+
Am Freitag war es zu einem Unfall auf der Peitinger Umfahrung gekommen.

Polizei, Wasserwacht und Feuerwehr gefragt

Viele Einsätze für Retter am Wochenende

  • schließen

Gleich drei größere Einsätze hatten die Blaulichtorganisationen am Wochenende. Auf der Ammer läuft seit Freitag eine Personensuche, auf der B 472 gab es einen Unfall und zu den Eishockeyspielen rückte Bereitschaftspolizei an.

Schongau/Peiting– Für die Wasserwacht Peiting-Schongau war es alles andere als ein ruhiges Wochenende. Am Samstag und Sonntag rückten die freiwilligen Helfer zu einer großangelegten Personensuche an der Ammer aus. Die Suche weitete sich im Lauf des gestrigen Tages bis nach Weilheim und Fischen aus. Sie lief am Sonntagabend bis Einbruch der Dunkelheit und soll laut Polizei je nach Lage heute fortgesetzt werden.

Genaue Informationen gab es bis Redaktionsschluss noch nicht. Gesucht werde seit Freitag nach einem Mann, hieß es bei der Polizei. Abgesucht wurde der Ammerbereich von der Echelsbacher Brücke bei Rottenbuch flussabwärts. Im Einsatz war auch ein Hubschrauber, der allerdings gestern Probleme wegen des diesigen Wetters hatte. Die Wasserwacht Peiting-Schongau unterstützte mit Kameraden aus Weilheim die Polizei mit ihrem Einsatz auf und neben dem Fluss. Am Samstag waren von 9.30 bis gegen 16.40 Uhr insgesamt 15 Aktive beteiligt, berichtete gestern Einsatzleiter Daniel Kodisch, stellvertretender Vorsitzender der Peiting-Schongauer Ortsgruppe. Sie suchten den Bereich zwischen Echelsbacher Brücke und der Böbinger Ammerbrücke bei Peißenberg ab. Am Sonntag ging die Suche weiter: Kurz nach 9 Uhr wurde die Wasserwacht erneut alarmiert, insgesamt 26 Aktive rückten aus. Sie suchten Fluss und Ufer mit vier Booten und ab der Wörther Brücke bei Peißenberg zusätzlich mit zwei Fußtrupps ab. Unterstützt wurden Wasserwacht und Polizei von den Feuerwehren aus Peißenberg, Polling und Oderding. Bis gegen Mittag hatten die Helfer die Ammer auf Höhe des Weilheimer Naturfreundehauses erreicht. Laut Einsatzleiter Kodisch ging es dann flussabwärts weiter bis Unterhausen und in Richtung Fischen und Ammersee. Die Peitinger und Schongauer rückten gegen 12.30 Uhr wieder ab, die Weilheimer Kameraden setzten die Suche fort.

Die Bedingungen an der Ammer waren für die Retter nicht ideal. Denn der Fluss führt dieser Tage Hochwasser. Was gerade den Einsatz der Fußtrupps am Ufer erschwerte. „In dem Gelände kommt man ganz schwer runter“, sagte der Einsatzleiter über die Situation vor Ort und machte deutlich, dass es dann Grenzen für alle Beteiligten gibt: „Die Eigengefährdung ist zu hoch“, so der Altenstadter Wasserwachtler gegenüber den SN.

Leichtverletzter beiUnfall auf der B 472

Polizei und Feuerwehr mussten am Freitagmorgen zur B 472 bei Peiting ausrücken. Wie Michael Jahn von der Polizeiinspektion gestern mitteilte, war ein 24-jähriger Peitinger gegen 7.15 Uhr mit seinem Opel auf der Bundesstraße in Richtung Hohenpeißenberg unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Peiting-Süd und -Ost verlor der Fahrer auf regennasser Straße die Kontrolle über seinen Wagen. 

Das Auto geriet ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort überfuhr der 24-Jährige ein Verkehrszeichen, das Auto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Wagen befreien und wurde leicht verletzt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Schongau transportiert. Während am Stationszeichen lediglich ein Schaden von etwa 100 Euro entstand, hat das Auto einen wirtschaftlichen Totalschaden in Höhe von rund 2000 Euro. Der Wagen wurde durch ein hiesiges Abschleppunternehmen geborgen. Die Feuerwehr Peiting war mit etwa zehn Mann vor Ort und sicherte die Unfallstelle ab.

Die Bereitschaftspolizei war in den Eisstadien Peiting und Schongau im Einsatz.

Für die Schongauer Polizeiinspektion waren die hiesigen Eishockeyspiele am Freitagabend ungewöhnlich: EC Peiting gegen ECDC Memmingen in der Oberliga und EA Schongau gegen Höchstadter EC in der Bayernliga wurden wegen Fanproblemen als Risikospiele eingestuft. Weil es „mit unseren Kräften allein nicht möglich war“, hieß es gestern bei der Inspektion, kam Unterstützung von der Bereitschaftspolizei aus Königsbrunn. 

Diese rückte mit einem Zug, insgesamt 27 Kräften, in beiden Stadien an. Im Februar 2017 war es in Peißenberg zu einer Massenschlägerei von Eishackler-Fans und denen aus Höchstadt gekommen. Der Spielplan hatte den Schongauer Ordnungshütern für Freitag eine weitere Sorge beschert: Memminger und Höchstadter Fans mögen sich nicht – 2015 waren beide Lager in Memmingen aneinander geraten. Am Freitagabend nahm die Polizei Kontrollen vor, danach wurden die Fanbusse bis zur Landkreisgrenze Richtung Landsberg begleitet. Ob es Vorfälle gab, war gestern nicht zu erfahren.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ein Gotteshaus voller Überraschungen
Eine der derzeit aufwändigsten Kirchenrenovierungen im Schongauer Land kommt voran. Bei den Restaurationsarbeiten im Kirchenschiff des Steingadener Welfenmünsters sind …
Ein Gotteshaus voller Überraschungen
Neues Angebot: Jetzt auch Augenoperationen möglich
Die Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau hat ihr Angebot wieder erweitert. Mit dem Peitinger Augenarzt Dr. Dimitrios Soultanopoulos wurde ein Kooperationsvertrag …
Neues Angebot: Jetzt auch Augenoperationen möglich
Ranking liegt vor: Landkreis-Züge zählen zu Bayerns besten
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat ihr sogenanntes Halbjahresranking veröffentlicht. Das Ergebnis: Werdenfelsbahn und Bayerische Regiobahn schneiden ganz gut …
Ranking liegt vor: Landkreis-Züge zählen zu Bayerns besten
„Bayerische Bisons“ in Birkland als Naturschützer
In Zusammenarbeit mit Kommunen, Fachbehörden und Landwirtschaft hat der Verein Lebensraum Lechtal ein neues und besonderes Beweidungsprojekt in der Lechaue bei Birkland …
„Bayerische Bisons“ in Birkland als Naturschützer

Kommentare