane Schönenborn nach Hause, um dort in ihrer Puppenkleider-Werkstatt zu filmen.

Ausgestrahlt

wird der Beitrag noch diese Woche im Rahmen der ZDF-Drehscheibe, die immer um 12 Uhr gesendet wird. Der genaue Sendetag stand allerdings noch nicht fest.

Ursula Fröhlich

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