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Der Brückenschlag der Behelfsbrücke über den Kanal ist abgeschlossen. Links die Pfähle mit den Messmonitoren, mit denen man ein Abrutschen des Damms festgestellt hätte.

Peitinger Straße in Schongau

UPM-Kanal: Die Behelfsbrücke ist am Ziel

Es ist vollbracht: Der Brückenschlag über den Kanal in der Peitinger Straße ist gelungen. Ohne Probleme, die ganze Aktion der Verschiebung der Behelfsbrücke hat nur gute drei Stunden gedauert.

Schongau – Ingenieure und Bauarbeiter können zufrieden sein: Jetzt sitzt der eiserne Koloss, die Behelfsbrücke über den UPM-Kanal an der Peitinger Straße, auf den vorgesehenen Fundamenten. Wenn man bedenkt, dass der Aufbau des 380-Tonnen-Krans alleine schon über zwei Stunden gedauert hat, hört sich die Zeit des Brückenschlags relativ kurz an.

„Wie wurde vorgegangen?“, fragt sich sicher mancher Autofahrer, der am vergangenen Dienstagvormittag an der Baustelle an der Peitinger Straße am Ortsausgang von Schongau vorbeigefahren ist. Wie schon berichtet, wurde die Behelfsbrücke Stück für Stück aus verschiedenen Teilen zusammengeschraubt.

Man hat dazu den Platz hinter den Haindl-Häusern optimal ausgenutzt: Auf großen Eisenrollen haben die Bauarbeiter die verschraubten Teile Stück für Stück vorgeschoben. Um sich die zeitintensive Aufbauarbeit eines Vorbauschnabels zu sparen, über den die Brücke im Ganzen geschoben worden wäre, hat man eine andere Variante gewählt: Das Frontstück der Behelfsbrücke wurde mittels Autokran vorsichtig angehoben und zentimeterweise über den Kanal gezogen. So war gewährleistet, dass die Brücke nicht knickt und ganz genau auf die betonierten Fundamente gesetzt werden konnte.

Um immer kontrollieren zu können, dass der Bahndamm nicht durch irgendwelche Erschütterungen abrutscht, hat man im Vorfeld der Aktion sechs Holzpfähle mit Messmonitoren als Markierungen am Bahndamm in den Boden eingerammt.

Kurz vor Dienstagmittag war der Brückenschlag abgeschlossen. Es wird jedoch noch einige Wochen dauern, bis der Verkehr über die Behelfsbrücke rollen kann.

Hans-Helmut Herold

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